Unternehmens-Chefs und Mediator trafen sich
Schlichtungstreffen zwischen Apple & Samsung bleibt erfolglos
publiziert: Freitag, 25. Mai 2012 / 15:08 Uhr
Apple gegen Samsung: Keine Einigung in Sicht.
Apple gegen Samsung: Keine Einigung in Sicht.

Den nicht enden wollenden Patentstreit zwischen Apple und Samsung nahm das kalifornische Gericht zum Anlass, den beiden Kontrahenten einen Schlichtungstermin zu verordnen.

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Aus diesem Grund trafen sich Apple-Chef Tim Cook und Samsungs Oberhaupt Gee-Sung Choi zu Beginn der Woche in San Francisco. Als Mediator sass ein Richter der erzwungenen Verhandlung auf Chef-Ebene bei. Das Treffen sollte die verhärtete Situation zwischen beiden Herstellern etwas entspannen.

Offenbar hat der Schlichtungstermin jedoch nicht den gewünschten Erfolg gebracht: Wie die Korea Times unter Berufung auf ungenannte Quellen berichtete, haben die beiden zerstrittenen Unternehmen «nicht zu einer klaren Einigung» gefunden. Offizielle Angaben seitens Apple oder Samsung gibt es bislang jedoch nicht.

Zwei Tage dauernde Gespräche ohne Erfolg

Die Delegationen unter Führung der Chefs Tim Cook und Gee-Sung Choi hat sich laut gestern veröffentlichten Gerichtsunterlagen wie geplant an zwei Tagen getroffen. Am Montag sassen die beiden Manager neun, am darauffolgenden Dienstag weitere sieben Stunden zusammen. Die knappe Notiz zum zweiten Verhandlungstag enthält keinen Hinweis darauf, wie es weitergehen soll.

Die Unternehmen werfen sich gegenseitig die Verletzung von Urheber- und Patentrechten vor. Der seit über einem Jahr laufende Konflikt uferte aus: Experten zählten rund 50 Klagen in zehn Ländern. Bisher konnten sich Apple und Samsung in den Verfahren eher Nadelstiche zufügen. Keiner Seite gelang ein weitreichender Sieg, der den Rivalen in die Knie zwingen würde. Beide Unternehmen scheinen allerdings noch auf einen umfassenden Erfolg zu hoffen und kämpfen weiter.

Die beiden Konzerne hatten bereits 2010 erfolglos versucht, die Streitigkeiten auszuräumen. Am Ende preschte Apple im vergangenen Frühjahr mit einer Klage vor, Samsung schlug zurück. Die Klagewelle weitete sich auf immer mehr Länder aus. Ein zentraler Schauplatz ist Deutschland mit Verfahren vor mehreren Landgerichten. Unter anderem hat Apple dort lange den iPad-Konkurrenten Galaxy Tab 10.1 blockiert. Samsung designte das Tablet daraufhin um und brachte in Deutschland das angepasste Gerät unter dem Namen Galaxy Tab 10.1N auf den Markt.

Trotz Streit: Partnerschaft dauert an

Noch komplexer macht den Streit, dass die Unternehmen auch Partner sind: Samsung ist ein zentraler Zulieferer für Apple-Geräte wie das iPhone und das iPad-Tablet. Unter anderem kommen Flash-Speicher, Displays und Chips von den Südkoreanern. Der Marktwert der Samsung-Aktien gab vor einigen Tagen um rund zehn Milliarden US-Dollar nach, als Gerüchte die Runde machten, Apple werde künftig Flash-Speicher von einem japanischen Hersteller beziehen.

Der «Korea Times» zufolge halten sich die südkoreanischen Top-Manager noch für unbestimmte Zeit in den USA auf, um dortige Samsung-Standorte zu besichtigen.

(Rita Deutschbein/teltarif.ch)

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