Top-Physiker setzt auf Solarenergie gegen drohende Migrationswelle
Sariciftci: «2050 schon 100 Mio. Klimaflüchtlinge»
publiziert: Montag, 18. Apr 2016 / 22:44 Uhr
Der Energielieferant Sonne muss nur richtig genutzt werden, so der Physiker.
Der Energielieferant Sonne muss nur richtig genutzt werden, so der Physiker.

Linz/Wien - Wenn die Menschheit es nicht schafft, sich von ihrer Abhängigkeit von fossilen Energiequellen zu lösen, steuert sie schon Mitte dieses Jahrhunderts auf eine dramatische Klimakatastrophe zu.

Diese wird nicht nur zu extremen Dürren und Hungersnöten führen, sondern auch zu einer gewaltigen Migrationswelle mit 100 Mio. Klimaflüchtlingen aus den südlichen Ländern dieser Welt. Zu diesem ernüchternden Schluss kommt der renommierte Physiker Niyazi Serdar Sariçiftçi von der Johann Keppler Universität Linz (JKU) , der im Gespräch aber auch einen Ausweg aus der drohenden Misere anbietet: Solarenergie.

Unlimitierte, kostenlose Energie

"In den vergangenen eineinhalb Jahren hat sich deutlich gezeigt, dass schon eine Kriegsregion der Welt ausreichen kann, um die Kooperation auf europäischer Ebene zum Erliegen zu bringen. Wenn wir im Bereich der Energiewirtschaft weiterhin so verfahren wie bisher, droht uns aber schon 2050 eine weitaus grössere klimabedingte Migration, die die aktuelle um ein Vielfaches übersteigen wird", fasst Sariçiftçi zusammen. In der Wissenschaft sei man sich dem Ernst der Lage schon länger bewusst. "In Politik und Gesellschaft mangelt es aber noch am nötigen Problembewusstsein", kritisiert der Experte.

Dabei gebe es doch längst einen Ausweg aus der bevorstehenden Klimakatastrophe, wie Sarçiftçi auch am 12. Mai im Rahmen eines kurzen Vortrags und einer anschliessenden Diskussion bei den Europäischen Toleranzgespräche in Fresach klarstellen will. "Stellen Sie sich vor, Sie haben eine unlimitierte, demokratisch-verwendbare Energie zur Verfügung, die noch dazu vollkommen kostenlos ist. Es existiert bereits eine Quelle, die uns diese Energie liefern kann: die Sonne. Sie muss nur richtig genutzt werden", so der Forscher.

"Revolution bereits im Gange"

Dass wir uns immer noch so verhalten, als wären wir von fossilen Energiequellen abhängig "wie ein Morphium-Junkie von seiner täglichen Dosis", liege an den wirtschaftlichen Interessen der fossilen Energiebranche. "Diese Unternehmen sind heute mächtiger als die Rüstungsindustrie. Aber auch sie begreifen mittlerweile, dass der Abbau von Öl, Kohle und Co nicht mehr rentabel ist und sich ein Umstieg auf erneuerbare Alternativen auch durchaus wirtschaftlich gesehen lohnt", betont Sariçiftçi.

Längerfristig sei ein Umstieg auf erneuerbare Energieträger jedenfalls nicht aufzuhalten. "Die Revolution ist bereits im Gange. Wenn man sich die gegenwärtige Entwicklung in Ländern wie den USA, China oder auch in Europa ansieht, gibt das Grund zur Hoffnung. Weltweit steigt der Anteil an Solarenergie von Jahr zu Jahr um 20 bis 30 Prozent", schildert der Physiker. Und dieser grosse Zuwachs sei auch wichtig: "Je schneller wir die Abhängigkeit vom Öl aufgeben, desto eher können wir die klima- beziehungsweise umweltbedingte Migration noch abwenden."

Geehrt und engagiert

Wenn es um das Potenzial erneuerbarer Energiequellen wie Solarenergie geht, gilt Sariçiftçi international als einer der führenden Köpfe. Der Physiker, der unter anderem das Institut für Physikalische Chemie und das Institut für Organische Solarzellen an der JKU leitet, zählt weltweit zu den am meisten zitierten Wissenschaftlern in seinem Fachgebiet und wurde bereits mit zahlreichen Ehrungen ausgezeichnet, darunter etwa der Kardinal-Innitzer-Preis 2010, der Wittgenstein-Preis 2012 sowie mehrere Ehrendoktorate. 2008 wurde er zudem zum "Österreicher des Jahres" in der Kategorie Forschung gewählt.

Neben seiner wissenschaftlichen Tätigkeit - Studien in Istanbul, Wien, Stuttgart, Santa Barbara (USA) und aktuell Linz - engagiert sich Sariçiftçi auch seit geraumer Zeit insbesondere für den Ausbau von erneuerbaren Energieträgern auf dem afrikanischen Kontinent. 2011 hat er hierfür das technisch-wissenschaftliche Netzwerk ANSOLE (African Network for Solar Energy)  ins Leben gerufen. "Ziel ist es, den 1,1 Mrd. Menschen, die in Afrika leben, klarzumachen, dass erneuerbare Energiequellen die Zukunft sind", resümiert der Physiker.

(fest/pte)

Grosse Preisunterschiede je nach Gemeinde.
Grosse Preisunterschiede je nach Gemeinde.
Publinews Die Strompreise für 2020 steigen um 1 Prozent  Die Strompreise für 2020 steigen laut der Aufsichtsbehörde Elcom um 1 Prozent. Eine wichtige Komponente sind die Netztarife - sie werden im Monopol verrechnet. Die «Handelszeitung» hat sie nach Kantonen und Stromverteilern ausgewertet. mehr lesen  
Ständerat schwenkt auf Linie des Nationalrats  Bern - Grosswasserkraftwerke sollen Subventionen erhalten, wenn sie den Strom zu tiefen Preisen verkaufen müssen. Darauf haben sich die eidgenössischen Räte geeinigt. Der ... mehr lesen
Finanzhilfen für bestehende Grosswasserkraftwerke waren im ersten Massnahmenpaket zur Energiestrategie ursprünglich nicht vorgesehen.
Auch das AKW Mühleberg, das 2019 stillgelegt werden soll, ist von der Regelung nicht ausgenommen.
Nachweis bis 2020 gefordert  Brugg AG - Die Atomaufsichtsbehörde ENSI hat die Erdbebengefährdung für die Schweizer AKW-Standorte festgelegt; Die Betreiber müssen erneut nachweisen, dass ihre Anlagen einem sehr ... mehr lesen  
Titel Forum Teaser
  • keinschaf aus Wladiwostok 2826
    grüezi Wie lasterhaft Mitleid mitunter sein kann, beweisen Sie doch gerade ... Mo, 26.12.16 20:05
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Vom Tode träumt ein negrophiles Schäfchen doch ständig. Wenn tausende Frauen in England ... Mi, 28.09.16 11:58
  • HentaiKamen aus Volketswil 1
    Kommt wieder Aber leider eine RIESEN Verlust für Leser wie mich die nicht mit dem ... Sa, 13.08.16 01:13
  • keinschaf aus Wladiwostok 2826
    sogar nach dem Tode hat die Kassandra noch die grösste Schnauze... jaja, diese ... Fr, 12.08.16 16:30
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Wow, wie hat sich die gute Kubra gemausert! Ich danke auch Ihnen ganz persönlich für die vielen harten und ... Mi, 20.07.16 20:25
  • Pacino aus Brittnau 731
    Übrigens, wusstet ihr schon . . . . . . dass die Foren von AZ (Wanner), 20min. und Schweizer Fernsehen ... Mi, 29.06.16 15:20
  • PMPMPM aus Wilen SZ 235
    Und jetzt? Ist noch online...? Liebes news-Team, schade ist die Situation so, dass etwas aufhören ... Di, 28.06.16 22:43
  • kubra aus Berlin 3232
    Danke für die gelebte Pressefreiheit. Damit mein ich durchaus auch den ... Di, 28.06.16 16:09
.
Green Investment news.ch geht in Klausur Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in ... 21
EasyGov am Laptop
Startup News EasyGov.swiss vereinfacht die nötigen Behördengänge Das Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) baut den Online-Schalter für Unterneh-men EasyGov.swiss bereits zum zweiten Mal in diesem Jahr aus. Mit ...
Jedes dritte KMU in Deutschland hat 2011-2013 Energie eingespart.
KMU-Magazin Research Energiewende ist im Mittelstand angekommen Die kleinen und mittleren Unternehmen sind auf ...
 
News
         
Firma Acin
Publinews Der Schweizer Dienstleister Acin AG hat mitten in der Corona-Krise schnell reagiert und in seinem Betrieb kurzerhand eine vierte Packstrasse ... mehr lesen
Extrakte, die einen hohen Reinheitswert aufweisen, sind bei Konsumenten beliebt.
Publinews Heute bekommt man praktisch sämtliche CBD Produkte im Fachhandel. Im Internet hat der Trend begonnen und der Fachhandel ist schnell ... mehr lesen
Der Rheinfall - eine einzigartige Erfahrung.
Publinews Die Schweiz wird oft als ein unparteiisches Land assoziiert. Neben einigen Wintersportaktivitäten und der Hauptstadt gibt es jedoch nur wenig, das die Gesellschaft als ... mehr lesen
Von Zuhause aus gründen.
Publinews Gratis  Aussergewöhnliche Zeiten erfordern aussergewöhnliche Menschen. Heute und morgen sind mutige Macher/innen gefragt. Mehr denn je. mehr lesen
Geben Sie den Tram eines neuen Autos nicht auf.
Publinews Wenn der Kauf eines neuen Autos ansteht, müssen zuerst einige Fragen geklärt werden. Neben Modell, Marke, Ausstattung sowie ... mehr lesen
Reanimation
Publinews Erste Hilfe am Arbeitsplatz  Was tun Sie, wenn Ihr Kollege keine Luft mehr bekommt? Und damit meinen wir nicht (nur) ... mehr lesen
Für Arbeitgeber ergibt sich mit dem Home Office ein wichtiger Vorzug.
Publinews    Die Arbeit beansprucht nach Abschluss der Ausbildung oder des Studiums einen grossen Teil unseres Lebens, weshalb es für ... mehr lesen
Es bestehen aktuell eine Vielzahl an Überweisungsmöglichkeiten, so auch via Mobiltelefon und Bank- oder Kreditkartenkonten.
Publinews Geldüberweisungen  Während das Internet und andere technische Fortschritte die Grenzen der geografischen Distanz überwunden haben, haben immer mehr Länder ihre Türen für den ... mehr lesen
Schweisser
Publinews Beim Schweissen werden zwei oder mehr Werkstücke dauerhaft miteinander verbunden. Gemäss den Definitionen EN 14610 und DIN 1910-100 ist das Schweissen das ... mehr lesen
Viele spannende Möglichkeiten, ein Start-up zu finanzieren. Am Ende kommt es ganz wesentlich auf zwei Dinge an: Sich nicht entmutigen zu lassen und immer wieder nach neuen Lösungen suchen.
Publinews Die beste Idee nutzt nicht viel, wenn kein Kapital vorhanden ist, um sie umzusetzen. Start-ups stehen in der Beliebtheitsskala der Banken jedoch nicht gerade ... mehr lesen
Stellenmarkt.ch
Wirtschaft Marken
   Marke    Datum
29.05.2020
29.05.2020
SUPER TRADITIONAL Logo
29.05.2020
29.05.2020
29.05.2020
    Information zum Feld
Bitte geben Sie hier einen Markennamen ein wie z.B. 'Nespresso'
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Mi Do
Zürich 9°C 26°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich gewitterhaft
Basel 10°C 28°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wolkig, aber kaum Regen gewitterhaft
St. Gallen 10°C 23°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wolkig, aber kaum Regen gewitterhaft
Bern 9°C 25°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig vereinzelte Gewitter gewitterhaft
Luzern 11°C 26°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig gewitterhaft gewitterhaft
Genf 14°C 26°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig vereinzelte Gewitter gewitterhaft
Lugano 17°C 26°C wolkig, aber kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig gewitterhaft anhaltender Regen
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten