Bundesrat sieht noch keine Notwendigkeit
SRG muss weiter auf Internetwerbung verzichten
publiziert: Freitag, 14. Sep 2012 / 14:45 Uhr / aktualisiert: Freitag, 14. Sep 2012 / 16:18 Uhr
Die SRG-Werberträge entwickelten sich in den letzten Jahren positiv.
Die SRG-Werberträge entwickelten sich in den letzten Jahren positiv.

Bern - Im Streit um die Internetwerbung kommt der Bundesrat den Verlegern entgegen: Die Schweizerischen Radio- und Fernsehgesellschaft SRG SSR darf weiter keine Onlinewerbung verkaufen. Im Gegenzug erlaubt es die Landesregierung der SRG, ihre Internetseiten publizistisch auszubauen.

Online Targeting, passende Zielgruppe zur richtigen Zeit
8 Meldungen im Zusammenhang
Eigentlich hätte sich der Bundesrat im Streit um die Onlinewerbung eine selbständige Einigung zwischen der SRG und den Verlegern gewünscht. Weil die Verhandlungen Ende Juni nach einem zweijährigen Streit in einer Sackgasse geendet waren, übernahm Medienministerin Doris Leuthard das Zepter.

Wie der Bundesrat nun entschied, muss die SRG auch künftig darauf verzichten, für ihre Internetseiten Werbung zu verkaufen. Angesichts der positiven Entwicklung der Werbeeinnahmen der SRG sei dieser Entscheid vertretbar. «Der SRG geht es nicht so schlecht», sagte Bundesrätin Doris Leuthard in Bern.

Kein endgültiger Entscheid

Sie werde die Geschäftszahlen der SRG aber im Auge behalten und wenn nötig auf diesen Entscheid zurückkommen, versprach die Medienministerin. Grundsätzlich sei der Bundesrat nämlich weiter davon überzeugt, dass die SRG mittelfristig auch im Internet kommerziell tätig sein müsse, «um die Gebührenzahler - und damit uns alle - zu entlasten». Denn die Werbeeinnahmen flössen immer mehr ins Internet ab.

Die Verleger, die sich mit aller Kraft dagegen gewehrt hatten, der SRG Werbung im Internet zu erlauben, erzielten mit dem Entscheid Leuthards einen Sieg. Allerdings nicht auf der ganzen Linie: Denn die Medienministerin will der SRG im Gegenzug erlauben, das publizistische Angebot im Internet auszubauen.

Innerhalb eines gewissen Spielraums soll die SRG künftig auf ihren Internetseiten auch Beiträge veröffentlichen dürfen, die keinen direkten Bezug zu ihren Radio- und Fernsehsendungen haben. «Es ist wenig sinnvoll, wenn die SRG Videos im Netz erst dann zeigen darf, wenn sie bereits in der Tagesschau gelaufen sind», sagte Leuthard.

Nur kurze Texte im Internet

Die Lockerung soll auch für Textbeiträge gelten, wegen der Konkurrenzsituation zu den Internetseiten der Printmedien allerdings unter strengen Auflagen. Für Leuthard ist es denkbar, die Textlänge auf rund 1000 Zeichen zu begrenzen.

Mehr Geld soll die SRG für die Online-Aktivitäten nicht erhalten. Die SRG beschäftige bereits heute eine Onlineredaktion, sagte die Medienministerin dazu.

Sie betonte, dass sie bei ihren Entscheiden vor allem die Sicht der Leserinnen, Zuhörer und Zuschauer einnehme. «Gerade das jüngere Publikum will everything, everytime, everywhere», sagte sie. Die SRG müsse doch auch eine Chance haben, sich diesem neuen Konsumverhalten anzupassen - um den Anschluss an die Konkurrenz wie Google oder Facebook nicht zu verlieren.

Gleichzeitig werde es den Service Public immer brauchen, zeigte sie sich überzeugt. Allerdings kann sich die Medienministerin vorstellen, diesen auch über das Internet zu verbreiten: «Das Service-Public-Bedürfnis bleibt dasselbe. Aber die Instrumente verändern sich.»

(bg/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Kommentieren Sie jetzt diese wirtschaft.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Zürich - In der Debatte rund um den Service Public fordern die Verleger ein Werbeverbot für das Schweizer Radio und Fernsehen. ... mehr lesen
Die SRG darf keine Online-Werbung verkaufen.
Bern - Die SRG SSR hat ihre Unternehmensstrategie überarbeitet. Darin wird die Stossrichtung für die künftige ... mehr lesen
Dank Internet nutzen viele Zuschauer zeitunabhängig und individuell Medienangebote und richten sich nicht mehr nach dem TV-Programm und den Sendezeiten.
Eveline Widmer-Schlumpf geisselt Indiskretionen im Journalismus.
Lausanne - Die Schweizer Medien sollten im härter werdenden Wettbewerb die faktengetreue Berichterstattung nicht über Bord ... mehr lesen 1
Bern - Die Verleger und die SRG haben sich im Streit um die Werbung im Internet nicht einigen können. Nun muss der Bundesrat ... mehr lesen
Doris Leuthard
Weitere Artikel im Zusammenhang
Zürich - Die privaten Medienhäuser und die SRG SSR wollen im umkämpften Online-Zukunftsmarkt aufeinander zugehen. Verlegerpräsident Hanspeter Lebrument und SRG-Präsident Raymond Loretan sind sich darin einig, dass in harten, aber fairen Diskussionen für beide Seiten akzeptable Lösungen möglich sind. mehr lesen 
Bern - Der Streit um Online-Werbung zwischen Verlegern und der SRG SSR ist noch nicht beigelegt. An einem Treffen von Anfang Woche in Zürich haben beide Seiten keine Lösung in der umstrittenen Frage gefunden, ob die SRG künftig Werbung im Internet publizieren darf. mehr lesen 
SRG darf vorläufig im Internet werben.
Bern - Den SRG-Sendern soll auf ihren Internet-Seiten kein Werbeverbot auferlegt ... mehr lesen
Wir sind ein auf die Vermarktung und Vermittlung von Medien der besonderen Art spezialisiertes Unternehmen.
Mediabox
Eichstrasse 25
8045 Zürich
Online Targeting, passende Zielgruppe zur richtigen Zeit
Werbeartikel
Die ManU-Fans spülen den «Red Devils» viel Geld in die Kasse.
Die ManU-Fans spülen den «Red Devils» viel Geld in die ...
Dank Fanartikel  Manchester United gelingt es immer besser, aus seiner immensen Popularität Profit zu schlagen. 
3,96 Mio. User haben Übertragung des Sportevents online mitverfolgt  New York/San Bruno - Der diesjährige Super Bowl brach mit knapp vier Mio. Zuschauern, die allein per ...  
Höchstspannung im 50. Super Bowl: Broncos Von Miller schlägt Carolinas Quarterback Cam Newton im letzten Viertel das Ei aus der Hand.
Broncos frenetisch gefeiert Die Denver Broncos sind in ihrer Heimatstadt begeistert für den Gewinn des Super Bowls gefeiert worden. Mehr als eine Millionen Menschen säumten ...
Lady Gaga verschlug allen den Atem Die Hollywood-Stars sind sich einig: Lady Gaga (29) hat einen unvergesslichen Auftritt beim 50. Super Bowl hingelegt.
Titel Forum Teaser
  • Midas aus Dubai 3761
    Glaub ich nicht Na dazu müsste man das TTIP-Abkommen aber ja auch erst mal lesen ... So, 07.02.16 11:23
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3722
    Abkommen TTIP ist das Beste was Europa passieren kann. Es braucht strenge ... Do, 04.02.16 09:55
  • Pacino aus Brittnau 710
    Zu spät . . . Die atomare Verseuchung ist beispielsweise im Irak, aber auch in Japan, ... Di, 19.01.16 07:52
  • HeinrichFrei aus Zürich 407
    Davos: Wird auch über eine weltweite atomare Abrüstung diskutiert? Wird in Davos auch über eine weltweite atomare Abrüstung diskutiert? ... Mo, 18.01.16 14:37
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3722
    Seit... dem Anschlag durch den Islamisten Merah ist die Rate an antisemitischen ... Mo, 11.01.16 17:52
  • Pacino aus Brittnau 710
    Rosarote Brille . . . Wir wären schon längst in der Lage, intelligentere Energiesysteme (auch ... Mo, 04.01.16 18:38
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3722
    Dass... die Chinesen in der Rüstungstechnologie noch deutlich hinterherhinken ... Do, 31.12.15 16:45
  • Kassandra aus Frauenfeld 1664
    Wind und Sonne kann man auch durch Sanktionen und Kriege nicht lahmlegen! Die ... Mo, 28.12.15 17:53
Doris Leuthard macht sich für erneuerbare Energien stark.
Green Investment Leuthard wirbt für erneuerbare Energien London/Bern - Auf ihrem Arbeitsbesuch in ...
Es ist wichtig, den richtigen Umgang mit den eigenen Daten zu lernen.
Startup News Eigene Daten richtig schützen - Methoden und Programme zum Datenschutz Das Internet hat die wichtigsten Bereiche des alltäglichen Lebens übernommen, sei es Online Banking, Familienerinnerungen, soziales ...
Jedes dritte KMU in Deutschland hat 2011-2013 Energie eingespart.
KMU-Magazin Research Energiewende ist im Mittelstand angekommen Die kleinen und mittleren Unternehmen sind auf ...
TV-Spots im Internet - Keep it simple and easy!
AdSpot GmbH
Eichstrasse 25
8045 Zürich
Werbung an Fachhochschulen und Universitäten in Europa
Go! Uni-Werbung AG
Rosenheimstrasse 12
9008 St. Gallen
Wir stellen Kontakte her
Publicitas AG
Mürtschenstrasse 39
8010 Zürich
Übersetzungen und Texte für bessere Werbung
 
Wettbewerb
   
Die geladenen Gäste werden eine Fahrt durch den mit 57 Kilometern längsten Bahntunnel der Welt machen.
Gotthard-Basistunnel  Bern - 160'000 Personen haben sich bis zum Ablauf des Wettbewerbs für Fahrkarten in jenen beiden Zügen beworben, die am 1. ...
Eröffnungsfahrt zu gewinnen  Bern - Wer am 1. Juni 2016 in einem der beiden Züge, die den Gotthard-Basistunnel eröffnen, mitfahren will, kann sich nun um Fahrkarten bewerben. ...
Stellenmarkt.ch
Wirtschaft Marken
   Marke    Datum
IG Zöliakie der Deutschen Schweiz Logo
10.02.2016
09.02.2016
09.02.2016
m MULTIWAVE Logo
08.02.2016
M MASTER CHRONOMETER Logo
08.02.2016
    Information zum Feld
Bitte geben Sie hier einen Markennamen ein wie z.B. 'Nespresso'
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
FR SA SO MO DI MI
Zürich -3°C 1°C leicht bewölkt bewölkt, wenig Schneefall bewölkt, wenig Schneefall bewölkt, wenig Schneefall bewölkt, wenig Schneefall bewölkt, wenig Schneefall
Basel -3°C 1°C bewölkt, wenig Schneefall bewölkt, wenig Schnee, Schneeregen oder Regen bewölkt, wenig Schnee, Schneeregen oder Regen bewölkt, wenig Schnee, Schneeregen oder Regen bewölkt, wenig Schnee, Schneeregen oder Regen bewölkt, wenig Schnee, Schneeregen oder Regen
St.Gallen -1°C 4°C leicht bewölkt, wenig Schnee, Schneeregen oder Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen
Bern -1°C 3°C bewölkt, wenig Schnee, Schneeregen oder Regen bewölkt, Regen bewölkt, Regen bewölkt, Regen bewölkt, Regen bewölkt, Regen
Luzern -1°C 6°C leicht bewölkt bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen
Genf 0°C 5°C bewölkt, wenig Schnee, Schneeregen oder Regen bewölkt, Regen bewölkt, Regen bewölkt, Regen bewölkt, Regen bewölkt, Regen
Lugano 2°C 6°C leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen
mehr Wetter von über 6000 Orten