Verteidigung des Euros
SNB steigert Devisenreserven massiv
publiziert: Freitag, 6. Jul 2012 / 10:04 Uhr / aktualisiert: Freitag, 6. Jul 2012 / 15:39 Uhr

Zürich - Die Schweizerischen Nationalbank (SNB) hat für die Verteidigung des Euro-Mindestkurses im Juni erneut tief in die Tasche greifen müssen. Die Devisenreserven der Nationalbank sind erneut markant angestiegen.

Schweizer Kredit online beantragen
5 Meldungen im Zusammenhang
Bis Ende Juni sind die Devisenbestände im Vergleich zu Ende Mai um rund 59 Mrd. Fr. auf 365 Mrd. Fr. geklettert, wie aus den von der SNB an den Internationalen Währungsfonds (IWF) übermittelten Zahlen vom Freitag hervor geht. Das ist ein neuer Rekord.

Aus den Zahlen lässt sich nicht genau ablesen, wie viele Devisen die SNB zur Durchsetzung des Wechselkursziels von mindestens 1,20 Franken pro Euro kaufen musste. Der Anstieg des Devisenbestandes um 19 Prozent ist aber zum grössten Teil auf solche Devisenkäufe zurückzuführen, wie ein SNB-Sprecher der Finanznachrichtenagentur AWP sagte.

60 bis 70 Mrd. Fr. für Euro-Käufe

Experten schätzen, dass die Nationalbank zwischen 60 Mrd. und 70 Mrd. Fr. für die Verteidigung des Euro-Mindestkurses eingesetzt haben dürfte. Denn im Monat Juni hätten sich Dollar und Yen gegenüber dem Franken abgeschwächt.

Das heisse, dass ohne Interventionen der SNB die Devisenreserven der Nationalbank gesunken wären, sagte UBS-Währungsspezialist Thomas Flury im Gespräch mit der Nachrichtenagentur sda.

Bereits im Mai waren die Reserven um rund 66 Mrd. Fr. angestiegen. Schätzungen zufolge entfielen damals rund 60 Mrd. Franken auf Devisenkäufe. Der Rest ergab sich aus Bewertungsveränderungen.

Druck bleibt hoch

«Es ist davon auszugehen, dass Aufwertungsdruck auf den Franken hoch bleibt», sagte Credit-Suisse-Ökonom Björn Eberhardt. Denn die Wirtschaft in der Euro-Zone sei angeschlagen, die Unsicherheit weiterhin hoch. «Solange dies der Fall ist, bleibt der Franken eine attraktive Fluchtwährung für Anleger aus dem Ausland», sagte Eberhardt.

Zudem hatte die Europäische Zentralbank (EZB) wegen der Schuldenkrise und Konjunkturflaute am Vortag den Leitzins für die Währungsunion von 1,0 auf das Rekordtief von 0,75 Prozent gesenkt. Damit liegt der Leitzins erstmals seit der Einführung des Euro 1999 unter 1 Prozent.

Das nach dem EZB-Entscheid vom Donnerstag tiefere Zinsniveau macht Anlagen in der Euro-Zone noch unattraktiver, was Anleger vermehrt in den Franken treiben könnte, auch wenn in der Schweiz das Zinsniveau noch tiefer liegt. Der 3-Monate-Franken-Libor lag am Freitag bei 0,08 Prozent.

(bert/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Kommentieren Sie jetzt diese wirtschaft.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Bern - Die Schweiz soll sich an einer Aufstockung der Mittel für den Internationalen Währungsfonds (IWF) beteiligen. Der ... mehr lesen
Für die Differenz hatte Finanzministerin Eveline Widmer-Schlumpf eine Erklärung. (Archivbild)
Devisenreserven der SNB erstmals seit Februar gesunken
Zürich/Bern - Die Devisenreserven der Schweizerischen Nationalbank (SNB) haben im Oktober erstmals seit acht ... mehr lesen
Zürich/Bern - Um den Euro-Mindestkurs zu verteidigen, hat die Schweizerische Nationalbank (SNB) auch im Juli stark im Devisenhandel intervenieren müssen. Sie hat für weitere 41,4 Mrd. Fr. ausländische Währungen erworben. mehr lesen 
Avers GR - Bundespräsidentin Eveline Widmer-Schlumpf warnt in ihrer 1.-August-Ansprache vor den Auswirkungen der Euro-Krise. ... mehr lesen
Eveline Widmer-Schlumpf fordert Weitblick.
Bern - Die Schweizerische Nationalbank (SNB) weist für das erste Halbjahr einen Konzerngewinn von 6,5 Mrd. Franken aus. Hauptgrund dafür sind die Gewinne auf den Fremdwährungspositionen. Diese beliefen sich auf 5,1 Mrd. Franken. mehr lesen 
Der Chef des Europäischen Rettungsfonds (ESM), Klaus Regling. (Archivbild)
Der Chef des Europäischen Rettungsfonds ...
Chef des europäischen Rettungsfonds  Berlin - Der Chef des Europäischen Rettungsfonds (ESM), Klaus Regling, warnt vor einer Staatspleite Griechenlands. «Die Zeit wird knapp», sagte Regling der Zeitung «Bild» (Dienstagausgabe) laut Vorabbericht. 
Angela Merkel und Frankreichs Präsident François Hollande diskutierten mit Alexis Tsipras.
Zwei stündige Diskussion mit Tsipras Riga - Bundeskanzlerin Angela Merkel und Frankreichs Präsident François Hollande haben in Riga mehr als zwei Stunden mit dem ...
Griechenland rechnet mit schneller Einigung mit Geldgebern Athen - Das lange Tauziehen rund um das griechische ...
Ein Drittel gibt zu: Fehlverhalten weiterhin an der Tagesordnung  New York/Notre Dame - Das Verhalten der Finanzprofis an der New Yorker Wall Street hat sich seit dem Ausbruch der Wirtschaftskrise 2008 zwar ...  
Die nächste Blase ist bereits im Anmarsch.
Die UBS gab bekannt, sich im Fall der Manipulationen der Devisenmärkte mit den US-Behörden geeinigt zu haben.
Knapp sechs Milliarden Dollar  New York - Sechs Banken werden von Behörden in den USA und Grossbritannien für ihre ...   1
Titel Forum Teaser
Der Abflug wurde schon mehrmals verschoben.
Green Investment «Solar Impulse» sitzt in China fest Nanjing - Schlechtes Wetter hält das Schweizer ...
Es ist wichtig, den richtigen Umgang mit den eigenen Daten zu lernen.
Startup News Eigene Daten richtig schützen - Methoden und Programme zum Datenschutz Das Internet hat die wichtigsten Bereiche des alltäglichen Lebens übernommen, sei es Online Banking, Familienerinnerungen, soziales ...
Jedes dritte KMU in Deutschland hat 2011-2013 Energie eingespart.
KMU-Magazin Research Energiewende ist im Mittelstand angekommen Die kleinen und mittleren Unternehmen sind auf ...
Stellenmarkt.ch
Wirtschaft Marken
   Marke    Datum
TELUGU NRI FORUM Logo
26.05.2015
FREEWORKING Logo
22.05.2015
autobooker.com Car Rental Experts Logo
21.05.2015
21.05.2015
21.05.2015
    Information zum Feld
Bitte geben Sie hier einen Markennamen ein wie z.B. 'Nespresso'
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
MI DO FR SA SO MO
Zürich 5°C 11°C leicht bewölkt leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
Basel 2°C 13°C leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
St.Gallen 5°C 13°C leicht bewölkt leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
Bern 5°C 17°C leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
Luzern 8°C 16°C leicht bewölkt leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
Genf 9°C 19°C leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
Lugano 17°C 25°C leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
mehr Wetter von über 6000 Orten