SNB hat 2006 die Zinsschraube zugedreht
publiziert: Montag, 26. Feb 2007 / 17:39 Uhr / aktualisiert: Montag, 26. Feb 2007 / 18:54 Uhr

Zürich - Die Schweizerische Nationalbank (SNB) hat im Jahr 2006 die Zinsschraube vor dem Hintergrund der guten Konjunktur angezogen. Die Zinserhöhungen sind aus der Sicht der SNB moderat und in regelmässigen Zeitabschnitten erfolgt.

Die SNB hatte in regelmässigen Abstanden die Zinsen von 1,5 bis 2,5 Prozent erhöht.
Die SNB hatte in regelmässigen Abstanden die Zinsen von 1,5 bis 2,5 Prozent erhöht.
Im Umfeld des konjukturellen Aufschwungs habe die SNB den Prozess der Normalisierung der Geldpolitik fortgesetzt, heisst es in dem veröffentlichten Rechenschaftsbericht der SNB. Sie hob das Zielband für den Dreimonats-Libor in vier gleichen Schritten auf 1,5 bis 2,5 Prozent an.

2005 habe die Nationalbank Flexibilität bewiesen, indem sie die Normalisierung ihres geldpolitischen Kurses vorübergehend ausgesetzt hatte. Ende 2005 waren die Anzeichen einer kräftigen und nachhaltigen Erholung so deutlich geworden, dass die Nationalbank ihre zuvor eingeschlagene Geldpolitik wieder fortsetzte.

Preisstabilität

Die Normalisierung sollte Preisstabilität mittel- und langfristig gewährleisten und dabei die wirtschaftlichen Bedingungen bestmöglich berücksichtigen, heisst es.

Als kurz- und mittelfristige Risiken erachtete die SNB die Unwägbarkeiten der Erdölpreise sowie die unsichere weltweite und schweizerische Konjunkturentwicklung. Europa und die Schweiz hätten dabei keine grossen Sorgen bereitet, doch in den USA habe es Anzeichen für eine stärkere Verlangsamung gegeben.

Schwankungen der Erdölpreise

Der Verlauf der Preisindizes sei in hohem Masse von den Schwankungen der Erdölpreise beeinflusst gewesen, heisst es. Die Kerninflation kletterte von 0,6 Prozent im Januar auf 1,2 Prozent im August und lag im Dezember bei 0,9 Prozent. Sie widerspiegle eine verhaltene Preisdynamik im Jahr 2006.

Die SNB verfügte Ende 2006 über Währungsreserven von 78 Mrd. Franken, heisst es weiter. Davon entfielen 32 Mrd. Franken auf Gold und 46 Mrd. Franken auf Devisenreserven. Dazu kommen 32 Mrd. Franken in Form von Forderungen aus Repogeschäften und Obligationsanlagen.

(fest/sda)

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