Geldpolitik
SNB belässt Leitzins unverändert
publiziert: Donnerstag, 13. Dez 2012 / 09:34 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 13. Dez 2012 / 16:46 Uhr
Nationalbank bleibt bei extremer Geldpolitik
Nationalbank bleibt bei extremer Geldpolitik

Bern - Die Schweizerische Nationalbank (SNB) führt den Ausnahmezustand bei ihrer Geldpolitik fort: Der Leitzins bleibt 0 bis 0,25 Prozent und auch der Euro-Mindestkurs von 1,20 Fr. wird mit aller Konsequenz beibehalten. Dies soll die Schweizer Wirtschaft auch 2013 in Schwung halten.

6 Meldungen im Zusammenhang
«Die internationale Unsicherheit wird auf absehbare Zeit anhalten», sagte SNB-Präsident Thomas Jordan am Donnerstag vor den Medien in Bern. Dies treibe die Nachfrage nach sicheren Anlagen wie dem Franken, der nach wie vor hoch bewertet sei.

Die Wechselkurslage bleibe fragil, auch wenn durch die Ankündigung der Europäischen Zentralbank (EZB), unter bestimmten Bedingungen unbegrenzt Staatsanleihen notleidender Eurostaaten zu kaufen, «eine Beruhigung eingetreten ist». Seither notiert der Euro klar über dem Mindestkurs.

Die SNB könne aber nicht ausschliessen, dass sie nach den umfassenden Devisenkäufen von Mai bis September auch künftig wieder in grösserem Umfang intervenieren müsse. Und wenn nötig seien jederzeit weitere Massnahmen möglich, bekräftigte Jordan frühere Aussagen.

Die von den Grossbanken Credit Suisse und UBS bekannt gegebenen Negativzinsen respektive Sondergebühren auf grossen Frankenguthaben von institutionellen Anlegern wirkten in die gewünschte Richtung einer Bilanzreduktion. Inwiefern die SNB hierzu gedrängt hat, liess Jordan offen.

Euro-Mindestkurs weiterhin nötig

Der von Jordan unlängst als Extremmassnahme bezeichnete Euro-Mindestkurs bleibe nötig, weil eine Aufwertung des Frankens die Preisstabilität gefährden würde und schwerwiegende Folgen für die Schweizer Wirtschaft hätte.

Durch ihre Eingriffe konnte die SNB bislang ein Überschwappen der Schuldenkrise eindämmen. Im laufenden Quartal dürfte sich das Schweizer Wirtschaftswachstum laut SNB aber deutlich verlangsamen, nachdem es im dritten Quartal überraschend stark angestiegen war.

Im Jahr 2012 dürfte das Wachstum somit wie erwartet rund 1 Prozent betragen, sagte Jordan. Für 2013 erwartet die Nationalbank trotz der leichten Rezession in der Eurozone ein Wachstum von 1 bis 1,5 Prozent.

Trotz der sperrangelweit offenen Geldschleusen sieht die SNB weiterhin keine Inflationsgefahr: Nach einem Rückgang der Konsumentenpreise um 0,7 Prozent im laufenden Jahr, dürfte der Preisrückgang im nächsten Jahr 0,1 Prozent betragen und 2014 wieder eine leichte Teuerung von 0,4 Prozent einsetzen. Damit bleibt der Preisanstieg aber deutlich unter der Warnschwelle von 2 Prozent.

Fehlentwicklungen auf Immobilienmarkt

Das sehr billige Geld hat aber unerwünschte Folgen: Die Fehlentwicklungen auf dem Hypothekar- und Immobilienmarkt haben sich wieder vergrössert, wie SNB-Vizepräsident Jean-Pierre Danthine sagte.

Mehrere Banken hätten zwar ihre Risikobereitschaft bei der Hypothekenvergabe reduziert, andere hätten sich aber grösseren Risiken ausgesetzt. Namen nannte Danthine nicht.

Die SNB beobachte die Entwicklung aufmerksam. Dabei prüfe sie regelmässig, ob ein antizyklischer Kapitalpuffer aktiviert werde solle. Darüber müsste der Bundesrat definitiv entscheiden.

(alb/sda)

Kommentieren Sie jetzt diese wirtschaft.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Ein höherer Hypothekarzins wird nicht kommen.
Bern - Der Immobilienmarkt bereitet der Schweizerischen Nationalbank (SNB) weiterhin Sorgen. Direktoriumsmitglied Fritz Zurbrügg hielt sich in einem Interview mit der Sendung «ECO» ... mehr lesen
Bern - Die Schweizerische Nationalbank (SNB) hält weiterhin an ihrer expansiven Geldpolitik fest: Die SNB belässt das Zielband für den massgeblichen Dreimonats-Libor unverändert bei 0,0 bis 0,25 Prozent, wie sie am Donnerstag mitteilte. mehr lesen 
Weitere Artikel im Zusammenhang
Zürich/Bern - Die Schweizerische ... mehr lesen
Keine Überraschung bei der SNB.
1,2 Millionen US-Dollar wurden nach Argentinien überwiesen.
1,2 Millionen US-Dollar wurden nach Argentinien ...
Konto auf Bahamas aufgegeben  Buenos Aires - Der argentinische Präsident Mauricio Macri will sein auf den Bahamas geparktes Geld nun in Staatsanleihen in der Heimat investieren. Er habe den Verwalter des Kontos angewiesen, die 1,2 Millionen US-Dollar aus der Karibik nach Argentinien zu überweisen. mehr lesen 
Fassungslos und tief erschüttert  Zürich - Der ehemalige Zurich-Chef Martin Senn hat sich das Leben genommen. Er wurde 59 ... mehr lesen  
Senn war sechs Jahre lang Zurich-Chef.
Janet Yellen hat die Märkte auf die Zinserhöhung vorbereitet.
Geldpolitische Straffung  Washington - US-Notenbankchefin Janet Yellen hat die Märkte auf eine baldige Zinserhöhung vorbereitet. Wahrscheinlich sei eine geldpolitische Straffung «in den kommenden Monaten ... mehr lesen  
Hohe Bankgebühren  Bern - Bankkunden sehen oft davon ab, ihr Konto aufzulösen oder ihre Wertschriften zu transferieren. Schuld daran sind die Gebühren der ... mehr lesen  
Banken haben die Erwartungen nicht erfüllt.
Titel Forum Teaser
  • keinschaf aus Wladiwostok 2826
    grüezi Wie lasterhaft Mitleid mitunter sein kann, beweisen Sie doch gerade ... Mo, 26.12.16 20:05
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Vom Tode träumt ein negrophiles Schäfchen doch ständig. Wenn tausende Frauen in England ... Mi, 28.09.16 11:58
  • HentaiKamen aus Volketswil 1
    Kommt wieder Aber leider eine RIESEN Verlust für Leser wie mich die nicht mit dem ... Sa, 13.08.16 01:13
  • keinschaf aus Wladiwostok 2826
    sogar nach dem Tode hat die Kassandra noch die grösste Schnauze... jaja, diese ... Fr, 12.08.16 16:30
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Wow, wie hat sich die gute Kubra gemausert! Ich danke auch Ihnen ganz persönlich für die vielen harten und ... Mi, 20.07.16 20:25
  • Pacino aus Brittnau 731
    Übrigens, wusstet ihr schon . . . . . . dass die Foren von AZ (Wanner), 20min. und Schweizer Fernsehen ... Mi, 29.06.16 15:20
  • PMPMPM aus Wilen SZ 235
    Und jetzt? Ist noch online...? Liebes news-Team, schade ist die Situation so, dass etwas aufhören ... Di, 28.06.16 22:43
  • kubra aus Berlin 3232
    Danke für die gelebte Pressefreiheit. Damit mein ich durchaus auch den ... Di, 28.06.16 16:09
.
Green Investment news.ch geht in Klausur Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in ... 21
EasyGov.swiss vereinfacht die Bürokratie für Startups
Startup News EasyGov.swiss vereinfacht die Bürokratie und die Finanzierung für Startups Viele Gründerinnen und Gründer wünschen sich, dass der Austausch mit den Behörden einfacher und schneller abgewickelt werden ...
Jedes dritte KMU in Deutschland hat 2011-2013 Energie eingespart.
KMU-Magazin Research Energiewende ist im Mittelstand angekommen Die kleinen und mittleren Unternehmen sind auf ...
 
News
         
Schlüsseldienste versprechen bei einer Aussperrung schnelle und kompetente Hilfe.
Publinews Binnen weniger Sekunden ist es passiert: Die Tür fällt hinter Ihnen ins Schloss, und der Schlüssel befindet sich im Inneren des Hauses. ... mehr lesen
Eine Haustür kann mit Zusatzschlössern, Querriegeln und Schutzbeschlägen nachgerüstet werden.
Publinews Nach dem Erwerb einer Immobilie ist eine Bestandsaufnahme sinnvoll, um zu ermitteln, ob Sanierungsbedarf vorhanden ist. Für die betroffenen ... mehr lesen
Weltweite Einsetzbarkeit, hohe und bargeldlose Zahlungssicherheit - die Kreditkarte überzeugt seit jeher mit vielseitigen Vorteilen.
Publinews Immer häufiger kommt sie in Alltag, Urlaub oder bei der Arbeit zum Einsatz. Kein Wunder, denn sie bietet eine Vielzahl an Leistungen und Extras. Die Kreditkarte existiert ... mehr lesen
Wer sich als Unternehmen der Online-Welt verschliesst, der grenzt damit auch wichtige Kunden und Absatzkanäle aus.
Publinews Dass sich grosse Unternehmen es sich nicht nehmen lassen, umfangreichen Online-Aktivitäten nachzugehen, ist heute selbstverständlich. Kleinere und mittlere Unternehmen, ... mehr lesen
Wohnung putzen? Gönnen Sie sich eine professionelle Reinigungsfirma.
Publinews Es mag tatsächlich Menschen geben, die meinen, dass das Putzen der Wohnung oder des Hauses ihnen einen grossen Spass bereitet. Wenn man zu diesen Menschen ... mehr lesen
Damit man herausfinden kann, welche Sanierungsarbeiten getätigt werden müssen, muss man einen Sachverständigen beauftragen.
Publinews Wenn der Putz bröckelt und der Wind durch die alten Fenster pfeift, dann wird es so langsam an der Zeit das Haus zu sanieren. Unter Sanierung wird die Wiederherstellung des Bauwerks ... mehr lesen
Schulkids
Publinews Vielleicht kennen Sie den Klassiker aus den 1980 er Jahren, in dem der österreichische Popsänger Falco den Titel «Nie mehr Schule» anklingen liess. Damals wie heute für viele Kinder und ... mehr lesen
Videos werden in Zeiten der Digitalisierung immer wichtiger - der User favorisiert dieses Medium.
Publinews Die Digitalisierung ist auf dem Vormarsch und bringt den Menschen wie den Unternehmen wunderbare Möglichkeiten. Viele Tätigkeiten werden ... mehr lesen
Viele Offshore Firmen für Aktenschränke und andere Produkte haben sich in der Schweiz niedergelassen.
Publinews Im Jahr 2018 ist die Schweizer Wirtschaft kräftig gewachsen. Doch waren die guten Resultate im zweiten Halbjahr eher verhalten. Seit diesem ... mehr lesen
Stellenmarkt.ch
Wirtschaft Marken
   Marke    Datum
17.09.2019
17.09.2019
17.09.2019
TREECOIN Logo
17.09.2019
17.09.2019
    Information zum Feld
Bitte geben Sie hier einen Markennamen ein wie z.B. 'Nespresso'
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Do Fr
Zürich 13°C 19°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig sonnig
Basel 11°C 20°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig sonnig
St. Gallen 11°C 16°C wechselnd bewölktleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig sonnig
Bern 12°C 18°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig sonnig
Luzern 15°C 18°C wechselnd bewölktleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich recht sonnig
Genf 15°C 20°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig sonnig
Lugano 17°C 24°C gewitterhaftleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Wolkenfelder, kaum Regen recht sonnig
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten