SGB kritisiert hohe Managerlöhne
publiziert: Dienstag, 29. Apr 2008 / 11:08 Uhr

Bern - Unter dem Motto «Sozialer Fortschritt - jetzt!» verlangt der Schweizerische Gewerkschaftsbund (SGB) im Hinblick auf den Tag der Arbeit massvolle Fixlöhne für Manager, ein flexibles Rentenalter und eine Stärkung der AHV.

Die Lohnerhöhungen für Kader der Bundesverwaltung sorgen für Kritik.
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Nach den Verlusten der Schweizer Grossbanken mit amerikanischen Ramschhypotheken verlangt der SGB, dass vor allem bei der Lohnpolitik Konsequenzen gezogen werden. Die Spitzenlöhne der Manager müssten zurückgenommen werden, sagte SGB-Präsident Paul Rechsteiner laut Redetext in Bern vor den Medien.

Der SGB-Präsident kritisierte zudem, dass die «perversen Lohnsteigerungen für Manager» nun auch auf die Bundesbetriebe übergegriffen hätten. Dies bei gleichzeitigem Druck auf die Arbeitsbedingungen der Mehrheit der Beschäftigten, etwa bei SBB und Post.

AHV entscheidend für Ausgleich

Der Gewerkschaftsbund fordert zum 1. Mai nicht nur vernünftigere Spitzenlöhne, sondern auch eine Stärkung der AHV. Nicht alle Rentner und Rentnerinnen seien reich, wie dies kürzlich eine Studie der Universität Genf behauptet habe, sagte SP-Nationalrätin Christine Goll, Präsidentin der Gewerkschaft vpod.

Eine andere Studie zeige nämlich auf, wie wichtig die AHV als Einkommensquelle sei. Die tiefen Einkommen lebten fast zu 90 Prozent von der AHV und von den Ergänzungsleistungen, die mittleren Einkommen deutlich mehr als die Hälfte. Ohne AHV wären die Einkommensunterschiede unter den Rentern noch gravierender.

(ht/sda)

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