SGB fordert mehr Geld für kleine Leute
SGB: Lohnschere in der Schweiz öffnet sich
publiziert: Mittwoch, 5. Jan 2011 / 10:21 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 5. Jan 2011 / 13:53 Uhr
Weiter vorantreiben will der SGB auch das Projekt AHVplus.
Weiter vorantreiben will der SGB auch das Projekt AHVplus.

Bern - Der Schweizerische Gewerkschaftsbund (SGB) fordert mehr Geld für Arbeitnehmende mit kleinen und mittleren Einkommen. Während Reiche zunehmend mehr verdienten, bleibe ärmeren Menschen immer weniger zum Leben, kritisierten die Gewerkschafter an der SGB-Jahresmedienkonferenz.

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Die SGB-Ökonomen untersuchten das Haushaltsbudget einer vierköpfigen Familie: Diese hatte nach Abzug von Steuern, Gebühren, Wohnkosten und Krankenkassenprämien für das ganze Jahr 2008 rund 1400 Franken weniger im Portemonnaie als noch im Jahr 2000. Heute, im Jahr 2011, verfügten die Leute über noch weniger Geld, sagte der neue Leiter des SGB-Zentralsekretariats, Daniel Lampart, in Bern.

Das grösste Loch ins Portemonnaie reissen gemäss SGB die Krankenkassenprämien und die Wohnkosten: Zwischen 2000 und 2008 erhöhten sich die Prämien für eine vierköpfige Familie im Schnitt um 2700 Franken pro Jahr. Gleichzeitig verteuerte sich der Wohnraum um jährlich 2100 Franken. Die Löhne nahmen im Durchschnitt zwar ebenfalls zu, nach SGB-Feststellungen aber nicht genug.

Steigende Wohnkosten

Ein Ende dieser Entwicklung ist laut Lampart nicht abzusehen: «Die Wohnkosten steigen weiter an.» Ein Grund dafür ist, dass die Wohnbevölkerung stärker wächst als der Wohnungsbestand. «Vor allem in den Agglomerationen wird es für Familien immer schwieriger, eine bezahlbare Wohnung zu finden», erklärte der Ökonom.

Als Gegenmittel müsse der gemeinnützige Wohnungsbau gefördert werden, sagte Lampart. Die Schweiz brauche mindestens 100'000 zusätzliche bezahlbare Wohnungen.

Ungleiche Entwicklung

Während sich die kleinen Leute mit Geldsorgen herumschlagen müssten, explodierten gleichzeitig die Löhne der Reichen, erklärte SGB-Präsident Paul Rechsteiner. Wer einmal reich sei, der profitiere zusätzlich von Privilegien im Steuerbereich, «die Normalsterblichen nicht offen stehen».

Diese Entwicklung will der SGB in den nächsten Jahren weiter bekämpfen: Die Gewerkschafter präsentierten dazu vier Strategien. Ende Januar beginnt die Unterschriftensammlung für die Mindestlohn-Initiative.

Mit dem Volksbegehren wollen die Gewerkschafter sämtliche Löhne entweder durch einen Gesamtarbeitsvertrag oder einen gesetzlichen Mindestlohn von 22 Franken pro Stunde absichern.

(ade/sda)

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Gewerkschaftspräsident Paul Rechsteiner.
Gewerkschaften
Es waren die Gewerkschaften die den billateralen Verträgen nur unter der Bedingung zugestimmt haben, dass es massive Flankierene Massnahmen gibt. Die haben sich bis jetzt meistens recht gut bewärt. Ein Mindestlohn wäre ein Ergänzung um eben genau das zu verhindern, was sie befürchten.

Ja die Geiz ist Geil Mentalität sollte sich bei uns nicht durchsetzen. Da richtet man gewaltige Schäden an.
Es geht um den Mindestlohn
Den gibt es in vielen Staaten. Deutschland ist das beste Beispiel was passiert wenn man ihn nicht hat. Der Staat oder die Sozialwerke bezahlen die Unternehmen, dass sie Leute einstellen, die dann mit dem Hungerlohn und der Unterstützung gerade so über die Runden kommen. In der Schweiz ist es noch lange nicht so weit, aber darum ist es besser der Entwicklung einhalt zu gebieten, bevor der Karren im Dreck steckt. Der Staat soll Rahmenbedingungen schaffen die eine gute Entwicklung der Wirtschaft ermöglicht. Aber wenn was schief läuft soll und muss der Staat eingreifen. Erstens weil die Allgemeinheit die Scherben sowieso zusammenkehren muss, zweitens muss er verhinden das es zu solchen sozialen Verwerfungen kommt, wie man sie teilweise in Staaten sieht, die nur auf die Marktgesetze setzen.

Wo hat die EU eingegriffen? Griechenland? Ja gut, das war wohl eine Entscheidung zwischen Cholera und Pest. Die Zunkunft wird zeigen was richtig gewesen wäre
Politik soll Rahmenbedingungen schaffen
Staatliche Eingriffe in das Wirtschaftssystem sind nie von gutem, das beweist uns aktuell die EU. Die Politik ist da, um vernünftige Rahmenbedingungen zu setzen. (Boni-) Exzesse müssen verunmöglicht werden, weil die Gier leider auf andere Art nicht mehr eingedämmt werden kann. Dies kann man z.B. mit der Erhöhung des Eigenkapitals erreichen, dann sind die horrenden Gewinne Vergangenheit und berechtigen auch nicht mehr zu derart obszönen Boni. 2011 ist Wahljahr, da können wir bestimmen, wer unsere Interessen vertreten soll in Bern. Zudem ist nach wie vor die Abzockerinitiative hängig, die zwar bis zum geht nicht mehr verschleppt wird, aber irgendwann trotzdem dem Volk zur Abstimmung unterbreitet werden muss.
Gewerkschaften
Es kommen immer mehr Menschen ohne Bildung nach Westeuropa.

Es hat immer weniger Arbeit, da immer mehr maschinell erledigt wird. Viele Menschen können und wollen sich keine Qualität leisten. Da wird gespart. Es wird so lange gespart, bis es noch mehr Menschen ohne Arbeit gibt.

Zu allem Leid waren auch die Gewerkschaften dafür, dass die Menschen aus dem Osten zu uns arbeiten kommen dürfen; Das Resultat: Lohndrückerei.

Es gibt auch Menschen, die haben das Gefühl, dass die Menschen aus dem Ausland gut für unsere Sozialkassen sind. Nur wenn es schon für die Menschen wo hier sind schon zu wenig Arbeit hat, womit erklärt man uns dann, dass es noch mehr Ausländer braucht?
Leider
Das wäre super wenn das so funktionieren würde, bis vor einigen Jahren hat es auch noch funktioniert. Da war es klar, wenn es dem Betrieb gut geht, geht es auch den Angestellten gut. Da brauchte es keine starken Gewerkschaften. Das hat sich geändert und leider gibt es immer noch keine starken Gewerkschaften.

Ich denke auch nicht, dass ein Mindestslohn das Problem
lösen würde, er würde aber die Spirale nach unten etwas bremsen. Wegen den Boni, die Schweiz hat eine Bürgerliche Mehrheit im Parlament. Bonisteuern können Sie vergessen. Sie erhöhen sich ja auch nicht selbst die Steuern. Das ist eben so wenn ein Land von der Wirtschaft und den Reichen beherrscht wird.
berechtigte Forderung aber der falsche Weg
Dieser Artikel aus cash passt in dieses Bild: http://www.cash.ch/news/topnews/warum_banker_so_viel_geld_verdienen-98.... Was tun die Banker "besser" als andere? Sie arbeiten mit unserem Geld und verspekulieren es. Zudem ist unsere Politik nicht bereit, gegen die Boni-Exzesse etwas zu unternehmen. Das Thema wird wie eine heisse Kartoffel auf die lange Bank. geschoben. Eine Umverteilung des wirtschaftlichen Erfolgs tut not. Es ist eine schwierige Aufgabe, die den Gewerkschaften bevorsteht. Die Lohnverhandlungen müssen mit aller Härte geführt werden, ev. sogar mit Kampfmassnahmen. Aber bitte nicht nach dem alten Modell, indem am Schluss der Staat zahlen oder Vorschriften machen soll. Dies ist ausschliesslich Sache der Sozialpartner und nicht der Allgemeinheit.
Knapp zwei von fünf Plattformdienstleistenden verdienen jährlich weniger als 1000 Franken.
Knapp zwei von fünf ...
Crowdworking im Jahr 2019  2019 gaben 0,4% der Bevölkerung an, in den letzten 12 Monaten internetbasierte Plattformarbeit geleistet zu haben. Dabei wird die dienstleistende Person via eine Internetplattform mit der Kundin oder dem Kunden verbunden und die Bezahlung erfolgt (in der Regel) über die Plattform. Nach Tätigkeitsbereich betrachtet haben 0,1% der Bevölkerung Taxidienste geleistet und 0,3% andere Dienstleistungen (Programmierung, Essenlieferdienste, Reinigungsarbeit, usw.) ausgeführt. Etwas häufiger wurde durch 0,6% der Bevölkerung über Internetplattformen eine Unterkunft vermietet. 0,8% der Bevölkerung haben via eine Internetplattform Waren verkauft, die extra dafür gesammelt, gekauft oder produziert worden sind. mehr lesen 
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