SBB-Cargo-Mitarbeiter in Freiburg sind enttäuscht
publiziert: Freitag, 16. Mai 2008 / 19:10 Uhr

Freiburg - Die Mitarbeitenden des Kunden-Servicecenters von SBB Cargo in Freiburg sind «zutiefst enttäuscht». Die Vereinbarung zwischen der SBB und dem Kanton Freiburg bedeute das Aus für das Call-Center und biete den Betroffenen keine Alternativen.

Das Personal in Freiburg sei «resigniert».
Das Personal in Freiburg sei «resigniert».
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Das häufigste Wort an der Personalversammlung am Mittag war «Resignation», wie die Eisenbahnergewerkschaft SEV mitteilte.

Der Ärger über das Vorgehen der SBB sei riesig, aber der Glaube an weitere Erfolge mit Kampfmassnahmen sei nicht vorhanden.

Das Personal sei der Meinung, dass es jetzt sinnvoller sei, die gewerkschaftliche Energie dafür einzusetzen, für die Betroffenen die bestmöglichen Lösungen herauszuholen.

Es bestünden nach wie vor viele Ungewissheiten über die Details des Umzugs nach Basel und allfälliger anderer Möglichkeiten innerhalb der SBB.

Wenig politische Unterstützung

Nur 23 der 180 von der Schliessung des Call-Centers betroffenen Mitarbeitenden nahmen an der Versammlung teil. SEV-Präsident Pierre-Alain Gentil sagte vor den Medien, die Mobilisierung sei in Freiburg von Beginn weg nicht gross gewesen - anders als im Tessin, wo die Unterstützung durch Politik und Bevölkerung stark sei.

Der SEV will in den kommenden Wochen regelmässig mit Fachleuten in Freiburg präsent sein, um seine Mitglieder bei den Verhandlungen über ihre Zukunft zu unterstützen. Auch werden die über 4000 schon gesammelten Unterschriften für den Erhalt des Call-Centers der Freiburger Kantonsregierung übergeben.

Auch die Freiburger SP meldete sich zu Wort. Die Kantonsregierung habe das Personal für vage Versprechungen der SBB fallen lassen. Die getroffene Vereinbarung zur Schaffung von 50 bis 100 neuen SBB-Stellen ab 2009 sei gespickt mit Absichtserklärungen, heisst es in einer Medienmitteilung der SP.

(bert/sda)

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