Rüstungsindustrie schiesst sich auf Cyberwar ein
publiziert: Dienstag, 12. Jun 2012 / 19:31 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 12. Jun 2012 / 20:51 Uhr
Die Kriegsindustrie muss sich nach neuen Produkten umsehen.
Die Kriegsindustrie muss sich nach neuen Produkten umsehen.

Düsseldorf/Paris - Die weltweite Rüstungsindustrie steht vor grundlegenden Veränderungen. Angesichts weitreichender Sparmassnahmen gehen Aufträge für Panzer Abfangjäger und Co stetig zurück.

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Die zunehmende Bedeutung unbemannter Waffensysteme und die Rolle des Internets in künftigen «Cyber-Kriegen» stellt international agierenden Waffenkonzerne vor neue Herausforderungen. Auf der Rüstungsmesse Eurosatory beraten zurzeit Europas Waffenproduzenten über neue Geschäftsstrategien und noch unentdeckte Märkte.

Konflikte gehen zurück

Das Treffen nördlich von Paris findet alle zwei Jahre statt. Mit von der Partie sind auch 123 deutsche Konzerne, die ihr Geld mit dem Krieg verdienen, unter ihnen bekannte Unternehmen wie Krauss-Maffei Wegmann, Heckler & Koch oder Rheinmetall. Der auf der Messe vorherrschende Tenor ist klar: Aufträge für schwere Kriegsgeräte werden drastisch zurück gehen. Die globalen Rüstungsausgaben sind erstmals seit dem Jahr 1998 so gut wie nicht gewachsen. Laut dem Friedensforschungsinstitut Sipri beträgt das Wachstum in diesem Jahr nur 0,3 Prozent. Dazu kommt, dass die Anzahl kriegerischer Auseinandersetzungen auf den Wert des Jahres 2002 gesunken ist. Dies markierte den Beginn des Kampfs gegen den internationalen Terrorismus, der bislang umgerechnet rund 1,7 Bio. Dollar gekostet hat.

Ausgaben schrumpfen

Im Zuge der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise sitzt die Brieftasche bei Rüstungsinvestitionen nicht mehr so locker wie einst. Der angekündigte Rückzug aus Afghanistan sowie jener aus dem Irak lassen die Auftragsvolumina zurückgehen. Die USA wollen bis 2021 im Bereich der militärischen Sicherheit 487 Mrd. Dollar einsparen. Augrund der anhaltenden Schuldenkrise halten sich vor allem auch Länder aus Südeuropa bei Waffenimporten zurück. Seit 2008 hat Griechenland seinen Verteidigungsetat um 26 Prozent, Spanien um 18 Prozent und Italien um 16 Prozent gekürzt.

Diese Entwicklung zwingt nun auch die Rüstungskonzerne zum Handeln. Europas Waffenproduzenten versuchen nun mit schlankeren Strukturen auf die ausbleibenden Aufträge zu reagieren. Grossbritanniens grösster industrieller Arbeitgeber BAE Systems plant, etwa 18.000 Stellen zu streichen. Die EADS-Tochter Cassidian im bayerischen Unterschleissheim will 900 Mitarbeiter entlassen. Grund dafür ist auch, dass Wachstumsmärkte wie Indien in der Hand russischer Rüstungsfirmen sind.

Fokus auf Online-Konflikte

Auch beim Bau von unbemannten Militärdrohnen ist Europas Rüstungsindustrie abgeschlagen. Israel und die USA führen hier den Markt an. Als neues, vielversprechendes Geschäftsfeld stürzen sich nun die europäischen Kriegsgeräte-Hersteller auf Online-Konflikte. EADS hat kürzlich bekannt gegeben, die Sparte für Cyber-Sicherheit auszugliedern und als eigenes Unternehmen zu positionieren. Cassidian CyberSecurity soll bis 2017 einen Umsatz von 500 Mio. Euro pro Jahr erwirtschaften, so hofft man vonseiten des Unternehmens. Bisweilen macht das Geschäft mit dem digitalen Kampf gegen Hacker und Co nur einen Bruchteil aus.

 

 

(fest/pte)

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