Preiszerfall belastet
Riad und Moskau wollen Ölförderung einfrieren
publiziert: Dienstag, 16. Feb 2016 / 11:46 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 16. Feb 2016 / 14:19 Uhr
Der Ölpreis rutschte seit 2014 um fast 70 Prozent auf rund 30 Dollar. (Symbolbild)
Der Ölpreis rutschte seit 2014 um fast 70 Prozent auf rund 30 Dollar. (Symbolbild)

Doha - Angesichts der fallenden Ölpreise wollen die wichtigen Förderländer Saudi-Arabien und Russland ihre Produktion einfrieren. Das kündigte der katarische Energieminister Mohammed al-Sada am Dienstag dem saudischen Nachrichtensender Al Arabija zufolge an.

7 Meldungen im Zusammenhang
Anhaltspunkt solle die Fördermenge vom Januar sein. Auch der russische Energieminister Alexander Nowak sowie die Ölminister Venezuelas und Katars war bei dem Treffen anwesend.

Der saudische Ölminister Ali al-Naimi sagte, in den kommenden Monaten sollten weitere Schritte zur Stabilisierung des Marktes geprüft werden. «Das Treffen war erfolgreich», betonte er. Er hoffe nun, dass Ölförderländer innerhalb und ausserhalb des Kartells Opec die Vorschläge übernehmen.

Saudi-Arabien bremst

Im Vorfeld des Treffens war über eine mögliche Kürzung der Förderung spekuliert worden, was die Ölpreise nach oben trieb. Weil die Förderung nun aber lediglich eingefroren wird, gaben die Preise unmittelbar nach der Einigung wieder nach.

Saudi-Arabien stemmt sich gegen Kürzungen, weil es seine Marktanteile mit einem Preiskampf gegen aufstrebende Ölproduzenten wie Fracking-Firmen in den USA verteidigen will - notfalls auch über grosse Mengen zu geringen Preisen.

Das Königreich ist das mit Abstand produktionsstärkste Land des Ölkartells Opec. Russland, das der Organisation erdölexportierender Länder (Opec) nicht angehört, ist ebenfalls einer der grössten Ölförderer der Welt.

Preiszerfall belastet

Im Vorfeld des Treffens war bekanntgeworden, dass Venezuela mit einigen Opec-Mitgliedsländern sowie mit Russland über eine Kooperation zur Stützung der Preise gesprochen hatte. Venezuelas und Russlands Volkswirtschaften stecken tief in der Krise, die Staatseinnahmen sind wegen des Ölpreisverfalls dramatisch zurückgegangen.

Der Ölpreis fällt bereits seit Mitte 2014 - von damals rund 100 Dollar pro Barrel (159 Liter) rutschte er um fast 70 Prozent auf rund 30 Dollar. Hintergrund ist ein Überangebot am Markt gepaart mit einer verhaltenen Nachfrage.

Hinzu kommen Sorgen um die Konjunktur in China, dem grössten Ölverbraucher der Welt. Ausserdem wird erwartet, dass der Iran wieder mehr Öl exportieren wird, nachdem die Sanktionen des Westens kürzlich aufgehoben worden waren.

(arc/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Kommentieren Sie jetzt diese wirtschaft.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Doha - Die Verhandlungen über eine Drosselung der Ölförderung stocken offenbar. Saudi-Arabien habe eine Kehrtwende vollzogen, ... mehr lesen
Der Ölpreis ist seit Mitte 2014 eingebrochen.
Paris - Die Erdölpreise dürften nach Einschätzung der Internationalen Energieagentur (IEA) erst im kommenden Jahr wieder ansteigen. Wegen des grossen Überangebots sei kurzfristig nicht mit einem deutlichen Preisanstieg zu rechnen, erklärte die IEA am Montag. mehr lesen 
Nicolas Maduro nannte noch keine Details.
Caracas - Venezuela will neue Vorschläge im Kampf gegen den Ölpreisverfall ... mehr lesen
Teheran/Zürich - Auch nach der Einigung wichtiger Förderländer auf eine Deckelung der Ölproduktion in Doha, bleibt die ... mehr lesen
Iran will den Handel nach den Sanktionen anheben.
Die Ölstaaten haben bisher bewusst auf Produktionkürzungen verzichtet und stattdessen den Markt geflutet. (Archivbild)
Doha - Ein Treffen von Ölministern ... mehr lesen
Weitere Artikel im Zusammenhang
Paris - Die Internationale Energieagentur (IEA) bezweifelt, dass der eingebrochene Rohölpreis in nächster Zeit wieder deutlich steigt. ... mehr lesen
Der Preis für Erdöl bleibt weiterhin tief.
Der tiefe Ölpreis sorgt in Venezuela für eine Wirtschafts- und Versorgungskrise.
Caracas - Die venezolanischen Minister und Behördenchefs des Wirtschaftssektors weigerten sich am Donnerstag, einer Vorladung vor das Parlament zu folgen. Sie hätten die ... mehr lesen
Nutzen Sie die kostenlose Energie von der Sonne!
Helvetic Energy GmbH
Winterthurerstrasse 702
8247 Flurlingen
...bis 30% Heizkosten sparen und CO2 reduzieren!
Branchenverband, Ihr kompetenter Partner für Elektro-, Energie- und Info ...
Electrosuisse
Luppmenstrasse 1
8320 Fehraltorf
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 17
Finanzhilfen für bestehende Grosswasserkraftwerke waren im ersten Massnahmenpaket zur Energiestrategie ursprünglich nicht vorgesehen.
Finanzhilfen für bestehende Grosswasserkraftwerke ...
Ständerat schwenkt auf Linie des Nationalrats  Bern - Grosswasserkraftwerke sollen Subventionen erhalten, wenn sie den Strom zu tiefen Preisen verkaufen müssen. Darauf haben sich die eidgenössischen Räte geeinigt. Der Ständerat ist am Dienstag auf die Linie des Nationalrats eingeschwenkt. mehr lesen 
Der Block 1, ältester kommerzielle Reaktor der Welt, war 2015 vom Netz genommen worden.
Greenpeace fordert mehr Transparenz zu AKW Beznau Zürich - Greenpeace Schweiz kritisiert die intransparente Informationspolitik der AKW-Beznau-Betreiberin Axpo. Sie fordert ...
Titel Forum Teaser
  • Kassandra aus Frauenfeld 1778
    Wow, wie hat sich die gute Kubra gemausert! Ich danke auch Ihnen ganz persönlich für die vielen harten und ... Mi, 20.07.16 20:25
  • Pacino aus Brittnau 731
    Übrigens, wusstet ihr schon . . . . . . dass die Foren von AZ (Wanner), 20min. und Schweizer Fernsehen ... Mi, 29.06.16 15:20
  • PMPMPM aus Wilen SZ 235
    Und jetzt? Ist noch online...? Liebes news-Team, schade ist die Situation so, dass etwas aufhören ... Di, 28.06.16 22:43
  • kubra aus Berlin 3232
    Danke für die gelebte Pressefreiheit. Damit mein ich durchaus auch den ... Di, 28.06.16 16:09
  • Kassandra aus Frauenfeld 1778
    Nur ein ziemlicher Trottel kann annehmen, dass es etwas mit Zivilcourage zu hat, wenn er an einer ... Fr, 17.06.16 12:02
  • Kassandra aus Frauenfeld 1778
    Meine Anwälte sagen: "Aus einem Esel wird wird in tausend Jahren kein Golfisch, ... Di, 14.06.16 20:10
  • jorian aus Dulliken 1754
    Saudumm? Die Frage ist nur WER! Sie haben mich verleumdet. Sie haben übel über mich geredet! (Dies ... Di, 14.06.16 03:57
  • Kassandra aus Frauenfeld 1778
    Wer Kritik als persöliche Beleidigung empfindet, wer Kritik als mundtot-machen ... So, 12.06.16 12:24
.
Green Investment news.ch geht in Klausur Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in ... 17
Das Crowdfunding hat um 73 Prozent zugelegt.
Startup News Crowdfunding in der Schweiz markant gewachsen Luzern - Auf tiefem Niveau ist der Markt für Schwarmfinanzierung (sog. Crowdfunding) in der Schweiz erneut stark gewachsen. Diese Art der Geldbeschaffung ...
Jedes dritte KMU in Deutschland hat 2011-2013 Energie eingespart.
KMU-Magazin Research Energiewende ist im Mittelstand angekommen Die kleinen und mittleren Unternehmen sind auf ...
Erneuerbare Energie
 
Publinews
                 
Wir erfinden das Drucken neu - damit Ihr Unternehmen wie ein grosses beeindruckt
Publinews Ein Unternehmen muss nicht gross sein, um Grosses zu leisten. Es benötigt lediglich die richtigen Ressourcen. Und dazu gehört auch ... mehr lesen
Auf das Flair der bunten und aufregenden Casino-Welt verzichten und stattdessen im Internet Glücksspiele zocken? Online-Casinos bergen sowohl Gefahren als auch Möglichkeiten für den Spieler.
Publinews Im Oktober 2015 verabschiedete der Bundesrat das neue Geldspielegesetz: Seither dürfen Schweizer Casinos auch im Netz ... mehr lesen
Kaffee gehört für viele Arbeitnehmer fest zum Büroalltag dazu
Publinews Eine gute Tasse Kaffee gehört für viele Menschen fest zum Alltag. Während manche den Muntermacher hauptsächlich morgens nach dem Aufstehen brauchen, trinken ... mehr lesen
Online-Dating wird immer beliebter - heute setzen schon viel mehr Menschen bei der Partnersuche auf das Internet als noch einige Jahre zuvor. Die Tendenz geht zudem zum mobilen Online-Dating.
Publinews Online-Dating erfreut sich grosser Beliebtheit. Dies ist angesichts von ca. 1,5 Millionen Singles in der Schweiz auch kein Wunder. Dabei sind für den ... mehr lesen
Ohne Social Media geht es nicht
Publinews Horisen AG  Soziale Netzwerke gehören zum modernen Marketing-Alltag längst dazu. Deshalb hast du vermutlich auch schon einmal darüber nachgedacht, dir eine ... mehr lesen
Ist das gewünschte Grundstück tatsächlich für das eigene Bauprojekt geeignet? Worauf sollten Käufer dabei achten?
Publinews Laut Statistik Schweiz waren im Jahr 2000 fast drei Viertel der in der Eidgenossenschaft existierenden 3,57 Millionen Wohnungen in der Hand von ... mehr lesen
Warte nicht länger, sondern mach dich auf den spannenden Weg zu deinem eigenen Film.
Publinews Kamera läuft!  Smartphones machen es möglich: wir haben unsere kleine Video-Kamera immer dabei und filmen laufend, was uns bewegt, was lustig, skurril oder sehenswert ist. ... mehr lesen
Gilt ein MBA auch heute noch als Karriereboost? Diese Frage lässt sich grundsätzlich bejahen.
Publinews Wer seine berufliche Karriere als Ingenieur oder in einem technischen Beruf startet, muss nicht stets in dieser Position verharren. Gerade Ingenieure und ... mehr lesen
Webhosting meint die Bereitstellung des nötigen Speicherplatzes für deine Seite im Netz.
Publinews Webhosting - das Beste für deine Website  Was steckt eigentlich hinter einer Internetseite? Nun ja, das sind natürlich vor allem deren Inhalte. Ob Text, Grafik, Video ... mehr lesen
Stellenmarkt.ch
Wirtschaft Marken
   Marke    Datum
epharmacie Logo
27.07.2016
27.07.2016
FIBA EUROBASKET 2017 Logo
27.07.2016
HAMMER AUKTIONEN ZURICH - SWITZERLAND Logo
27.07.2016
26.07.2016
    Information zum Feld
Bitte geben Sie hier einen Markennamen ein wie z.B. 'Nespresso'
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Sa So
Zürich 18°C 27°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig vereinzelte Gewitter gewitterhaft
Basel 17°C 28°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig vereinzelte Gewitter
St. Gallen 17°C 25°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig gewitterhaft
Bern 16°C 27°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig gewitterhaft
Luzern 18°C 27°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig gewitterhaft
Genf 14°C 29°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig gewitterhaft
Lugano 19°C 29°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig gewitterhaft
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten