Rechsteiner wettert gegen Einkommensschere
publiziert: Samstag, 30. Apr 2011 / 18:45 Uhr / aktualisiert: Samstag, 30. Apr 2011 / 21:02 Uhr

St. Gallen - Gewerkschaftspräsident Paul Rechsteiner hat an der 1.Mai-Kundgebung in St. Gallen die Umverteilung von den Normalverdienern zu den Reichen angeprangert. Angesichts des «Klassenkampfs von oben nach unten» brauche es eine «neue, grosse Bewegung für Solidarität».

Richtig anstellen leicht gemacht
quitt.ch
Badenerstrasse 141
8004 Zürich
7 Meldungen im Zusammenhang
In seiner Rede vor gut 200 Personen zitierte Rechsteiner aus dem Verteilungsbericht des Schweizerischen Gewerkschaftsbunds (SGB): Während die 40'000 Bestverdienenden ihre Einkommen in den letzten 15 Jahren um 20 Prozent gesteigert hätten, bekämen Normalverdienende nur gerade 2 bis 4 Prozent mehr.

Merz «willfähriger Diener» der Reichen

Noch krasser hat sich die Schere laut Rechsteiner bei den Vermögen geöffnet: Die 2,2 Prozent Superreichen der Schweiz besitzen heute so viel wie der Rest der Bevölkerung - eine Umverteilung die «moralisch nicht besser als Diebstahl» sei.

Als «willfährigen Diener» der Interessen der Reichen kritisierte der SGB-Präsident den früheren Bundesrat Hans-Rudolf Merz. Dessen Unternehmenssteuerreform führe, wie sich erst jetzt zeige, zu Steuerausfällen in Milliardenhöhe.

Für eine gerechtere Steuerpolitik

Profiteure seien die «Herren Oehler, Schmidheiny, Spuhler». CVP, SVP und FDP wehrten sich mit Händen und Füssen gegen eine Korrektur. Nötig sei eine neue, gerechtere Steuerpolitik, forderte Rechsteiner.

Fortschritte brauche es aber auch bei den Renten. Ausgerechnet die St. Galler Ständeräte Eugen David (CVP) und Erika Forster (FDP) seien für den jüngsten Angriff auf die AHV verantwortlich, obschon die AHV in hervorragender Verfassung sei. Die Gewerkschaften würden die Angreifer «auch diesmal in die Schranken weisen».

St. Galler «Abbruchpolitik»

Rechsteiner prangerte auch die Steuersenkungspolitik seines eigenen Kantons an: St. Gallen verkomme angesichts von Steuergeschenken und Sparprogrammen «immer mehr zu einem neoliberalen Experimentierfeld». Der Kanton habe «Besseres als diese Abbruchpolitik» verdient.

Die Kundgebungsteilnehmer hatten zuvor mit einem friedlichen Marsch durch die Innenstadt auf ihre Forderungen aufmerksam gemacht. Unter dem Motto «Mindestlöhne jetzt!» forderten die Gewerkschaften «Lohnerhöhungen für alle statt Boni für Spitzenverdiener».

(fest/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Kommentieren Sie jetzt diese wirtschaft.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Bern - Alt Bundesrat Hans-Rudolf Merz verteidigt im FDP-Parteiorgan seine Rolle bei der Unternehmenssteuerreform II. Er ... mehr lesen
Der ehemalige Bundesrat Hans-Rudolf Merz. (Archivbild)
Eine elitäre Gruppe von Superreichen regiert das Land.
Mattea Meyer Die Frage der Woche lautet: Der Wahlkampf ist lanciert - welches werden die bestimmenden Themen sein? Heute der Beitrag ... mehr lesen 1
Bern - SP-Bundespräsidentin Micheline Calmy-Rey hat ihre Rede am 1. Mai in Zürich vorübergehend unterbrechen ... mehr lesen 7
Die SP-Bundespräsidentin Micheline Calmy-Rey musste Ihre 1.Mai-Rede zwischenzeitlich unterbrechen.
Für viele Unerreichbar: Die Zürcher Goldküste.
Bern - Exzessive Löhne in den Teppichetagen sind nur die Spitze des Eisbergs. ... mehr lesen
Bern - Reiche Ausländer können in der Schweiz weiterhin pauschal besteuert werden. Nach dem Ständerat hat es auch der Nationalrat ... mehr lesen 1
Umstrittene Steuergeschenke.
Weitere Artikel im Zusammenhang
Abzocker auf dem goldenen Thron: Feierliche Einreichung der «1:12»-Initiative.
Bern - Die Jungsozialisten (Juso) haben am Montag ihre Volksinitiative «1:12» eingereicht. Das Ziel ist die Regulierung der ... mehr lesen 1
New York - Gut zwei Jahre nach der Finanzkrise ist die Zahl der Milliardäre rasant gestiegen und so hoch wie noch nie: Laut der ... mehr lesen
Der Reichste - der Mexikaner Carlos Slim Helú.
Anwaltskanzlei für Arbeitsrecht
Anwaltspraxis A. Gantenbein
Sonnhaldenstrasse 28
9536 Schwarzenbach
Die Suchmaschine für Jobs und Stellenangebote
x28 AG
Seestrasse 40
8800 Thalwill
Gedruckt wird in Schlieren nicht mehr. (Symbolbild)
Gedruckt wird in Schlieren nicht mehr. ...
125 Arbeiter betroffen  Zürich - Die NZZ-Mediengruppe schliesst ihre Druckerei in Schlieren ZH, wie sie am Dienstag mitteilte. Davon seien maximal 125 der 184 Arbeitsplätze betroffen. Die «Neue Zürcher Zeitung» und die «NZZ am Sonntag» werden künftig im Druckzentrum Zürich der Tamedia AG gedruckt. 
Dies teilte die NZZ-Mediengruppe am Freitag mit.
Regionalmedien der NZZ-Gruppe: Ein Geschäftsbereich Zürich - Die NZZ-Mediengruppe vereint ihre Regionalmedien unter dem Dach der Freien Presse Holding AG in einem neuen ...
Italien  Rom - Das italienische Abgeordnetenhaus hat der umstrittenen Arbeitsmarktreform von Regierungschef Matteo Renzi zugestimmt. Bei der ...
Matteo Renzi.
Schlappe bei Regionalwahlen - Revolte in Berlusconi-Partei Rom - In der rechtskonservativen Forza Italia um Ex-Premier Silvio Berlusconi ist nach dem ...
Es gab Stimmen, die zur Neugründung der Partei aufriefen.
Titel Forum Teaser
Das Atomkraftwerk in Fessenheim.
Green Investment Greenpeace fordert Aus für alte französische AKW Paris - Die Umweltorganisation Greenpeace ...
Es ist wichtig, den richtigen Umgang mit den eigenen Daten zu lernen.
Startup News Eigene Daten richtig schützen - Methoden und Programme zum Datenschutz Das Internet hat die wichtigsten Bereiche des alltäglichen Lebens übernommen, sei es Online Banking, Familienerinnerungen, soziales ...
Jedes dritte KMU in Deutschland hat 2011-2013 Energie eingespart.
KMU-Magazin Research Energiewende ist im Mittelstand angekommen Die kleinen und mittleren Unternehmen sind auf ...
Richtig anstellen leicht gemacht
quitt.ch
Badenerstrasse 141
8004 Zürich
Übrigens: Hier könnte auch Ihr Unternehmen gefunden werden.
Erfassen Sie zuerst Ihr kostenloses Firmenporträt! Mit dem Firmenporträt präsentieren Sie Ihr Unternehmen und Ihre wichtigsten Dienstleistungen schnell und einfach auf dem wichtigsten KMU-Marktplatz der Schweiz.
Stellenmarkt.ch
Wirtschaft Marken
   Marke    Datum
swiss halal market & expo Logo
21.11.2014
20.11.2014
19.11.2014
Bk Beeckon CONNECTEUR D'AFFAIRES SUISSE Logo
19.11.2014
19.11.2014
    Information zum Feld
Bitte geben Sie hier einen Markennamen ein wie z.B. 'Nespresso'
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
MI DO FR SA SO MO
Zürich 4°C 7°C leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
Basel 5°C 8°C leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen
St.Gallen 5°C 7°C leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
Bern 6°C 9°C leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
Luzern 7°C 9°C leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
Genf 7°C 11°C stark bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen
Lugano 8°C 9°C bedeckt, wenig Regen bedeckt, wenig Regen bedeckt, wenig Regen bedeckt, wenig Regen bedeckt, wenig Regen
mehr Wetter von über 6000 Orten