RUAG zurück in der Gewinnzone
publiziert: Donnerstag, 31. Mrz 2011 / 11:41 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 31. Mrz 2011 / 16:06 Uhr
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RUAG steigerte den Umsatz um 6 Prozent, auch dank dem Raumfahrtgeschäft.
RUAG steigerte den Umsatz um 6 Prozent, auch dank dem Raumfahrtgeschäft.

Bern - Der Flugtechnik- und Rüstungskonzern RUAG ist zurück in den schwarzen Zahlen. Nachdem 2009 Abschreiber in der Sparte Flugzeugteile einen Verlust von 107 Mio. Fr. verursacht hatten, erzielte die Gruppe 2010 wieder einen Gewinn von 92 Mio. Franken.

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Die RUAG sei solide in die Gewinnzone zurückgekehrt, nachdem im Vorjahr schwere Probleme im Flugzeugstrukturbau, in der Geschäftsfliegerei sowie im Zuliefergeschäft für die Halbleiter- und Autoindustrie belastet hatte, teilte das bundeseigene Unternehmen am Donnerstag mit.

Der Umsatz wuchs um 6 Prozent auf 1,796 Mrd. Franken. Dazu trug die Mitte 2009 übernommene Raumfahrt-Ausrüsterin Oerlikon Space 5 Prozentpunkte bei, wie Konzernchef Lukas Braunschweiler vor den Medien in Zürich-Oerlikon sagte. Organisch legte die RUAG um 3 Prozentpunkte zu, Währungseffekte zehrten 2 Prozentpunkte auf.

Besser lief es im Unterhaltsgeschäft von Militärflugzeugen und -helikoptern sowie im Flugzeugstrukturbau, wo Airbus einen Grossauftrag im Wert von 85 Mio. Fr. pro Jahr erteilte. Die RUAG konnte daher in der Technologie-Division von den Wertberichtigungen und Rückstellungen von 160 Mio. Fr. im Vorjahr 35 Mio. Franken auflösen.

Stellenabbau in zwei Werken

In der Division wird, wie angekündigt, das Werk in Plan-les-Ouates bei Genf bis Mitte 2012 geschlossen, falls es nicht verkauft werden kann. Die Belegschaft des Werks wurde bereits verkleinert und betrug zuletzt noch rund 40 Angestellte.

Ein Stellenabbau läuft auch in Oberpfaffenhofen bei München. Weil das deutsche Verteidigungsbudget gekürzt wurde und sich ein Dornier-Flugzeug schlecht verkauft, werden dort seit vergangenen Herbst rund 80 Arbeitsplätze gestrichen.

Gleichzeitig fielen in der Aviatik-Division deswegen Abschreiber und Rückstellungen von 30 Mio. Fr. an. Es ist die einzige der fünf Divisionen, die 2010 rote Zahlen schrieb.

Keine kritischen Projekte in Nahost

Mit Blick auf die Umstürze und Kämpfe in Nahost und Afrika sagte Braunschweiler, die RUAG halte sich stets an das «strenge Exportregime nach Schweizer Recht». Die RUAG sei sich der Verantwortung bewusst.

2010 erwirtschaftete die RUAG 3 Prozent des Umsatzes im Raum Asien/Pazifik und 2 Prozent in Südamerika/Nahost/Afrika. Bislang gebe es keine kritischen Projekte, die zurückgestellt werden müssten.

(bg/sda)

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