Pressefreiheit weltweit immer mehr eingeschränkt
publiziert: Dienstag, 1. Mai 2007 / 16:11 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 1. Mai 2007 / 18:31 Uhr

New York - Die Pressefreiheit hat sich einem Bericht zufolge im vergangenen Jahr in vielen Ländern weiter verschlechtert. Alarmierend ist der Umgang mit den Medien besonders in einigen Ländern Asiens und Südamerikas sowie in Russland.

Nur 18 Prozent der Weltbevölkerung kann auf freie Berichterstattung zurückgreifen.
Nur 18 Prozent der Weltbevölkerung kann auf freie Berichterstattung zurückgreifen.
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Die russische Regierung versuche verstärkt, unabhängige Medien an den Rand zu drängen, hiess es in dem Bericht der in Washington ansässigen Organisation Freedom House. Zudem wolle Russland die Nutzung des Internets einschränken.

Auch in den südamerikanischen Ländern Venezuela, Argentinien und Brasilien sei die Pressefreiheit im vergangenen Jahr durch staatliche Eingriffe oder eine schlechtere Sicherheitslage eingeschränkt worden, hiess es in dem Bericht.

In Venezuela sei diese Entwicklung genau wie in Russland umso Besorgnis erregender, als sie sich auf die umgebenden Regionen auswirke, warnte Freedom House zwei Tage vor dem weltweiten Tag der Pressefreiheit vom Donnerstag.

Schweiz auf Platz drei

In den asiatischen Ländern China, Vietnam und Iran seien 2006 erneut zahlreiche Journalisten und Internetnutzer inhaftiert worden, bemängelte Freedom House.

In Thailand, Sri Lanka und auf den Philippinen litt die Pressefreiheit demnach unter politischen Umwälzungen, in Malaysia und Pakistan unter verstärkten Kontrollen der Medien.

In Nepal, Kambodscha und Indonesien habe sich die Lage der Medien hingegen verbessert, hiess es. Nordkorea schnitt bei der Achtung der Pressefreiheit am schlechtesten ab.

Von den 195 beurteilten Ländern wurden insgesamt 74 als frei eingeschätzt, 58 als teilweise frei und 63 als nicht frei. Damit konnten nur 18 Prozent der Weltbevölkerung auf freie Berichterstattung zurückgreifen. Am stärksten wird die Pressefreiheit dem Bericht zufolge in Finnland und Island beachtet.

Die Schweiz rangiert nach den im Internet veröffentlichten Unterlagen punktgleich mit Luxemburg auf dem dritten Rang.

(smw/sda)

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