Postpräsident Claude Béglé erklärt Rücktritt
publiziert: Dienstag, 19. Jan 2010 / 18:27 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 19. Jan 2010 / 23:26 Uhr

Bern - Knapp zehn Monate nach seinem Amtsantritt hat der in die Kritik geratene Verwaltungsratspräsident der Schweizerischen Post, Claude Béglé, seinen Rücktritt bekannt gegeben. Die Demission erfolgte nach einer Untersuchung im Departement Leuenberger.

Claude Béglé gibt auf.
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Er habe den Bundesrat über seinen sofortigen Rücktritt informiert, schreibt Béglé in einer persönlichen Erklärung. Ein Grund sei «die über weite Strecken polemisch geführte Diskussion» über seinen Arbeitsstil.

«Die unqualifizierten Angriffe gegen meine Person sowie die damit verbundene öffentliche Diffamierung veranlassen mich zu diesem Schritt.» Mit seinem Rücktritt - «einem für mich sehr drastischen Schritt, der mir ausserordentlich schwer fällt» - wolle er das Unternehmen Post und dessen Werte schützen und die Diskussion um die Zukunftsstrategie versachlichen.

Fehler eingestanden

«Ich bin mir bewusst, dass mir bei meinem Vorwärtsdrang Fehler unterlaufen sind», schreibt Béglé weiter. Er habe die Bereitschaft zur Veränderung in der Post mit ihrer ausgeprägten Kultur zu optimistisch eingeschätzt.

Er habe bei seinem Amtsantritt im Frühjahr 2009 vom Bundesrat den Auftrag gehabt, die Post in eine neue Ära der Marktöffnung und Liberalisierung zu führen, die Strukturen zu modernisieren und den Staatsbetrieb in eine Zukunft mit nachhaltig gesicherter Ertragskraft zu führen.

«Beharrer mit Partikularinteressen»

«Dabei hatte ich von Beginn weg mit erbittertem Widerstand einer starken Fraktion von Beharrern mit Partikularinteressen zu kämpfen.»

Spätestens seit dem Rauswurf von Postchef Michel Kunz Ende 2009 und dem Rücktritt der beiden Verwaltungsräte Rudolf Hug und Wolfgang Werlé hatte die Kritik an Béglé und an Postminister Moritz Leuenberger zugenommen.

Leuenberger informierte

Leuenberger informierte Béglé über die Schlussfolgerungen der Arbeitsgruppe, die er eingesetzt hatte, wie es in einer Mitteilung des Eidgenössischen Departements für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) heisst.

Die Resultate seien «nicht wahnsinnig positiv» ausgefallen, sagte UVEK-Sprecher Harald Hammel auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA. Béglé habe danach den Schluss gezogen, dass sein Rücktritt das Beste für die Post sei.

(fest/sda)

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Ich finde der war sehr streng mit sich selber. Was kann der schon dafür?

In der CH bleiben die Leute die den Schlamassel mitverantworten auf dem Sessel kleben.
Nur einer?
Kann Leuenberger nicht gleich mit? Bitte, bitte, ......biiiiiittttteeeee... bööööööttttteeeeee!
Zum Glück
Nach allem was man gehört und gelesen hat von den verschiedenen Personen, die sich zum Teil äusserst negativ über Béglé geäussert haben und nach den verschiedenen Fakten die rausgekommen sind, welche allesamt bedenklich sind, kann es sich hier nicht um eine simple "Verschwörung" gegen Béglé handeln.
Leider muss man feststellen, dass bei Béglés Einstellung offenbar geschlampt wurde (keine persönlichen Referenzen, Headhunterin gute SP-Parteikollegin von Leuenberger usw.)
Gut, wurde heute die Notbremse gezogen.
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