Positives Echo auf Post-Zusammenschluss
publiziert: Donnerstag, 22. Dez 2011 / 19:45 Uhr
Das Joint-Venture zwischen der Schweizerischen Post und Frankreichs La Poste stärkt die Marktposition gegenüber anderen Briefpostunternehmen.
Das Joint-Venture zwischen der Schweizerischen Post und Frankreichs La Poste stärkt die Marktposition gegenüber anderen Briefpostunternehmen.

Bern - Das Zusammenlegen des internationalen Briefpostgeschäfts der Schweizerischen Post und Frankreichs La Poste hat ein positives Echo ausgelöst. Die Gewerkschaften sehen die Chancen steigen, die Beschäftigung im Briefmarkt zu halten. Auch ein Post-Experte sieht darin Sinn.

Mergers & Acquisitions, Management Buy-Outs, Nachfolgelösungen und Finanzierungen
BridgeLink AG
Centralbahnstrasse 7
4002 Basel
4 Meldungen im Zusammenhang
Der Personalverband transfair und die Gewerkschaft Medien und Kommunikation syndicom erklärten am Donnerstag unisono, das am Vorabend von der Post angekündigte Joint-Venture könne «aus gewerkschaftlicher Perspektive eine Chance darstellen».

Das Bündeln von Synergien im Auslandengagement der beiden nationalen Postanbieter könne dazu beitragen, das Briefvolumen im Inland zu stabilisieren. Somit würden auch die Chancen steigen, dass die Beschäftigung im tendenziell rückläufigen Briefmarkt gehalten werden könne.

Stark unter Druck

Das internationale Briefgeschäft leide stark unter dem Markt- und Kostendruck, sagte am Donnerstag Wolfgang Stölzle, Professor für Logistikmanagement an der Universität St. Gallen, auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda.

Die erforderlichen Mengensteigerungen liessen sich auf rückläufigen Märkten nur durch internationale Zusammenschlüsse von Briefpostunternehmen realisieren. «Dies spricht grundsätzlich für ein Zusammengehen der Schweizer und der französischen Post.»

Die Netze zur Beförderung und Verteilung von Briefpost seien stark Fixkosten-intensiv. Sie drohten, bei rückläufiger Auslastung defizitär zu werden, sagte der Logistik-Experte.

Das gelte insbesondere für das internationale Briefgeschäft. In diesen seien die Volumina pro Relation geringer und die Distanzen länger im Vergleich zu nationalen Briefnetzen. «Vor diesem Hintergrund erscheint es grundsätzlich sinnvoll, die Wirtschaftlichkeit der Netze durch höhere Volumina sicher zu stellen.»

Zudem stärke das neue Joint-Venture die Marktposition gegenüber anderen starken, international tätigen Briefpostunternehmen. Allerdings seien generell internationale Zusammenschlüsse mit speziellen Hürden und Risiken behaftet. «Darauf sollten sich die beiden Dienstleister einstellen», sagte Stölzle.

Swiss Post International wird aufgeteilt

Um im Wettbewerb zu bestehen, teilt die Schweizerische Post parallel zum Joint-Venture den Konzernbereich Swiss Post International(SPI) auf.

SPI ist mit seinen Angeboten im grenzüberschreitenden und internationalen Brief- und Paketversand bislang auf zwei Märkten (Kommunikation und Logistik) tätig. Neu wird das Kurier-, Express- und Paket-Geschäft per 1. Januar 2012 PostLogistics zugeordnet.

Die restlichen SPI-Teile, darunter das Briefgeschäft, werden vorerst als organisatorische Einheit PostMail zugeteilt. Operativ bleibt die Führung der SPI-Einheiten bis zum 30. Juni 2012 beim bisherigen Leiter Jean-Pierre Streich.

Stellenabbau möglich

«Mittelfristig kann die Schaffung neuer Synergien zu einem Abbau von Stellen führen», schreibt die Post. Dabei werde die Post ihre soziale Verantwortung wahrnehmen und alles unternehmen, um Entlassungen zu vermeiden. Für die Kundinnen und Kunden von SPI habe die Aufteilung keine Auswirkungen.

Die Gewerkschaft syndicom ist nicht gewillt, einen allfälligen Stellenabbau hinzunehmen, wie sie am Donnerstag erklärte. Bei den Anstellungsbedingungen der Mitarbeitenden von SPI und deren Tochterunternehmen SPIMAG und SPILOG dürfe es keine Verschlechterungen geben. Das hielt auch transfair fest.

(asu/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Kommentieren Sie jetzt diese wirtschaft.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Bern - ASENDIA soll in den nächsten Jahren das weltweit führende Unternehmen im internationalen Briefpostgeschäft werden. Dies sagte Postchef Jürg Bucher zur ... mehr lesen
Die Schweizerische Post und La Poste hatten das Joint-Venture bereits Ende 2011 angekündigt.
Die PostFinance benötigt mehr Eigenkapital, weil sie ab 2013 der Finma untersteht und eine Bankbewilligung braucht.
Bern - Die Beschaffung von rund vier Milliarden Franken neuem Eigenkapital für die ... mehr lesen 1
Bern - Parallel zur Zusammenlegung des internationalen Briefpost-Geschäfts mit Frankreichs La Poste teilt die ... mehr lesen
Die Schweizerische Post will mit der französischen La Poste zusammenspannen.
Die Heimmärkte der beiden Firmen sind nicht betroffen.
Bern - Die Schweizerische Post und die französische La Poste legen ihre ... mehr lesen
Mergers & Acquisitions, Management Buy-Outs, Nachfolgelösungen und Finanzierungen
BridgeLink AG
Centralbahnstrasse 7
4002 Basel
Boutique von Ulysse Nardin in Genf. (Symbolbild)
Boutique von Ulysse Nardin in Genf. (Symbolbild)
Luxusgüter  Le Locle NE/Paris - Die französische Luxusgütergruppe Kering (ehemals PPR) übernimmt zu 100 Prozent die Schweizer Uhrenfirma Ulysse Nardin. Das Unternehmen mit Sitz im neuenburgischen Le Locle ist eine der letzten unabhängigen Uhrenmanufakturen der Schweiz. 
Keine Blockade  Donald Sterling, der abgesetzte Besitzer des NBA-Teams Los Angeles Clippers, erlitt vor dem kalifornischen Superior Court eine Niederlage. Das Gericht blockierte den Verkauf der Clippers für zwei Milliarden Dollar an den ehemaligen Microsoft CEO Steve Ballmer nicht.  
Sterling stimmt Clippers-Verkauf zu Der wegen rassistischer Äusserungen von der National Basketball Association (NBA) ...
Titel Forum Teaser
Energie der Zukunft?
Green Investment Günstige Wasserstoff-Herstellung entwickelt Das Istituto di Chimica dei Composti ...
Jetzt gibt es das Selfie mit Fernauslöser.
Startup News «GoCam»-App ermöglicht Selfies ohne Klick Selfie-Fans können dank der sogenannten «GoCam»-App Fotos von sich schiessen, ohne dabei den Bildschirm direkt berühren zu müssen. Als Auslöser fungiert eine ...
Jedes dritte KMU in Deutschland hat 2011-2013 Energie eingespart.
KMU-Magazin Research Energiewende ist im Mittelstand angekommen Die kleinen und mittleren Unternehmen sind auf ...
Ihr Partner für eine unabhängige Unternehmensanalyse und -bewertung
Übrigens: Hier könnte auch Ihr Unternehmen gefunden werden.
Erfassen Sie zuerst Ihr kostenloses Firmenporträt! Mit dem Firmenporträt präsentieren Sie Ihr Unternehmen und Ihre wichtigsten Dienstleistungen schnell und einfach auf dem wichtigsten KMU-Marktplatz der Schweiz.
Stellenmarkt.ch
Wirtschaft Marken
   Marke    Datum
29.07.2014
Posta Power Logo
28.07.2014
CITY GUIDE Logo
28.07.2014
Luzern City Guide Logo
28.07.2014
O5 CIRCLE5ENTERTAINMENT.CH Logo
28.07.2014
    Information zum Feld
Bitte geben Sie hier einen Markennamen ein wie z.B. 'Nespresso'
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
MI DO FR SA SO MO
Zürich 13°C 14°C bedeckt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen
Basel 12°C 15°C bedeckt, Regen leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
St.Gallen 14°C 16°C bedeckt, Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen
Bern 15°C 19°C bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
Luzern 16°C 18°C bedeckt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen
Genf 15°C 20°C bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
Lugano 14°C 25°C leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
mehr Wetter von über 6000 Orten