Märkte mit gestärktem Vertrauen
Portugal nimmt 2 Mrd. Euro zu tieferen Zinsen ein
publiziert: Mittwoch, 19. Sep 2012 / 17:16 Uhr
Portugal ist bis September 2013 weitgehend unabhängig.
Portugal ist bis September 2013 weitgehend unabhängig.

Lissabon - Portugals Sanierungsbemühungen sind von den Kapitalmärkten ungeachtet der jüngsten Rückschläge honoriert worden. Das von EU und IWF gestützte Euroland bekam am Mittwoch frisches Geld zu deutlich günstigeren Konditionen als zuletzt.

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Wie die portugiesische Schuldenagentur IGCP am Mittwoch in der Hauptstadt Lissabon mitteilte, wurden Staatsanleihen im Wert von 2 Mrd. Euro an den Märkten platziert. Das Einnahmeziel sei damit gar um 250 Mio. Euro übertroffen worden.

Auch die Renditen der Staatsanleihen waren am Mittwoch niedriger als zuletzt. So wurden für die 18-Monatspapiere 2,9 Prozent Zinsen fällig, im April waren es noch 4,5 Prozent. Die 6-monatigen Geldmarktpapiere rentierten mit 1,7 Prozent, im Juli lagen sie noch bei 2,2 Prozent.

Das Hilfspaket von EU und Internationalem Währungsfonds (IWF) über 78 Mrd. Euro macht Portugal bis September 2013 weitgehend unabhängig von der Finanzierung über den Kapitalmarkt. Mit vereinzelten Anleihe-Emissionen versucht das Land jedoch, Tuchfühlung zu den Investoren zu halten und den Boden für die vollständige Rückkehr an den Markt vorzubereiten.

Portugal weiter unter Druck - auch wegen Spanien

Die Geldgeber Portugals hatten dem Land zuletzt mehr Zeit zum Schuldenabbau eingeräumt. Das EU-Defizitziel von drei Prozent der Wirtschaftsleistung muss nun nicht mehr 2013 erreicht werden, sondern erst ein Jahr später.

Das Aufweichen der Ziele begründete die Regierung mit einer Verschärfung der Schuldenkrise vor allem im Nachbarland Spanien - dem wichtigsten Exportmarkt für Portugal. Zugleich hat die Regierung des konservativen Ministerpräsidenten Pedro Passos Coelho weitere Steuererhöhungen angekündigt, um das Haushaltsdefizit wie mit EU und IWF vereinbart zu senken.

Daher rührt sich in der portugiesischen Bevölkerung nun zunehmender Unmut über den Sparkurs, der sich zuletzt in friedlichen Massenprotesten äusserte.

(bg/sda)

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