Occupy-Wall-Street endet abrupt
Polizei räumt Lager der Occupy-Wall-Street-Bewegung in New York
publiziert: Dienstag, 15. Nov 2011 / 21:27 Uhr
Viele Demonstranten verliessen das Lager friedlich.
Viele Demonstranten verliessen das Lager friedlich.

New York - Zwei Monate nach seiner Errichtung hat die Polizei in New York am Dienstag das zentrale Zeltlager der Occupy-Wall-Street-Bewegung geräumt. Rund 70 Menschen wurden vorübergehend festgenommen.

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Hunderte Polizisten kamen kurz nach Mitternacht in den Zuccotti Park und übergaben den Demonstranten die Aufforderung des Eigentümers, den Park zu verlassen. Wenn er gereinigt sei, könnten die Demonstranten wieder zurückkehren, aber ohne Schlafsäcke und Zelte, hiess es in der Räumungsaufforderung des Parkeigentümers.

Hunderte Protestierende packten darauf ihre Zelte ein und verliessen das Gelände. Eine kleine Gruppe von Menschen kreisten die Beamten ein, rund 70 Aktivisten wurden festgenommen. Gemäss Polizeiangaben war der Park gegen 04.30 Uhr (Ortszeit, 09.30 Uhr MEZ) geräumt.

Viele Demonstranten hätten das Lager friedlich verlassen. Einige beschimpften aber auch die Polizisten und begannen zu zwei Orten in Lower Manhattan zu marschieren, wo Kundgebungen abgehalten werden sollten. Die Polizei setzte vereinzelt Schlagstöcke ein.

Kurz nach der Räumung rückten Putzkolonnen an. Müllwagen standen bereit, abgebrochene Zelte und andere Habseligkeiten der Protestler wurden weggefahren. Die Menschen hatten in dem Park wenige Blocks von der Wall Street entfernt in den vergangenen Wochen eine regelrechte Mini-Stadt errichtet mit Küche, Versammlungsort und sogar Bibliothek.

«Menschen kamen um Gesetze zu brechen»

Der New Yorker Bürgermeister Michael Bloomberg erklärte, die Räumung sei mitten in der Nacht erfolgt, «um das Risiko von Konfrontationen zu reduzieren und Störungen für die Umgebung zu minimieren». Nach der Säuberung des Geländes könnten die Demonstranten wiederkommen, sie müssten aber alle Parkregeln beachten.

Seit der Park von den Bankenkritikern übernommen worden sei, habe ihn die Öffentlichkeit nicht mehr nutzen können, erklärte Bloomberg weiter. Der Park sei zu einem Ort geworden, «an den die Menschen nicht kamen, um zu demonstrieren, sondern um das Gesetz zu brechen». Einige seien sogar eigens auf das Gelände gekommen, «um anderen Böses anzutun», teilte er mit, ohne sich näher zu äussern.

 

(fest/sda)

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Keine Entschuldigungen bitte...
Wieso rechtfertigen Sie diesen Kommentar? Die Frankfurter Rundschau ist genauso eine Zeitung wie die Weltwoche oder?

Die Occupy Bewegung ist eben unbequem für das Establishment weil es seit bald Monaten den Leuten die hässliche Fratze der Wahrheit vorhält.

Fox News hat es sich zur Hauptaufgabe gemacht diese Leute als Verbrecher, Aufwiegler und Abschaum abzustempeln. Geradezu grotesk, dagegen mutet die Aussage die Sie zitiert haben, richtiggehend gemässigt und differenziert an.
Demokratie im Eimer!
In der Frankfurter Rundschau gelesen: "Diese heftige Reaktion der Staatsgewalt auf die
Occupy-Wall-Street-Bewegung muss als Indiz dafür gelesen werden, wie
brillant deren Strategie war. Man nahm öffentlichen Raum in Anspruch,
um friedlich über die Geschicke der Gesellschaft zu diskutieren. Genau
dafür war die Polis im alten Griechenland gedacht - als Ort, der
Demokratie gebiert. Dass dies in den modernen Metropolen des
Kapitalismus nicht mehr möglich ist, entlarvt, wie weit diese sich von
ihren vorgeblichen demokratischen Idealen entfernt haben. Allein das ist
ein Triumph von Occupy."
Kubra, ich weiss, dass es sich um linkes Blatt handelt, Sie können sich also einen Kommentar sparen!
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    sogar nach dem Tode hat die Kassandra noch die grösste Schnauze... jaja, diese ... Fr, 12.08.16 16:30
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Wow, wie hat sich die gute Kubra gemausert! Ich danke auch Ihnen ganz persönlich für die vielen harten und ... Mi, 20.07.16 20:25
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    Danke für die gelebte Pressefreiheit. Damit mein ich durchaus auch den ... Di, 28.06.16 16:09
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