Orange und Sunrise nehmen Verbot nicht hin
publiziert: Donnerstag, 20. Mai 2010 / 15:16 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 20. Mai 2010 / 19:00 Uhr

Zürich - Orange und Sunrise nehmen das Verbot der Wettbewerbskommission (Weko) für ihre Fusion nicht hin. Sie haben Rekurs beim Bundesverwaltungsgericht eingereicht, wie Orange-Sprecherin Therese Wenger auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA sagte.

Die beiden Firmen sind zu Zugeständnissen bereit.
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Dies sei ein rein formeller Schritt. Damit würden sich die Mutterhäuser beider Telekomunternehmen, France Télécom und die dänische TDC alle Optionen offen behalten. Diese Optionen würden derzeit evaluiert, sagte Wenger weiter.

Zugeständnisse

Dabei handelt es sich um ein neues Gesuch beider Gesellschaften bei der Weko, in dem sie Zugeständnisse machen würden. Die Weko hatte ihr Verbot Ende April damit begründet, dass sie ein marktbeherrschendes Duopol in der Schweiz durch die Swisscom und die fusionierte Orange/Sunrise verhindern wolle.

«Wir glauben nach wie vor an eine Fusion», sagte Wenger weiter. Wenn man das Dossier in abgeänderter Form nochmals einreiche, müsste Orange-Besitzerin France Télécom nochmals mit Sunrise-Eignerin TDC verhandeln, hatte Orange-Schweiz-Chef Thomas Sieber vor kurzem gesagt. Dabei wären auch Verhandlungen über den Kaufpreis denkbar.

Direkt an den Bundesrat - nur mit öffentlichem Interesse

Die beteiligten Unternehmen könnten sich auch direkt an den Bundesrat wenden, um trotz des Neins der Weko doch noch zu fusionieren. Die Wahrscheinlichkeit dieses Weges sei aber «eher gering», sagte Sunrise-Sprecherin Natasja Sommer der Nachrichtenagentur AWP. Denn das Kartellgesetz verlange dafür ein «überwiegendes öffentliches Interesse.»

Nur auf einen Erfolg des Rekurses zu setzen, ist für beide Unternehmen keine Lösung: Eine Beschwerde gegen das Fusionsverbot dauert nämlich zu lange.

SKS verurteilt Rekurs

Die Stiftung für Konsumentenschutz (SKS) zeigt sich enttäuscht über den Rekurs von Orange und Sunrise gegen das von der Wettbewerbskommission auferlegte Fusionsverbot. Sie wirft den beiden Unternehmen vor, zu keinen Konzessionen zugunsten der Konsumenten bereit zu sein.

Mit ihrem Rekurs hätten Orange und Sunrise auf stur geschaltet und auch die Stellung der Wettbewerbskommission (Weko) auf dem Telekommarkt untergraben, liess die SKS verlauten. Für die SKS drängen sich daher bei der anstehenden Revision des Kartellgesetzes eine Stärkung der beiden Regulationsbehörden Weko und Eidg. Kommunikationskommission auf.

(bert/sda)

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