Nach Ende der Iran-Sanktionen
Ölpreise weiter auf Talfahrt
publiziert: Montag, 18. Jan 2016 / 11:54 Uhr
Der Ölpreis ist weltweit so tief wie seit vielen Jahren nicht mehr.
Der Ölpreis ist weltweit so tief wie seit vielen Jahren nicht mehr.

Singapur - Nach der Aufhebung der Wirtschaftssanktionen gegen Iran hat sich die Talfahrt der Ölpreise fortgesetzt. In der Nacht zum Montag erreichte der Preis für Nordsee-Öl bei 27,70 US-Dollar je Barrel den tiefsten Stand seit mehr als zwölf Jahren.

11 Meldungen im Zusammenhang
Auch der Preis für US-Öl war so niederig wie zuletzt im Jahr 2003. Die beiden wichtigsten Ölpreise für die Weltwirtschaft sind seit Jahresbeginn bereits um ein Viertel eingebrochen.

Der Grund für den neuerlichen Preisrutsch ist das Ende der Wirtschaftssanktionen gegen den Iran. Wegen der deutlichen Verringerung seines Atomprogramms hatte das wichtige Mitgliedsland der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) den Weg für ein Ende der Sanktionen frei gemacht.

Damit darf das Land wieder Öl und Gas in die EU exportieren. Für den Markt hat das Ende der Sanktionen gegen den Iran eine grosse Bedeutung, weil das ölreiche Land bereits angekündigt hat, seine Rohölausfuhren um etwa 500'000 Barrel pro Tag hochzufahren.

Überproduktion

Schon jetzt lastet ein zu hohes Angebot auf den Ölpreisen. Vor allem die Opec hat zur Talfahrt der Notierungen beigetragen. Saudi-Arabien verfolgt als führendes Mitglied des Kartells die Strategie, Marktanteile zu verteidigen und Konkurrenten in den USA und Russland durch immer niedrigere Ölpreise aus dem Markt zu drängen.

«Momentan fördert die Opec gut eine Million Barrel pro Tag mehr Rohöl als vom Markt benötigt wird», schätzte Rohstoffexperte Eugen Weinberg von der deutschen Commerzbank. Ausserdem verschärfen sowohl die Schieferölproduktion in den USA als auch eine Ausweitung der russischen Fördermengen auf das höchste Niveau seit dem Ende der Sowjetunion die Lage auf dem Ölmarkt.

Zuletzt hatte auch die Furcht der Anleger vor einem Abflauen der Konjunktur in China die Ölpreise belastet. «China war in den vergangenen Jahren immerhin für etwa ein Drittel des Anstiegs der weltweiten Ölnachfrage verantwortlich», sagte der Commerzbank-Experte.

(pep/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Kommentieren Sie jetzt diese wirtschaft.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Paris - Die Talfahrt der Ölpreise könnte nach Einschätzung der Internationalen Energieagentur (IEA) vorerst gestoppt sein. Denn ... mehr lesen
Die Ölpreise dürften sich stabilisieren.
Chevron begründete die Einsparungen mit dem Ölpreisverfall. (Archivbild)
New York - Der US-amerikanische Ölkonzern Chevron legt mit seinem ersten Quartal 2016 erstmals seit Jahren einen Verlust ... mehr lesen
Teheran/Zürich - Auch nach der Einigung wichtiger Förderländer auf eine Deckelung der Ölproduktion in Doha, bleibt die ... mehr lesen
Iran will den Handel nach den Sanktionen anheben.
Der Preis für Erdöl bleibt weiterhin tief.
Paris - Die Internationale Energieagentur (IEA) bezweifelt, dass der eingebrochene Rohölpreis in nächster Zeit wieder deutlich steigt. ... mehr lesen
Washington - Angesichts fallender Ölpreise hat der Internationale Währungsfonds (IWF) betroffenen Förderstaaten seine Hilfe ... mehr lesen
IWF-Chefin Christine Lagarde fordert die Aufhebung von Subventionen. (Archivbild)
Weitere Artikel im Zusammenhang
Wenn die sogenannten Mächtigen und Grossen diese Woche im Rahmen des Weltwirtschaftsforums im ... mehr lesen
Unterkühlte Diskussionen um den Ölpreis im kalten Davos.
Wien - Gut ein halbes Jahr nach dem Ende des Atomstreits mit dem Iran und der Einigung auf ein Abkommen hebt der Westen seine Sanktionen gegen das Land weitgehend auf. ... mehr lesen
Der Westen hebt die Sanktionen gegen den Iran weitgehend auf.
Die Ölpreise sinken so tief wie seit zwölf Jahren nicht mehr.
Singapur - Die Ölpreise haben am Dienstag ihre Talfahrt fortgesetzt und sind auf den ... mehr lesen
Singapur - Die Ölpreise setzen ihren Sinkflug am Montag fort. Mit 36,62 Dollar erreichte der Preis für ein Barrel (159 Liter) der ... mehr lesen
Die Ölpreise waren seit Dezember 2008 nicht mehr so tief.
Die Schweiz habe konsequent auf Qualität gesetzt.
Die Schweiz habe konsequent auf Qualität gesetzt.
Wettbewerbsfähigkeit  Lausanne - Im internationalen Vergleich der Wettbewerbsfähigkeit rückt die Schweiz wieder auf den zweiten Platz hinter Hong Kong, nachdem sie im Vorjahr wegen der Aufwertung des Frankens auf Platz vier zurückgefallen war. 
Dank neuen Produkten  Bern - Der Aargauer Chips- und Snackhersteller Zweifel Pomy-Chips hat im ...
Zweifel Pomy-Chips hat die Frankenstärke auch gespürt.
Technologie  Bern - Der Technologiekonzern Ascom erwartet einen Verlust im ersten Halbjahr. Für das zweite Halbjahr zeigt sich Ascom in einer Mitteilung vom Montagabend aber zuversichtlich: Es werde operativ deutlich besser ausfallen als das erste.  
Fassungslos und tief erschüttert  Zürich - Der ehemalige Zurich-Chef Martin Senn hat sich das Leben genommen. Er wurde 59 Jahre alt. Für den Konzern ist es bereits der zweite Suizid eines hochrangigen Managers innert drei Jahren. 2013 hatte sich der damalige Finanzchef Pierre Wauthier das Leben genommen.  
Titel Forum Teaser
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3941
    "Flüchtlingskrise" Lösen kann man das Problem nur in den Ländern aus denen die Leute ... Fr, 27.05.16 09:33
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3941
    Der... Grund für die Misere liegt ganz woanders und ist im Prinzip sehr ... Di, 24.05.16 11:04
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3941
    Über... viele Jahre Schwarzarbeit ausüben, ist nur dann erlaubt, wenn sie aus ... So, 22.05.16 12:48
  • Kassandra aus Frauenfeld 1764
    Wer glaubt denn noch unserer Notenbank? Einen Monat bevor sie den Frankenkurs gegenüber ... Do, 12.05.16 16:43
  • jorian aus Dulliken 1752
    Solch ein Blödsinn! Der wahre Grund, dass man die grossen Noten abschaffen will, ist der, ... Mi, 11.05.16 17:42
  • Kassandra aus Frauenfeld 1764
    Na und? Hier wird beschrieben, wie eine Solaranlage sich selbst zurückregelt, ... Mi, 04.05.16 00:04
  • OldFred aus Thalwil 5
    Schweizer Pionierwerk Meine lieben "Ingenieur-Kollegen" von unserer innovativen "Hochschule", ... Di, 03.05.16 21:24
  • Kassandra aus Frauenfeld 1764
    Offenbar verstehen die USA nichts vom Verhandeln, dafür mehr vom Erpressen. Die Schweiz zahlt Milliarden ... Mo, 02.05.16 10:27
86 Prozent des Stroms aus Energieträgern wurden in der Schweiz produziert.
Green Investment Hälfte des Stroms stammt aus Wasserkraft Bern - Der Strom aus Schweizer Steckdosen stammte ...
Das Crowdfunding hat um 73 Prozent zugelegt.
Startup News Crowdfunding in der Schweiz markant gewachsen Luzern - Auf tiefem Niveau ist der Markt für Schwarmfinanzierung (sog. Crowdfunding) in der Schweiz erneut stark gewachsen. Diese Art der Geldbeschaffung ...
Jedes dritte KMU in Deutschland hat 2011-2013 Energie eingespart.
KMU-Magazin Research Energiewende ist im Mittelstand angekommen Die kleinen und mittleren Unternehmen sind auf ...
 
Wettbewerb
   
Die Alp Grosser Mittelberg im Justistal.
Viel Glück  Die Alpsaison steht vor der Tür. Damit Wanderfreunde den Weg zu den schönsten Alpbeizli finden, haben wir ein Gewinnspiel parat.
Mitmachen und gewinnen.  Rechtzeitig zur Premiere von «The First Avenger: Civil War» verlosen wir zwei Fan-Pakete mit jeweils zwei Kinoeintritten.
Stellenmarkt.ch
Wirtschaft Marken
   Marke    Datum
27.05.2016
textilschweiz textilesuisse tessilesvizzera Logo
27.05.2016
Der Unterflur-Container Logo
26.05.2016
Der Bioabfallcontainer Logo
26.05.2016
data share Logo
25.05.2016
    Information zum Feld
Bitte geben Sie hier einen Markennamen ein wie z.B. 'Nespresso'
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Mi Do
Zürich 12°C 18°C Wolkenfelder, kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig bewölkt, etwas Regen bewölkt, etwas Regen
Basel 13°C 18°C bewölkt, etwas Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Wolkenfelder, kaum Regen bewölkt, etwas Regen
St. Gallen 11°C 17°C bewölkt, etwas Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig bewölkt, etwas Regen bewölkt, etwas Regen
Bern 12°C 15°C bewölkt, etwas Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig bewölkt, etwas Regen bewölkt, etwas Regen
Luzern 13°C 17°C bewölkt, etwas Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig bewölkt, etwas Regen bewölkt, etwas Regen
Genf 11°C 15°C bewölkt, etwas Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt bewölkt, etwas Regen
Lugano 14°C 20°C Gewitter möglichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Gewitter möglich gewitterhaft
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten