Überdurchschnittliche Einbussen beim Umsatz
Öl- und Rohstoffpreise belasten Konzernergebnisse
publiziert: Mittwoch, 18. Mai 2016 / 15:07 Uhr
Die niederländische Royal Dutch Shell ist das umsatzstärkste Unternehmen in Europa.
Die niederländische Royal Dutch Shell ist das umsatzstärkste Unternehmen in Europa.

Zürich - Der Verfall der Öl- und Rohstoffpreise hat 2015 auf beiden Seiten des Atlantiks bei den Grosskonzernen Umsatz und Gewinn schmelzen lassen. Überdurchschnittliche Einbussen beim Umsatz erlitten dabei die Schweizer Konzerne.

3 Meldungen im Zusammenhang
Sowohl in Europa als auch in den Vereinigten Staaten sind die Umsätze und Gewinne der jeweils 300 grössten Unternehmen (ohne Banken und Versicherungen) 2015 zurückgegangen, wie einer Studie des Beratungsunternehmens EY vom Mittwoch zu entnehmen ist.

Unter dem Strich verzeichneten die europäischen Grosskonzerne Umsatzeinbussen um vier Prozent, und der Gewinn brach sogar um 14 Prozent ein. Besser erging es den US-Konzernen. Hier reduzierten sich die Umsätze und Gewinne jeweils um drei Prozent.

Massiver Einbruch in der Schweiz

Die Umsätze entwickelten sich je nach Land recht unterschiedlich. Während die schwedischen Konzerne ihre Umsätze um über 10 Prozent steigerten und auch in Deutschland und Irland diese um gut 5 Prozent zulegten, sanken sie 2015 in der Schweiz um 9 Prozent. Vergleichbare Einbrüche sind in Grossbritannien ermittelt worden. Noch drastischer war der Rückgang in den Niederlanden mit über 19 Prozent.

Die niederländische Royal Dutch Shell ist dennoch das umsatzstärkste Unternehmen in Europa, gefolgt von Volkswagen und BP. Unter den europäischen Top 10 der grössten europäischen Firmen befinden sich mit Glencore (Rang 4) und Nestlé (Rang 10) zwei Schweizer Unternehmen.

Der Verfall der Öl- und Rohstoffpreise drückte im vergangenen Jahr auf die Umsätze. Besonders stark davon betroffen waren die Bergbau- und Rohstoffkonzerne in Europa und der Schweiz. Hier brachen die Umsätze um 15 Prozent ein. Bei weitem übertroffen wurden sie jedoch noch von der Erosion der Umsätze der Ölkonzerne in Europa und den USA. Diese sanken um 31 Prozent.

Die beiden Branchen stehen in Europa für 22 Prozent und in den USA für 11 Prozent des Gesamtumsatzes der Grosskonzerne. Die Studienverfasser halten allerdings fest, dass es für die meisten Branchen 2015 aufwärts gegangen sei. Fast zwei Drittel der europäischen Konzerne hätten ein Umsatzplus erzielt. In den USA konnte hingegen nicht einmal jedes zweite Unternehmen beim Umsatz zulegen.

Beim operativen Ergebnis schafften es mit Roche (Rang 3), Nestlé (4) und Novartis (8) drei Schweizer Konzerne in die europäischen Top Ten. In den USA das Mass aller Dinge ist Apple. Mit einem operativen Gewinn von umgerechnet 65,6 Milliarden Euro machte der iPhone-Hersteller mehr Gewinn als die fünf gewinnstärksten europäischen Unternehmen zusammen.

IT-Sektor ist in den USA Leitbranche

Die Studie kommt ausserdem zum Schluss, dass die US-Konzerne nach wie vor wesentlich profitabler wirtschaften als die europäischen. Die anhaltende Margenschwäche der europäischen Konzerne wird auch auf strukturelle Probleme zurückgeführt. So gebe es in Europa ein massives Übergewicht der sogenannten Old Economy.

Gut 40 Prozent der 300 grössten Konzerne entstammten klassischen Industriebranchen, und diese stellten 51 Prozent des Gesamtumsatzes. In den USA liege der Anteil dieser Branchen an der Gesamtzahl der Grosskonzerne bei 28 Prozent, und sie erwirtschafteten nur 27 Prozent des Gesamtumsatzes.

Europa könne zudem die Lücke in der IT-Branche nicht schliessen. Gerade einmal 14 IT-Unternehmen könnten sich hier im Vergleich zu 32 in den USA unter den 300 Grosskonzernen einreihen.

Die Autoren der Studie sind skeptisch für das laufende Jahr. Nachdem viele europäische Firmen im vergangenen Jahr noch von Währungseffekten profitieren konnten, falle 2016 der schwache Euro als «Umsatzturbo» aus, heisst es im Bericht.

Ausserdem schwächle die Weltkonjunktur, und es gebe steigende wirtschaftliche und politische Risiken, wie etwa den Brexit oder die Flüchtlings- und Staatsschuldenkrise.

(cam/sda)

Kommentieren Sie jetzt diese wirtschaft.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Es wird derzeit noch weltweit zuviel Öl gefördert.
Paris - Die Erdölpreise dürften nach ... mehr lesen
Doha - Ein Treffen von Ölministern ... mehr lesen
Die Ölstaaten haben bisher bewusst auf Produktionkürzungen verzichtet und stattdessen den Markt geflutet. (Archivbild)
Grosse Preisunterschiede je nach Gemeinde.
Grosse Preisunterschiede je nach Gemeinde.
Publinews Die Strompreise für 2020 steigen um 1 Prozent  Die Strompreise für 2020 steigen laut der Aufsichtsbehörde Elcom um 1 Prozent. Eine wichtige Komponente sind die Netztarife - sie werden im Monopol verrechnet. Die «Handelszeitung» hat sie nach Kantonen und Stromverteilern ausgewertet. mehr lesen  
Ständerat schwenkt auf Linie des Nationalrats  Bern - Grosswasserkraftwerke sollen Subventionen erhalten, wenn sie den Strom zu tiefen Preisen verkaufen müssen. Darauf haben sich die eidgenössischen Räte geeinigt. Der Ständerat ist am Dienstag auf die Linie des Nationalrats eingeschwenkt. mehr lesen  
Titel Forum Teaser
  • keinschaf aus Wladiwostok 2826
    grüezi Wie lasterhaft Mitleid mitunter sein kann, beweisen Sie doch gerade ... Mo, 26.12.16 20:05
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Vom Tode träumt ein negrophiles Schäfchen doch ständig. Wenn tausende Frauen in England ... Mi, 28.09.16 11:58
  • HentaiKamen aus Volketswil 1
    Kommt wieder Aber leider eine RIESEN Verlust für Leser wie mich die nicht mit dem ... Sa, 13.08.16 01:13
  • keinschaf aus Wladiwostok 2826
    sogar nach dem Tode hat die Kassandra noch die grösste Schnauze... jaja, diese ... Fr, 12.08.16 16:30
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Wow, wie hat sich die gute Kubra gemausert! Ich danke auch Ihnen ganz persönlich für die vielen harten und ... Mi, 20.07.16 20:25
  • Pacino aus Brittnau 731
    Übrigens, wusstet ihr schon . . . . . . dass die Foren von AZ (Wanner), 20min. und Schweizer Fernsehen ... Mi, 29.06.16 15:20
  • PMPMPM aus Wilen SZ 235
    Und jetzt? Ist noch online...? Liebes news-Team, schade ist die Situation so, dass etwas aufhören ... Di, 28.06.16 22:43
  • kubra aus Berlin 3232
    Danke für die gelebte Pressefreiheit. Damit mein ich durchaus auch den ... Di, 28.06.16 16:09
.
Green Investment news.ch geht in Klausur Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in ... 21
EasyGov am Laptop
Startup News EasyGov.swiss vereinfacht die nötigen Behördengänge Das Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) baut den Online-Schalter für Unterneh-men EasyGov.swiss bereits zum zweiten Mal in diesem Jahr aus. Mit ...
Jedes dritte KMU in Deutschland hat 2011-2013 Energie eingespart.
KMU-Magazin Research Energiewende ist im Mittelstand angekommen Die kleinen und mittleren Unternehmen sind auf ...
 
News
         
Reanimation
Publinews Erste Hilfe am Arbeitsplatz  Was tun Sie, wenn Ihr Kollege keine Luft mehr bekommt? Und damit meinen wir nicht (nur) ... mehr lesen
Für Arbeitgeber ergibt sich mit dem Home Office ein wichtiger Vorzug.
Publinews    Die Arbeit beansprucht nach Abschluss der Ausbildung oder des Studiums einen grossen Teil unseres Lebens, weshalb es für ... mehr lesen
Es bestehen aktuell eine Vielzahl an Überweisungsmöglichkeiten, so auch via Mobiltelefon und Bank- oder Kreditkartenkonten.
Publinews Geldüberweisungen  Während das Internet und andere technische Fortschritte die Grenzen der geografischen Distanz überwunden haben, haben immer mehr Länder ihre Türen für den ... mehr lesen
Schweisser
Publinews Beim Schweissen werden zwei oder mehr Werkstücke dauerhaft miteinander verbunden. Gemäss den Definitionen EN 14610 und DIN 1910-100 ist das Schweissen das ... mehr lesen
Viele spannende Möglichkeiten, ein Start-up zu finanzieren. Am Ende kommt es ganz wesentlich auf zwei Dinge an: Sich nicht entmutigen zu lassen und immer wieder nach neuen Lösungen suchen.
Publinews Die beste Idee nutzt nicht viel, wenn kein Kapital vorhanden ist, um sie umzusetzen. Start-ups stehen in der Beliebtheitsskala der Banken jedoch nicht gerade ... mehr lesen
Schlüsseldienste versprechen bei einer Aussperrung schnelle und kompetente Hilfe.
Publinews Binnen weniger Sekunden ist es passiert: Die Tür fällt hinter Ihnen ins Schloss, und der Schlüssel befindet sich im Inneren des Hauses. ... mehr lesen
Eine Haustür kann mit Zusatzschlössern, Querriegeln und Schutzbeschlägen nachgerüstet werden.
Publinews Nach dem Erwerb einer Immobilie ist eine Bestandsaufnahme sinnvoll, um zu ermitteln, ob Sanierungsbedarf vorhanden ist. Für die betroffenen ... mehr lesen
Weltweite Einsetzbarkeit, hohe und bargeldlose Zahlungssicherheit - die Kreditkarte überzeugt seit jeher mit vielseitigen Vorteilen.
Publinews Immer häufiger kommt sie in Alltag, Urlaub oder bei der Arbeit zum Einsatz. Kein Wunder, denn sie bietet eine Vielzahl an Leistungen und Extras. Die Kreditkarte existiert ... mehr lesen
Wer sich als Unternehmen der Online-Welt verschliesst, der grenzt damit auch wichtige Kunden und Absatzkanäle aus.
Publinews Dass sich grosse Unternehmen es sich nicht nehmen lassen, umfangreichen Online-Aktivitäten nachzugehen, ist heute selbstverständlich. Kleinere und mittlere Unternehmen, ... mehr lesen
Stellenmarkt.ch
Wirtschaft Marken
   Marke    Datum
26.02.2020
26.02.2020
26.02.2020
26.02.2020
BEMBERG Logo
26.02.2020
    Information zum Feld
Bitte geben Sie hier einen Markennamen ein wie z.B. 'Nespresso'
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Fr Sa
Zürich 1°C 5°C starker Schneeregenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt wechselnd bewölkt
Basel 2°C 7°C bedeckt, wenig Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt wolkig, aber kaum Regen
St. Gallen 0°C 4°C starker Schneeregenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Schneeregenschauer wolkig, aber kaum Regen
Bern 0°C 5°C starker Schneeregenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich wechselnd bewölkt
Luzern 0°C 6°C starker Schneeregenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Schneeregenschauer wechselnd bewölkt
Genf 0°C 7°C starker Schneeregenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt wechselnd bewölkt, Regen
Lugano 4°C 6°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig wolkig, aber kaum Regen
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten