Obama stützt am G20-Gipfel Europa bei Bankenabgabe
publiziert: Samstag, 26. Jun 2010 / 22:10 Uhr

Huntsville - Transatlantischer Schulterschluss bei der Finanzmarktreform: US-Präsident Barack Obama machte sich beim G20-Gipfel für die Pläne seiner europäischen Partner stark, der Geldwirtschaft rund um den Globus schärfere Spielregeln zu verpassen und eine Bankenabgabe einzuführen.

Barack Obama scherzt mit anderen G-8-Chefs bei einer kleinen Pause.
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«Ich hoffe, dass wir auf den Fortschritt bei den G20-Gipfeln im vergangenen Jahr aufbauen können, indem wir unsere Anstrengungen zur weltweiten Finanzmarktreform koordinieren», sagte Obama. Man müsse «sicherstellen, dass eine Krise, von der wir uns noch heute erholen, nicht wieder geschehen kann».

Vor Beginn des G20-Gipfels im kanadischen Toronto tagten die Staats- und Regierungschefs der führenden Industrienationen und Russlands (G8) im 220 Kilometer entfernten Huntsville. In ihrer Abschlusserklärung erhöhten sie den politischen Druck auf Nordkorea und den Iran, deren Atomprogramme eine Gefahr für den Frieden seien.

Iran zum Dialog aufgefordert

Nordkorea müsse sich «jeglicher Angriffe oder feindseligen Drohungen» gegen Südkorea enthalten. Die G-8 nahm dabei Bezug auf die Versenkung eines südkoreanischen Schiffes am 26. März im Gelben Meer, für die Nordkorea verantwortlich gemacht wird.

Die G-8-Chefs forderten zudem die Führung des Iran zu einem «transparenten Dialog» über ihr Atomprogramm auf. Sie zeigten sich in der Abschlusserklärung «tief besorgt über den anhaltenden Mangel an Transparenz über Irans Nuklearaktivitäten».

Afghanische Regierung soll handeln

Die Staats- und Regierungschefs mahnten ausserdem die afghanische Regierung, binnen fünf Jahren konkrete Schritte zur Übernahme der Sicherheitsverantwortung für das Land zu unternehmen.

Israel forderten sie ausserdem auf, ihre Blockade des Gazastreifens zu lockern und mehr humanitäre Hilfe für Palästinenser in das Gebiet zu lassen. Die Blockade sei in ihrer gegenwärtigen Form «nicht aufrechtzuerhalten».

Tausende Demonstranten versammelten sich in Toronto zu Protesten gegen den G20-Gipfel. Ein massives Polizeiaufgebot schützte das Konferenzzentrum in der Innenstadt der Wirtschaftsmetropole. Es blieb aber zunächst weitgehend friedlich.

(fkl/sda)

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