Schweiz-EU
Novartis-Produktion in Schweiz bei Ende der Bilateralen gefährdet
publiziert: Sonntag, 3. Aug 2014 / 12:15 Uhr
Die Personenfreizügigkeit mit der EU, die durch die Masseneinwanderungsinitiative in Frage gestellt ist, ist für Novartis wichtig.
Die Personenfreizügigkeit mit der EU, die durch die Masseneinwanderungsinitiative in Frage gestellt ist, ist für Novartis wichtig.

Basel - Bei einem Scheitern der bilateralen Verträge der Schweiz mit der EU als Folge des Ja zur Masseneinwanderungsinitiative wäre die Produktion von Novartis hierzulande in Gefahr. Die bilateralen Verträge seien «extrem wichtig», sagte Novartis-Verwaltungsratspräsident Jörg Reinhardt.

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«Wir produzieren viel in der Schweiz. Wenn für Exporte in die EU plötzlich zusätzliche Prüfungen nötig werden, müsste man sich überlegen, ob wir weiterhin in der Schweiz produzieren», sagte Reinhardt in einem Interview mit dem «SonntagsBlick»: «Ich hoffe, dass diese Situation nie eintritt.»

Auch die Personenfreizügigkeit mit der EU, die durch die Masseneinwanderungsinitiative in Frage gestellt ist, ist für Novartis wichtig: In den Basler Werken beschäftige der Pharmakonzern 11'300 Mitarbeiter aus über 100 Nationen, sagte Reinhardt. 30 Prozent seien Schweizer, 35 Prozent seien Grenzgänger und 35 Prozent stammten aus anderen Ländern.

«Wir sind stark auf ausländisches Personal angewiesen. Wenn wir nicht mehr im Ausland rekrutieren können, ist das ein Standortnachteil für Basel», sagte der Novartis-Präsident.

(asu/sda)

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