Diovan-Patentablauf
Novartis-Chef sieht drei schwierige Quartale
publiziert: Sonntag, 7. Okt 2012 / 09:28 Uhr
Novartis-Chef Joe Jimenez
Novartis-Chef Joe Jimenez

Basel - Das Ende September abgelaufene US-Patent für den Umsatzrenner Diovan dürfte dem Basler Pharmakonzern Novartis drei schwierige Quartale bescheren. In der zweiten Hälfte 2013 sollte dieser Effekt aber verpufft sein, sagte Novartis-Chef Joe Jimenez.

Value and Risk in Pharma and Biotech
Avance, Basel GmbH
Lautengartenstrasse 7
4052 Basel
6 Meldungen im Zusammenhang
In den ersten Wochen nach dem Patentablauf von Diovan dürfte der Umsatzrückgang in den USA «signifikant» sein, sagte Jimenez in einem dem Interview mit der «SonntagsZeitung».

Wegen der Nachahmerprodukte sank der Umsatz bei Diovan gemäss Jimenez bereits um 2 Mrd. Dollar. Vorher hatte das Medikament 5,6 Mrd. Dollar in die Novartis-Kassen gespült. In der EU und in Kanada ist der Patentschutz für Diovan schon länger abgelaufen.

Einer Sparrunde erteilte Jimenez vorderhand eine Absage. Vereinzelt möge es zwar Einsparungen geben, ein grosses Programm sei nicht vorgesehen. Das Produktportfolio sei verjüngt und die neuen Medikamente würden sich laufend besser verkaufen. Im zweiten Halbjahr 2013 sollte darum der Umsatz markant steigen, sagte Jimenez dem Blatt.

Die Senkung der Medikamentenpreise durch den Bundesrat kritisierte Jimenez. Eine 20-prozentige Preissenkung sei «enorm hoch». Zudem führten Preissenkungen in der Schweiz auch zu Verbilligungen in den zur Preisfestlegung dienenden Referenzländern. Dass allein auf den Wechselkurs abgestellt werde, verzerre das Bild.

Zwar kam der Bundesrat der Pharmaindustrie mit dem Wechselkurs von 1,29 Fr. für den Euro entgegen. Tatsächlich kostet ein Euro um die 1,21 Franken. Dennoch reicht das Jimenez nicht. Er verlangte, die Preisgestaltung müsse auf der Kaufkraftparität basieren, also auf rund 1,40 Fr. pro Euro.

Die Abzocker-Initiative lehnt Jimenez, als US-Bürger nicht stimmberechtigt, ab. Sie werde der Schweiz bei der Wettbewerbsfähigkeit grosse Schwierigkeiten bereiten.

Novartis «wäre zweifellos gezwungen zu handeln, sollte die Initiative durchkommen». Über die Optionen liess er sich nicht aus. Jimenez war 2011 mit einem Salär von 16 Mio. Fr. der am besten verdienende Manager der Schweiz.

(asu/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Kommentieren Sie jetzt diese wirtschaft.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Neu Delhi - Der Schweizer Pharmakonzern Novartis ist im indischen Patentprozess um das Krebsmedikament Glivec nach über ... mehr lesen
Novartis unterliegt im Patentprozess in letzter Instanz.
Daniel Vasellas Nachfolger steht bereits fest.
Basel - Daniel Vasella tritt als Verwaltungsratspräsident von ... mehr lesen
Thun - Die Delegierten der FDP haben am Samstag in Thun wie erwartet mit deutlicher Mehrheit die Nein-Parole zur ... mehr lesen 10
Laut Philipp Müller vertreibt eine Annahme der Initiative Grossunternehmen aus der Schweiz. (Archivbild)
Basel - Beim Basler Pharmakonzern Novartis haben sich die Ergebnisse im ersten Halbjahr 2012 verschlechtert. Der ... mehr lesen
Der Reingewinn sank im ersten halben Jahr von 5,56 Mrd. auf 5,06 Mrd.
Weitere Artikel im Zusammenhang
Minder zieht Abzocker-Initiative nicht zurück.
Bern - Thomas Minder zieht die Abzocker-Initiative nicht zurück. Damit ist der ... mehr lesen 1
Solutions for orphan diseases.
Value and Risk in Pharma and Biotech
Avance, Basel GmbH
Lautengartenstrasse 7
4052 Basel
R&D for new antibiotics and and their biotechnological production processes
Die WHO bemängelt fehlende Investitionen der Pharmaindustrie.
Die WHO bemängelt fehlende Investitionen der Pharmaindustrie.
Einigung der WHO  Genf - Die Mitgliedstaaten der Weltgesundheitsorganisation (WHO) haben sich nach langen Debatten am Pfingstmontag auf einen globalen Aktionsplan für den Kampf gegen Antibiotika-Resistenzen verständigt. 
«Das ist heute die grösste Herausforderung im Bereich der Infektionskrankrankheiten»
WHO bezeichnet Kampf als ungenügend Genf - Die weltweit getroffenen Massnahmen gegen Antibiotika-Resistenz reichen nach Ansicht der Weltgesundheitsorganisation WHO bei ...
Weniger Umsatz als erwartet  Frankfurt - Der deutsche Pharma- und Chemiekonzern Merck setzt nach dem ...
Merck hat sich mit Sigma-Aldrich auf eine Übernahme verständigt.
Die Demonstranten nahmen beispielsweise Bezug auf die Vorwürfe, wonach Syngenta-Pestizide Bienen-Sterben verursachten. (Symbolbild)
2000 Menschen demonstrieren für ökologische Landwirtschaft  Basel/Morges VD - In Basel, Bern und Morges VD sind am Samstag über 3000 Menschen ...  
Titel Forum Teaser
Der Abflug wurde schon mehrmals verschoben.
Green Investment «Solar Impulse» sitzt in China fest Nanjing - Schlechtes Wetter hält das Schweizer ...
Es ist wichtig, den richtigen Umgang mit den eigenen Daten zu lernen.
Startup News Eigene Daten richtig schützen - Methoden und Programme zum Datenschutz Das Internet hat die wichtigsten Bereiche des alltäglichen Lebens übernommen, sei es Online Banking, Familienerinnerungen, soziales ...
Jedes dritte KMU in Deutschland hat 2011-2013 Energie eingespart.
KMU-Magazin Research Energiewende ist im Mittelstand angekommen Die kleinen und mittleren Unternehmen sind auf ...
Übrigens: Hier könnte auch Ihr Unternehmen gefunden werden.
Erfassen Sie zuerst Ihr kostenloses Firmenporträt! Mit dem Firmenporträt präsentieren Sie Ihr Unternehmen und Ihre wichtigsten Dienstleistungen schnell und einfach auf dem wichtigsten KMU-Marktplatz der Schweiz.
Stellenmarkt.ch
Wirtschaft Marken
   Marke    Datum
autobooker.com Car Rental Experts Logo
21.05.2015
21.05.2015
21.05.2015
HELVETIA Games Logo
21.05.2015
Ringier We inform. We entertain. We connect. Logo
21.05.2015
    Information zum Feld
Bitte geben Sie hier einen Markennamen ein wie z.B. 'Nespresso'
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
MO DI MI DO FR SA
Zürich 10°C 15°C leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen
Basel 10°C 14°C leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
St.Gallen 10°C 17°C leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen bewölkt, Regen bewölkt, Regen bewölkt, Regen bewölkt, Regen bewölkt, Regen
Bern 12°C 18°C leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen
Luzern 12°C 19°C leicht bewölkt, Gewitter, Regen bewölkt, Regen bewölkt, Regen bewölkt, Regen bewölkt, Regen bewölkt, Regen
Genf 11°C 20°C leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
Lugano 13°C 22°C leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
mehr Wetter von über 6000 Orten