Ein Blick in die Zukunft
Novartis-Chef erwartet steigende Pharma-Marge
publiziert: Mittwoch, 25. Mai 2016 / 09:58 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 25. Mai 2016 / 10:45 Uhr
Es werde kein gradliniger Weg, sagte Novartis-Chef Joseph Jimenez bei einer Investorentagung.
Es werde kein gradliniger Weg, sagte Novartis-Chef Joseph Jimenez bei einer Investorentagung.

Zürich - Langfristig werden die Margen in der Pharma-Sparte von Novartis steigen. Allerdings werde dies kein gradliniger Weg, sagte Novartis-Chef Joseph Jimenez bei einer Investorentagung. Vielmehr werde es ein eher holpriger Weg.

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Mit Blick auf das laufende Jahr, das der Chef bei der Vorstellung der Jahreszahlen Ende Januar noch als Übergangsjahr bezeichnet hatte, betont Jimenez bei der Veranstaltung, dass das Hauptaugenmerk im laufenden Jahr bei der Markteinführung von Cosentyx und Entresto liege. Es sei konzernweit die oberste Priorität, dass diese beiden Mittel erfolgreich in die jeweiligen Märkte eingeführt würden.

Wie aus einer begleitenden Präsentation zu entnehmen ist, hält Jimenez bei dem Herzmittel Entresto an der Prognose fest, dass es Spitzenumsätze von etwa 5 Milliarden Dollar erzielen könne.

Verkauf ohne Aufschlag möglich

Jimenez äusserte sich auch zu Spekulationen über einen Verkauf der Anteile von Novartis am Konkurrenten Roche. Demnach würde Novartis sich auch ohne Aufschlag von seiner Beteiligung trennen. «Wir würden gründlich darüber nachdenken und würden möglicherweise entscheiden, ohne Prämie auszusteigen, wenn sich die richtige Gelegenheit ergibt», sagte er.

Novartis werde bei einem Verkauf aber jedenfalls darauf achten, das Maximum für seine Aktionäre herauszuholen, versicherte Jimenez. Novartis besitzt knapp ein Drittel der stimmberechtigten Roche-Aktien, die an der Börse aktuell 13,5 Milliarden Franken wert sind.

Spekulationen, dass sich Novartis von dem Anteil trennen könnte, machen die Runde, seit der frühere Novartis-Lenker Daniel Vasella im Jahr 2013 den Konzern verliess. Der Manager wollte einen Schulterschluss der beiden Pharmariesen erreichen, stiess aber bei den Konkurrenten auf der anderen Seite des Rheins auf wenig Gegenliebe.

Die Erben der Roche-Gründerfamilie Hoffmann-Oeri, die den Konzern mit einer hauchdünnen Mehrheit von 50,01 Prozent der Stimmrechte kontrollieren, pochen auf die Unabhängigkeit des Unternehmens.

(cam/sda)

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