Notenbanken wappnen sich für Ernstfall
publiziert: Freitag, 15. Jun 2012 / 08:13 Uhr / aktualisiert: Freitag, 15. Jun 2012 / 18:33 Uhr
Die Zentralbanken wollen sich für das schlimmste vorbereiten.
Die Zentralbanken wollen sich für das schlimmste vorbereiten.

Washington - Die wichtigsten Notenbanken der Welt bereiten sich für schwere Marktturbulenzen nach der Schicksalswahl in Griechenland vor. Die Zentralbanken stehen für eine koordinierte Aktion zur Stabilisierung der globalen Finanzmärkte bereit.

Individuelle Vermögensverwaltung - Unabhängig, Transparent, Zuverlässig
9 Meldungen im Zusammenhang
Um eine Kreditklemme zu verhindern, bereiteten sich die Notenbanker auf eine Versorgung der Finanzmärkte mit Liquidität vor. Der Ausgang der Parlamentswahl in Athen könnte Experten zufolge das Ende des Euros in Griechenland besiegeln, sollten sich die Spar- und Reformgegner durchsetzen.

Weltweit laufen die Vorbereitungen für den Ernstfall namens «Grexit». Die Finanzminister der Euro-Zone wollen am Sonntagabend in einer Telefonkonferenz über das Ergebnis der Wahl beraten. Die Hauptsorge sei das Risiko von grösseren Kapitalabflüssen, sollte sich radikale Linkspartei Syriza eindeutig durchsetzen, hiess es.

Syriza lehnt die Auflagen der internationalen Geldgeber ab, will das Land aber dennoch in der Euro-Zone halten. Am Donnerstag bekräftigte Parteichef Alexis Tsipras seine Entschlossenheit, sich nach einem Wahlsieg nicht mehr an die Hilfsbedingungen halten zu wollen.

Berlin besteht auf Sparmassnahmen

Berlin lehnt dies jedoch ab. Die deutsche Regierung besteht darauf, dass die vereinbarten Sparauflagen auch bei einem Regierungswechsel eingehalten werden. «Natürlich spricht man mit einer neuen Regierung immer, das ist demokratische Gegebenheit, aber das Programm ist - so wie es konzipiert ist - das richtige», sagte ein Sprecher des Finanzministeriums am Freitag in Berlin.

Europas oberster Währungshüter Mario Draghi liess durchblicken, dass die Europäische Zentralbank (EZB) das Bankensystem im Notfall mit neuen Geldspritzen stützen würde. «Das Eurosystem wird weiter Liquidität an kreditwürdige Banken bereitstellen, wenn das notwendig ist», sagte Draghi.

Um schweren Marktreaktionen entgegenzuwirken, sind auch Währungsinterventionen möglich. Die Schweizerische Nationalbank hatte dies in ihrem Stabilitätsbericht am Donnerstag einmal mehr bekräftigt. So will sie die Untergrenze zum Euro auf jeden Fall verteidigen und ist dazu bereit am Devisenmarkt zu intervenieren.

Der französische Ministerpräsident Jean-Marc Ayrault betonte unterdessen, dass seine Regierung nicht versuche, eine Allianz gegen Deutschland zu schmieden. Beide Länder hätten eine gemeinsame Verantwortung, Europa eine Zukunft zu geben, sagte er dem Sender Europe 1.

(bg/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
1
Forum
Machen Sie auch mit! Diese wirtschaft.ch - Meldung wurde von einer Leserin oder einem Leser kommentiert.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Athen - Bei der Parlamentswahl in Griechenland ist die konservative Nea Dimokratia (ND) laut offizieller Hochrechnung stärkste ... mehr lesen
Die Pro-Euro-Parteien könnten eine Koalition bilden.
Athen - Hochspannung in Griechenland: In dem vom Staatsbankrott bedrohten Land haben zum zweiten Mal binnen sechs Wochen Neuwahlen begonnen. «Die Wahlen verlaufen normal, wie wir es geplant hatten», erklärte Innenminister Antonis Manitakis am Sonntagvormittag. mehr lesen 
Wie geht es weiter?
Athen - Griechische Firmen und Bürger fürchten vor der entscheidenden Wahl am ... mehr lesen
Washington - Die Euro-Staaten wollen Spanien bei der Rettung seiner maroden Banken mit Hilfskrediten von bis zu 100 ... mehr lesen 6
Wegen der Bankenkrise in Spanien. (Bank Santander Spanien)
Am Donnerstag hatte Chinas Zentralbank überraschend die Leitzinsen gesenkt.
Peking - Das Wachstum der Industrieproduktion Chinas verharrt auf einem für die ... mehr lesen
Weitere Artikel im Zusammenhang
Peking - Wegen einer unerwartet starken Abkühlung seiner Konjunktur hat China erstmals seit 2008 seine Leitzinsen gesenkt. ... mehr lesen
Die Zinssenkung wird ab Freitag wirksam. (Archivbild)
Spanien hat grosse Geldsorgen.
Madrid - Spaniens Schuldenkrise spitzt sich zu. Madrid gibt offen zu, dass der Staat ... mehr lesen 1
Trient - Der italienische Spitzenbanker Alessandro Profumo sieht den Fortbestand der Eurozone in Gefahr. Es sei Eile ... mehr lesen 1
«Wir stehen am Rande des Abgrunds.»
Syriza-Chef Alexis Tsipras will, dass Griechenland in der EU bleibt. (Archivbild)
Athen - Wenige Wochen vor der neuerlichen Parlamentswahl in Griechenland sieht eine Umfrage das Linksbündnis Syriza mit 30 Prozent der Stimmen auf dem ersten Platz, ... mehr lesen
Heuchlerei
Die "Angst" vor den Linken als Sieger ist so etwas von einem Witz.
Selbst wenn die Rechtsbürgerlichen eine absolute Mehrheit bekämen, wäre der Ausstieg GR aus dem EURO immernoch zu 100% besiegelt.
Denn die Sparfolter gegen Griechenland bringt nichts, nur ein Schrumpfen der Wirtschaft und somit automatisch immer höhere Verschuldung.
Leider scheinen gewisse mächtige Politiker Europas, nennen wir sie mal Merkoso oder Barrokel, einfachste wirtschaftliche Zusammenhänge nicht zu kennen oder einfach zu ignorieren.

Griechenland stand vor ein paar Jahren am Abgrund. Hätte man aber eine vernünftige Sparpolitik mit Wachstumsförderung und Wirtschaftsreformen verknüpft könnte heute alles viel besser aussehen.
Aber die Rechtsbürgerlichen Neoliberalen Verbrecher hassen Keynes und alles was dem normalen Volk irgendwas bringt.
Am besten alle Sozialwerke abschaffen, alle Gewerkschaften abschaffen, auf das die starken und reichen überleben.
Finanzdienstleistungen und Vermögensberatung
Individuelle Vermögensverwaltung - Unabhängig, Transparent, Zuverlässig
Die Märkte rechnen damit, dass die Zinswende erst Mitte 2015 kommen wird.
Die Märkte rechnen damit, dass die Zinswende ...
Konjunkturhilfen enden  Washington - Die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) hält an ihrem behutsamen Ausstieg aus der ultralockeren Geldpolitik fest. Der Erwerb von langfristigen Staatsanleihen und Immobilienpapieren wird zum siebten Mal in diesem Jahr um 10 Milliarden Dollar pro Monat zurückgefahren. 
Die Fed will die Entscheidung über ihre künftige Geldpolitik am Abend (20 Uhr MESZ) bekanntgeben. (Symbolbild)
US-Notenbank entscheidet über mögliche Leitzinserhöhung Washington - Der US-Leitzins ist seit Ende 2008 auf einem historischen Tiefstand. Erhöht wurde er sogar schon seit ...
US-Notenbank visiert Ende der Anleihenkäufe an Washington - Das Milliarden-Anleihen-Kaufprogramm der US-Notenbank wird ...
Die Pensionskassen sollten nicht zu euphorisch sein.
Versicherungen So viel Reserven wie vor der Krise  Zürich - Die Situation der Schweizer Pensionskassen hat sich weiter ...  
Titel Forum Teaser
  • KangiLuta aus Wila 208
    Kassandra Sehr guter Kommentar! Ich frage mich sowieso schon lange, warum sich ... gestern 12:18
  • Kassandra aus Frauenfeld 997
    Die Macht der Gewohnheit Schneider-Ammann sagt, Steueroptimierung sei schweizerisch. Das ist ... Mo, 15.09.14 18:30
  • Kassandra aus Frauenfeld 997
    Die Zeiten haben sich eben verändert! Was früher vielleicht einmal gang und gäbe war, ist heute obsolet. Es ... So, 14.09.14 16:37
  • Espion aus Meisterschwanden 1
    Lächerlich Als würde auch nur eine Firma in der Schweiz Arbeitsplätze aus ... So, 14.09.14 13:06
  • LinusLuchs aus Basel 33
    Mission: ungebremster Profit Wie bringe ich ein paar Millionen im Ausland in Sicherheit, damit sie ... Fr, 12.09.14 13:53
  • kubra aus Port Arthur 3150
    Ne. Nicht wirklich zombie1969. Mit einer esoterischen Sicht auf Russland wird nicht ... Fr, 12.09.14 13:24
  • zombie1969 aus Frauenfeld 2439
    Der... Ost-West-Konflikt ist auch ein Ying-Yang-Konflikt. Der technokratische, ... Fr, 12.09.14 10:57
  • Kassandra aus Frauenfeld 997
    Wäre schon was, 3,4% Weltwirtschaft, natürlich wären 4,7% mehr, aber wirklich auch ... Do, 11.09.14 10:51
Juliane Fritz, Investment Manager b-to-v Partners AG
Startup News Auf der Suche nach dem nötigen Kleingeld? Tipps von einer Investment Managerin Venture Capitalist über Business Angels zu Inkubatoren: Es gibt viele Wege wie man als Startup Investoren finden kann. Die ...
Jedes dritte KMU in Deutschland hat 2011-2013 Energie eingespart.
KMU-Magazin Research Energiewende ist im Mittelstand angekommen Die kleinen und mittleren Unternehmen sind auf ...
Stellenmarkt.ch
Wirtschaft Marken
   Marke    Datum
16.09.2014
painfocus Logo
16.09.2014
15.09.2014
15.09.2014
15.09.2014
    Information zum Feld
Bitte geben Sie hier einen Markennamen ein wie z.B. 'Nespresso'
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
DO FR SA SO MO DI
Zürich 14°C 20°C leicht bewölkt leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
Basel 12°C 21°C leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, Regen leicht bewölkt, Gewitter, Regen leicht bewölkt, Gewitter, Regen leicht bewölkt, Gewitter, Regen leicht bewölkt, Gewitter, Regen
St.Gallen 15°C 22°C leicht bewölkt leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
Bern 14°C 24°C leicht bewölkt leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen
Luzern 14°C 25°C leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen
Genf 14°C 24°C leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen
Lugano 16°C 20°C bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen
mehr Wetter von über 6000 Orten