Britische Finanzaufseher erkennen keine Mitschuld
Notenbank kontert Vorwürfe von Barclays
publiziert: Dienstag, 17. Jul 2012 / 14:59 Uhr
Britische Finanzaufseher erkennen keine Mitschuld in Zinsskandal.
Britische Finanzaufseher erkennen keine Mitschuld in Zinsskandal.

London - Im Bankenskandal um Zinsmanipulationen weisen die obersten britischen Finanzaufseher jede Verantwortung von sich. Sie kontern damit Aussagen der Grossbank Barclays.

2 Meldungen im Zusammenhang
«Wir haben das erste Mal von mutmasslichem Fehlverhalten erfahren, als die offiziellen Berichte vor zwei Wochen herausgekommen sind», sagte der Präsident der britischen Notenbank, Mervyn King, am Dienstag bei einer Anhörung des parlamentarischen Finanzausschusses.

Zuvor habe es dafür keine Anzeichen gegeben. Auch die New Yorker Notenbank, die schon 2008 generelle Zweifel an der Glaubwürdigkeit des Referenz-Zinssatzes Libor angemeldet hatte, habe ihm gegenüber keine Bedenken geäussert.

King wehrte sich mit den Aussagen gegen die Darstellung der britischen Grossbank Barclays, wonach die Bank von England die Libor-Manipulationen vor einigen Jahren gebilligt haben soll. Dadurch ist die Notenbank unter Druck geraten. Der Bankenskandal ist in Grossbritannien zu einem Politikum geworden.

Die Vorwürfe gegen die Aufseher bekamen am Montag neue Nahrung, nachdem ein Ex-Manager von Barclays in einer Anhörung Details zu den Zinsverzerrungen preis gegeben hatte. Er habe Mitarbeiter zur Meldung von künstlich niedrigen Zinssätzen angewiesen, räumte der kürzlich zurückgetretene Bankvorstand Jerry del Missier ein.

Anweisung von oben?

Dabei habe er auf Anweisung von Barclays-Chef Bob Diamond gehandelt. Auch Diamond musste wegen des Skandals seinen Hut nehmen. Dieser hat jedoch erklärt, keine Anweisungen zur Übermittlung falscher Zinsen gegeben zu haben.

Doch Del Missier betonte, Diamond habe ihm gesagt, die Notenbank und die britische Regierung seien besorgt über die relativ hohen Zinskosten von Barclays. Sie wollten daher, dass die Bank niedrigere Sätze melde.

Im Zentrum des Skandals steht der täglich in London ermittelte Referenz-Zinssatz Libor. Er dient als Grundlage für Finanztransaktionen wie Hypotheken und Derivate im Gesamtvolumen von 360 Billionen Dollar und basiert auf den Angaben der Banken zu ihren Refinanzierungskosten am Geldmarkt.

Barclays hat als erstes Institut eingeräumt, mit falschen Angaben die Zinsen manipuliert zu haben. Die Bank wurde daraufhin zu einer Strafe von knapp einer halben Milliarde Dollar verdonnert.

(alb/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Lesen Sie hier mehr zum Thema
London - In der Affäre um Zinsmanipulationen durch Grossbanken hat ein ... mehr lesen
Barclays hat als erstes Institut ein Fehlverhalten eingeräumt.
Washington - Das US-Justizministerium bereitet in der Affäre um Zinsmanipulationen einem Zeitungsbericht zufolge Strafverfahren gegen mehrere Banken und einige ihrer Angestellten vor. Im Verlauf des Jahres solle zumindest gegen eine Institution Klage eingereicht werden, berichtete die «New York Times» am Wochendende unter Berufung auf Regierungskreise. mehr lesen 
Finanzdienstleistungen, Private Equity und Vermögensberatung
Individuelle Vermögensverwaltung - Unabhängig, Transparent, Zuverlässig
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. 13
1,2 Millionen US-Dollar wurden nach Argentinien überwiesen.
1,2 Millionen US-Dollar wurden nach Argentinien ...
Konto auf Bahamas aufgegeben  Buenos Aires - Der argentinische Präsident Mauricio Macri will sein auf den Bahamas geparktes Geld nun in Staatsanleihen in der Heimat investieren. Er habe den Verwalter des Kontos angewiesen, die 1,2 Millionen US-Dollar aus der Karibik nach Argentinien zu überweisen. 
Fassungslos und tief erschüttert  Zürich - Der ehemalige Zurich-Chef Martin Senn hat sich das Leben genommen. Er wurde 59 Jahre alt. Für den Konzern ist es bereits der zweite Suizid eines hochrangigen Managers innert drei Jahren. 2013 hatte sich der damalige Finanzchef Pierre Wauthier das Leben genommen.  
Geldpolitische Straffung  Washington - US-Notenbankchefin Janet Yellen hat die Märkte auf eine baldige Zinserhöhung vorbereitet. ...  
Janet Yellen hat die Märkte auf die Zinserhöhung vorbereitet.
Titel Forum Teaser
  • PMPMPM aus Wilen SZ 235
    Und jetzt? Ist noch online...? Liebes news-Team, schade ist die Situation so, dass etwas aufhören ... gestern 22:43
  • kubra aus Berlin 3232
    Danke für die gelebte Pressefreiheit. Damit mein ich durchaus auch den ... gestern 16:09
  • Kassandra aus Frauenfeld 1777
    Nur ein ziemlicher Trottel kann annehmen, dass es etwas mit Zivilcourage zu hat, wenn er an einer ... Fr, 17.06.16 12:02
  • Kassandra aus Frauenfeld 1777
    Meine Anwälte sagen: "Aus einem Esel wird wird in tausend Jahren kein Golfisch, ... Di, 14.06.16 20:10
  • jorian aus Dulliken 1754
    Saudumm? Die Frage ist nur WER! Sie haben mich verleumdet. Sie haben übel über mich geredet! (Dies ... Di, 14.06.16 03:57
  • Kassandra aus Frauenfeld 1777
    Wer Kritik als persöliche Beleidigung empfindet, wer Kritik als mundtot-machen ... So, 12.06.16 12:24
  • Kassandra aus Frauenfeld 1777
    Konzernrecht? Konzernpfusch! Was ist denn das? Konzerne werden vorwiegend von Vollidioten geführt. ... Fr, 10.06.16 17:49
  • Kassandra aus Frauenfeld 1777
    Sehr, sehr traurig... Für den Jorian ist eine Redaktion eine Anstalt, die Zenzur immer dann ... Mo, 06.06.16 21:11
.
Green Investment news.ch geht in Klausur Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in ... 15
Das Crowdfunding hat um 73 Prozent zugelegt.
Startup News Crowdfunding in der Schweiz markant gewachsen Luzern - Auf tiefem Niveau ist der Markt für Schwarmfinanzierung (sog. Crowdfunding) in der Schweiz erneut stark gewachsen. Diese Art der Geldbeschaffung ...
Jedes dritte KMU in Deutschland hat 2011-2013 Energie eingespart.
KMU-Magazin Research Energiewende ist im Mittelstand angekommen Die kleinen und mittleren Unternehmen sind auf ...
 
Publinews
                   
Kaffee gehört für viele Arbeitnehmer fest zum Büroalltag dazu
Publinews Eine gute Tasse Kaffee gehört für viele Menschen fest zum Alltag. Während manche den Muntermacher hauptsächlich morgens nach dem Aufstehen brauchen, trinken ... mehr lesen
Online-Dating wird immer beliebter - heute setzen schon viel mehr Menschen bei der Partnersuche auf das Internet als noch einige Jahre zuvor. Die Tendenz geht zudem zum mobilen Online-Dating.
Publinews Online-Dating erfreut sich grosser Beliebtheit. Dies ist angesichts von ca. 1,5 Millionen Singles in der Schweiz auch kein Wunder. Dabei sind für den ... mehr lesen
Ohne Social Media geht es nicht
Publinews Horisen AG  Soziale Netzwerke gehören zum modernen Marketing-Alltag längst dazu. Deshalb hast du vermutlich auch schon einmal darüber nachgedacht, dir eine ...
Ist das gewünschte Grundstück tatsächlich für das eigene Bauprojekt geeignet? Worauf sollten Käufer dabei achten?
Publinews Laut Statistik Schweiz waren im Jahr 2000 fast drei Viertel der in der Eidgenossenschaft existierenden 3,57 Millionen Wohnungen in der Hand von ... mehr lesen
-1
Publinews Die meisten von uns sitzen den ganzen Tag an ihrem Arbeitsplatz – unser Rücken bestraft das auf längere Sicht mit Rückenschmerzen. Um sie ... mehr lesen
Warte nicht länger, sondern mach dich auf den spannenden Weg zu deinem eigenen Film.
Publinews Kamera läuft!  Smartphones machen es möglich: wir haben unsere kleine Video-Kamera immer dabei und filmen laufend, was uns bewegt, was lustig, skurril oder sehenswert ist. ...
Gilt ein MBA auch heute noch als Karriereboost? Diese Frage lässt sich grundsätzlich bejahen.
Publinews Wer seine berufliche Karriere als Ingenieur oder in einem technischen Beruf startet, muss nicht stets in dieser Position verharren. Gerade Ingenieure und ... mehr lesen
Webhosting meint die Bereitstellung des nötigen Speicherplatzes für deine Seite im Netz.
Publinews Webhosting - das Beste für deine Website  Was steckt eigentlich hinter einer Internetseite? Nun ja, das sind natürlich vor allem deren Inhalte. Ob Text, Grafik, Video ...
Der Kauf einer Immobilie sollte immer abgewogen werden.
Publinews Auch am Schweizer Kapitalmarkt sind die Entwicklungen der vergangenen Jahre hinsichtlich der Leitzinssenkungen nicht spurlos vorübergegangen. Betrachtet ... mehr lesen
Nimm noch heute Kontakt mit uns auf.
Publinews Tipps für erfolgreiches Online Marketing  Hast du schon einmal darüber nachgedacht, die alten Marketing-Pfade zu verlassen und vielversprechende, modernere Wege zu gehen?
Stellenmarkt.ch
Wirtschaft Marken
   Marke    Datum
S Logo
S
23.06.2016
23.06.2016
23.06.2016
rose's choice Logo
23.06.2016
rose's choice Logo
23.06.2016
    Information zum Feld
Bitte geben Sie hier einen Markennamen ein wie z.B. 'Nespresso'
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Mi Do
Zürich 13°C 26°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig Wolkenfelder, kaum Regen
Basel 14°C 26°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich Wolkenfelder, kaum Regen
St. Gallen 13°C 23°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich wechselnd bewölkt, Regen
Bern 11°C 25°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich Wolkenfelder, kaum Regen
Luzern 12°C 25°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich wechselnd bewölkt, Regen
Genf 11°C 27°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig Wolkenfelder, kaum Regen
Lugano 16°C 27°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich gewitterhaft
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten