Studie «The State of Business Process Management 2008»
Noch Entwicklungsbedarf bei BPM
publiziert: Freitag, 30. Mai 2008 / 07:10 Uhr

Wie eine aktuelle Studie unter knapp 300 Führungskräften zeigt, haben Unternehmen trotz wachsendem Interesse an Business Process Management (BPM) noch Entwicklungsbedarf. Auf der CMMI-Skala der Studie «CMMI: Capability Maturity Model Integration» befinden sich die meisten Unternehmen auf Stufe 2, haben also damit begonnen, ihre Prozesse verbindlich zu dokumentieren.

Mehrheitlich sagten die Befragten, bei ihnen würden Prozesse nur «teilweise» dokumentiert .
Mehrheitlich sagten die Befragten, bei ihnen würden Prozesse nur «teilweise» dokumentiert .
Bei diesen Unternehmen gibt es noch keine vollständige Implementierung einer unternehmensweiten Prozessarchitektur, keine systematische Messung der Performance und keine kontinuierliche, unternehmensweite Steigerung der Prozesseffizienz – Massnahmen also, die Unternehmen der Stufen 3, 4 und 5 bereits umgesetzt haben. Die Studie mit dem Titel «The State of Business Process Management 2008» wurde von BPTrends, einem Informationsportal zum Thema Geschäftsprozesse mit weltweit 20’000 Community-Mitgliedern, durchgeführt, ausgewertet und veröffentlicht. Die Software AG hat die Studie exklusiv gesponsert.

Durchdachter

«Auch 2007 hat sich der BPM-Markt weiterentwickelt und ausgedehnt, denn die meisten Unternehmen haben das strategische Potenzial von BPM inzwischen erkannt. Daher ist im laufenden Jahr mit weiterem Wachstum zu rechnen», sagt Paul Harmon, Executive Editor, Gründungspartner von BPTrends und Co-Autor der Studie. «Auch das wachsende Interesse an BPM-Suiten als komfortable Alternative zur reinen Prozessmodellierung ist beachtlich. Wie die Studie zeigt, gehen diese Unternehmen das Thema Prozessmanagement insgesamt durchdachter an.»

Die Hälfte der Teilnehmer gab an, dass ihr Unternehmen BPM als strategische Disziplin verfolgt. In diesem Zusammenhang bezeichneten 26 Prozent der Befragten BPM als «wichtiges strategisches Anliegen der Unternehmensleitung». Weitere 24 Prozent sagten, ihr Unternehmen sei «mit mehreren hochrangigen Prozessprojekten bereits stark aktiv».

Wachsendes Interesse

Während in einer ähnlichen Studie aus dem Jahr 2006 noch 16 Prozent der Teilnehmer das Thema BPM als reine Kombination von Softwaretechnologien betrachteten, waren in der aktuellen Studie nur noch 9 Prozent dieser Meinung. Stattdessen bezeichneten die meisten Befragten BPM deutlich allgemeiner als «Top-down-Methode für die Strukturierung, Verwaltung und Bewertung eines Unternehmens auf der Grundlage seiner zentralen Prozesse» (40 %) oder als «systematischen Ansatz für die Analyse, Neugestaltung, Optimierung und Verwaltung eines bestimmten Prozesses» (29 %).

Grössere Einigkeit

Auch über die massgeblichen Gründe für die Einführung von BPM herrschte 2007 grössere Einigkeit als im Vorjahr. Als wichtigste Gründe gaben die meisten Teilnehmer an: «die Notwendigkeit von Einsparungen durch Kostensenkungen und Produktivitätssteigerungen» (2007: 56 %, 2006: 33 %) und «die Notwendigkeit, das Management besser zu koordinieren bzw. die Reaktionsfähigkeit des Unternehmens zu steigern» (2007: 51 %, 2006: 23 %).

Prozesse nur teilweise dokumentiert

Mehrheitlich sagten die Befragten, bei ihnen würden Prozesse nur «teilweise» dokumentiert und mit modernen Methoden gepflegt (55 %). Damit bescheinigten sie ihrem Unternehmen einen vergleichsweise geringen BPM-Reifegrad. Wie zu erwarten, hemmt das Fehlen einer unternehmensweiten Prozessarchitektur weitere Aktivitäten: So ist es nur «teilweise» möglich, Prozessmodelle zu standardisieren, Komponenten in aufeinander folgenden Implementierungen wieder zu verwenden oder konsistente Bewertungsstrategien zu definieren.

Ausdauer notwendig

«Die Anwender haben erkannt, dass sich BPM nicht von heute auf morgen realisieren lässt, und zeigen die notwendige Ausdauer. Gleichzeitig suchen sie verstärkt nach Anleitung und Training, um ihr Ziel schneller zu erreichen», sagt die Verlegerin Celia Wolf, Gründungspartnerin von BPTrends und Co-Autorin der Studie.

Hierzu passt die Aussage der klaren Mehrheit der Teilnehmer (61 %), dass aktuelle Prozesse nur «teilweise» oder «nie» von bestehenden Anwendungen unterstützt werden. Diese Einsicht ist eine mögliche Erklärung für das verstärkte Interesse an BPM-Suiten: Die Zahl der Teilnehmer, die den Kauf einer solchen Suite beabsichtigen, ist deutlich gestiegen. Waren es 2006 noch 11 Prozent, sind es 2007 bereits 25 Prozent.

Zur Studie

Im Rahmen der Studie wurden 274 qualifizierte Antworten aus den Reihen der internationalen BPTrends-Community ausgewertet. Die Befragung erfolgte in den Monaten November und Dezember 2007. Die Teilnehmer aus mehr als 15 Branchen bezeichneten sich selbst mehrheitlich als «Process Practitioner/Business Analyst» (55 %), gefolgt von den Positionen «Business/Line of Business Manager» (17 %), «IT Manager/IT Developer» (15 %) und «Executive» (12 %). Geographisch verteilten sich die Teilnehmer auf Nordamerika (42 %), Europa (30 %), Asien/Australien (16 %), Afrika/Nahost (7 %) und Südamerika (5 %).

(ph/KMU Magazin)

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