Neues Direktzahlungssystem angenommen
publiziert: Mittwoch, 19. Sep 2012 / 23:19 Uhr
Nationalrat hält an den Landschaftsqualitätsbeiträgen fest.
Nationalrat hält an den Landschaftsqualitätsbeiträgen fest.

Bern - Die Reform des Direktzahlungssystems in der Landwirtschaft hat im Nationalrat im Grundsatz eine Mehrheit gefunden. Die grosse Kammer brachte geringfügige Änderungen am bundesrätlichen Vorschlag an. Auch die umstrittenen Landschaftsqualitätsbeiträge hiess sie gut.

Die Experten für den Boden
4 Meldungen im Zusammenhang
Gegen die Landschaftsqualitätsbeiträge machte vor allem der Bauernverband mobil, der den fehlenden Bezug zur Produktion kritisierte und einen administrativen Mehraufwand befürchtete. Mit 210 Millionen Franken in vier Jahren sind für die Landschaftsqualitätsbeiträge am wenigsten Mittel vorgesehen.

Die Beiträge würden beispielsweise für Kastanienbäume und Blumenkistchen ausgerichtet und dienten damit nur dem Optischen, sagte Andreas Aebi (SVP/BE). «Wer sagt dann, was schön ist und was nicht?» Auf solche Beiträge könne man verzichten.

Kernstück der Agrarpolitik

Es gehe aber auch um traditionelle Landschaften, welche Bauern schon seit Jahrhunderten pflegten, stellte Beat Jans (SP/BS) fest. Für diese Pflege erhielten die Landwirte nun Geld. Der Nationalrat hielt mit 98 zu 85 Stimmen bei zwei Enthaltungen an den Landschaftsqualitätsbeiträgen fest.

Das neue Direktzahlungssystem ist das Kernstück der Agrarpolitik 2014-2017. Der Bundesrat will mit sieben Beitragsarten die Verfassungsziele für die Landwirtschaft gezielter fördern. Mit seinen Entscheiden rüttelte der Nationalrat nicht an diesem Prinzip. Allerdings kam der Rat noch nicht dazu, die Details der einzelnen Beiträge zu beraten.

Direktzahlungen auch für Bauland

Lediglich an Details zu den Direktzahlungen brachte der Nationalrat Änderungen an: So sollen Bauern auch Direktzahlungen für Land erhalten, das in der Bauzone liegt. Dies entschied der Nationalrat gegen den Widerstand des Bundesrats mit 123 zu 58 Stimmen.

Von einer nachhaltigen Nutzung könne nicht gesprochen werden, wenn Bauland eingezont worden sei, sagte Landwirtschaftsminister Johann Schneider-Ammann. Zahlungen für Bauland kosteten laut dem Bundesrat rund 45 Millionen Franken, die anderswo eingespart werden müssten. Die SP und die Grünliberalen unterstützten den Bundesratsvorschlag.

Keine Chance hatten im Nationalrat Grenzwerte, ab denen die Beiträge an Betriebe gekürzt würden. Das links-grüne Lager wollte solche Grenzwerte für das Einkommen und Vermögen von Landwirten sowie für die Betriebsgrösse wiedereinführen.

Landwirtschaftliche Ausbildung nötig

Das stoppe die Umverteilung von kleinen zu grossen Betrieben, sagte Louis Schelbert (Grüne/LU). Jeder Hektar habe den gleichen Wert, sagte Christophe Darbellay (CVP/VS) im Namen der Kommission. Diese wollte die Grenzwerte streichen.

Zudem entschied der Nationalrat, dass eine landwirtschaftliche Ausbildung notwendig ist, damit ein Bauer Direktzahlungen beziehen kann. Dies entspricht der heutigen Regelung.

(bg/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Kommentieren Sie jetzt diese wirtschaft.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Bern - Der Nationalrat stellt sich hinter das Herzstück der Agrarreform. Die grosse Kammer will die umstrittenen Tierbeiträge ... mehr lesen
Nach Ansicht der Regierung sorgen Tierbeiträge für Ineffizienz und Überproduktion.
Bern - Das neue Direktzahlungssystem für die Landwirtschaft hat die erste Hürde genommen. Die Kommission für Wirtschaft und ... mehr lesen
Der Bundesrat will die Landwirtschaftspolitik anpassen.
Bauern handeln mit Partnern Qualitätscharta aus.
Bern - Die Schweizer Landwirtschaft will ihre Wettbewerbsfähigkeit mit einer ... mehr lesen
Landwirtschaftliches Zubehör
Agro Weber
Dietrütistrasse 3
9525 Lenggenwil
Treuhandstelle für kleine Unternehmen. Beratung und Software für Landwirtschaft, Gewerbe und KMU.
Pinus AG
Dorfstrasse 48
8542 Wiesendangen
Die Experten für den Boden
19,4 Prozent der Agrarfläche sind angeblich mit Kadmium, Nickel und Arsen kontaminiert.(Symbolbild)
19,4 Prozent der Agrarfläche sind angeblich mit ...
Regierungsstudie  Peking - Rund ein Fünftel von Chinas Agrarland ist verseucht. «Die Situation des Bodens in China stimmt nicht optimistisch», heisst es in dem am späten Donnerstag von der Umweltschutzbehörde veröffentlichten Bericht. 
Umsatz um 2 Prozent gesteigert  Basel - Der Agrochemiekonzern Syngenta ist gut ins neue Jahr gestartet. Der Weltmarktführer für Pflanzenschutzmittel hat im ...  
Syngenta ist gewachsen.
Syngenta kauft italienischen Saatgut-Produzenten Basel - Der Agrochemiekonzern Syngenta steigt als Zulieferer in den milliardenschweren Pastamarkt in ...
Syngenta kauft das Unternehmen Società Produttori Sementi.
Gewinn von Syngenta gesunken Basel - Der Agrarchemiekonzern Syngenta hat im vergangenen Jahr weniger Gewinn erwirtschaftet. Der Reingewinn schrumpfte um ...
Der Schweizer Konzern Syngenta hat letztes Jahr kein grosser Erfolg erlebt.
Titel Forum Teaser
  • Kassandra aus Frauenfeld 808
    Oh, oh, Schäfchen "vorab etwas zur Rhetorik. Da gibt es eine einfache Technik, die häufig ... gestern 19:02
  • keinschaf aus Henau 2220
    Unser Herr Chefökonom des SGB ... Sa, 19.04.14 15:19
  • jorian aus Gretzenbach 1446
    Metzger & Bankster Vermischen Sie bitte die Bankster & Metztger nicht die ganze ... Sa, 19.04.14 07:07
  • keinschaf aus Henau 2220
    Korrektur "Die arbeiten offenbar alle in Grossunternehmen und in der Baubranche, ... Fr, 18.04.14 22:11
  • keinschaf aus Henau 2220
    Ironie! Liebe Heidi... ich weiss, es ist nicht immer einfach, geschriebene und ... Fr, 18.04.14 22:01
  • Heidi aus Oberburg 958
    Das ist nicht wahr Ich arbeite in der Baubranche, und da ist niemand für Fr. 22.00/h ... Fr, 18.04.14 21:50
  • keinschaf aus Henau 2220
    Fertige Propagandalüge Ich halte - was nicht überraschen mag - diese Angaben für eine rein ... Fr, 18.04.14 19:52
  • keinschaf aus Henau 2220
    Richtig, aber... Natürlich könnten - theoretisch - solche Löhne bezahlt werden... Aber ... Fr, 18.04.14 19:14
Stellenmarkt.ch
Wirtschaft Marken
   Marke    Datum
16.04.2014
15.04.2014
B BERYL DJ Logo
15.04.2014
14.04.2014
14.04.2014
    Information zum Feld
Bitte geben Sie hier einen Markennamen ein wie z.B. 'Nespresso'
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
MO DI MI DO FR SA
Zürich 2°C 12°C leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen
Basel 2°C 13°C leicht bewölkt bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen
St.Gallen 3°C 12°C leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen
Bern 1°C 17°C leicht bewölkt bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen
Luzern 4°C 18°C leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen
Genf 2°C 17°C leicht bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen
Lugano 8°C 17°C bewölkt, Regen bewölkt, Regen bewölkt, Regen bewölkt, Regen bewölkt, Regen
mehr Wetter von über 6000 Orten