Neue Therapien für häufige Krankheiten
publiziert: Dienstag, 8. Mai 2007 / 11:00 Uhr / aktualisiert: Samstag, 19. Mai 2007 / 13:41 Uhr

Für seine Geschäftsidee gewann Andre Mercanzini einen «venture leaders»-Preis und damit eine Reise zum Workshop in Boston: Er will neurologische Krankheiten mittels feiner Elektroden therapieren, die das Gehirn stimulieren. (as/ifj)

André Mercanzini mit einer seiner Elektroden
André Mercanzini mit einer seiner Elektroden
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Was etwas beängstigend tönen mag, könnte für viele Patienten künftig eine Besserung ihrer schweren Krankheiten bringen: Bis zu 40 feine Elektroden tief im Gehirn sollen Krankheiten wie Parkinson, Epilepsie, Übergewicht oder Depressionen therapieren. «In zwanzig Jahren wird die Depression die häufigste Krankheit sein in den USA und Europa», sagt Andre Mercanzini.

Die Methode der neurologischen Stimulation existiert bereits heute; der Gründer der Aleva Neurotherapeutics, will jedoch mit seiner Innovation die Wirksamkeit deutlich verbessern und die Nebenwirkungen senken. In bisherigen Versuchen wurden lediglich vier Elektroden verwendet, um das Gehirn zu stimulieren. Jedes Jahr erhalten rund 6000 Menschen diese Implantate. Die Operation sei aber gefährlich, sagt Mercanzini. Durch die Verwendung von feineren und mehr Elektroden eines neuen Materials erhofft er sich nun eine gezieltere und sicherere Therapie. Die Elektroden werden von einem Stimulationssystem aus gesteuert werden, das im Schulterbereich implantiert wird. Dieses entwickelt Aleva Neurotherapeutics jedoch nicht selber.

Mehr Forschung nötig

Das Spinoff der ETH Lausanne wird noch drei bis vier Jahre Forschungszeit benötigen, bis die ersten klinischen Versuche anstehen. In der Schweiz hat Mercanzini bereits ein Patent angemeldet. Momentan steht die Suche nach Finanzierungsmöglichkeiten im Vordergrund. Dabei hofft Mercanzini auf das Framework Programme FP7 der EU. Bis dahin will er ein Team zusammenstellen. Zurzeit arbeitet er noch in den Räumen der ETH Lausanne, zusammen mit einem Kollegen; fachliche Unterstützung sowie persönliche Ermutigung erhält der biomedizinische Ingenieur und Doktorand auch von seinem Professor Philippe Renaud.

Einzigartige «venture leaders»-Programm

In die Schweiz gekommen ist der gebürtige Kanadier wegen der ETH Lausanne und den Bergen. Von beiden ist er begeistert. Hohe Stücke hält der gebürtige Kanadier auch auf die Schweizer: «Extrem intelligent, kreativ, diszipliniert und ehrlich» seien sie und hätten zudem eine gute Arbeitsmoral.

Und auch das «venture leaders»-Programm bezeichnet er als aussergewöhnlich: «Nirgends auf der Welt gibt es etwas Vergleichbares.» Vor allem der Austausch mit anderen Jungunternehmern sei für ihn wichtig gewesen. Als Gewinner des «venture leaders» workshops wird er im Juni für zehn Tage nach Boston reisen können und dort Kurse am Babson-College, einer prestigeträchtigen Business-School, besuchen können. Auch auf dieser Reise wird Kontakte knüpfen bei ihm an erster Stelle stehen: «So erhalte ich Feedbacks für meine Geschäftsidee.»

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