Domains und Spam-Quellen wechseln stündlich
Neue Spam-Maschen
publiziert: Montag, 24. Jul 2006 / 06:51 Uhr

Die Zahl der Spam-Mails hat in den vergangenen zwei Monaten rapide zugenommen: IronPort Systems verzeichnete einen Anstieg um durchschnittlich 40 Prozent. Der Grund sind neue Strategien der Spam-Versender.

Spam-Mails haben wieder explosionsartig zugenommen. Und die Techniken werden immer ausgeklügelter.
Spam-Mails haben wieder explosionsartig zugenommen. Und die Techniken werden immer ausgeklügelter.
1 Meldung im Zusammenhang
Strategie 1: Spammer verändern innerhalb weniger Stunden die in über 85 Prozent aller Spam-E-Mails angepriesenen Links. Im Juni 2006 lag die durchschnittliche Bestandsdauer einer Spam-URL nur noch bei vier Stunden - im Vergleich zu 48 Stunden im Juni des Vorjahres. Traditionelle URL-Blacklists können mit dieser Geschwindigkeit nicht mehr mithalten.

Domains nie bezahlt

Die Kosten bremsen die Spammer nicht aus: 32 der 35 Millionen im April angemeldeten Domains wurden nie bezahlt und sind daher automatisch nach fünf Tagen erloschen. Dazu Reiner Baumann, Regional Director für IronPort Zentral- und Osteuropa: «Wir haben auf diese neue Bedrohung sofort reagiert und die Updates unserer Web-Reputation-Services auf mehr als 100 Aktualisierungen pro Tag beschleunigt.»

Strategie 2

Neue, raffiniertere Varianten des so genannten Image-Spams sind auf dem Vormarsch. Diese in ständig veränderten Bildern integrierten Spam-Botschaften sind für herkömmliche Filter nicht mehr erkennbar. IronPort Systems hat eine neue Technologie entwickelt, die Image-Spam decodiert und die Inhalte analysieren kann. Die Lösung wird demnächst im Markt eingeführt.

Strategie 3

Die Spam-Quellen haben sich in den letzten zwei Monaten verändert. So kommen bereits über 80 Prozent aller unerwünschten Nachrichten von Zombie-PCs, die nicht einmal zwei Monate alt sind. Dabei rotieren die Spam-Versender innerhalb weniger Stunden zwischen den Zombie-Netzwerken - die IP-Adressen der Absender ändern sich kontinuierlich.

Grundlagen

Die Erkenntnisse zur Spam-Entwicklung basieren auf Informationen von SenderBase. Die weltweit erste und grösste Datenbank zur Analyse und Bewertung des globalen E-Mail-Aufkommens gewährt Einblick in das Sendeverhalten von etwa 25 Prozent des weltweiten E-Mail-Verkehrs.

(pd)

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