Neue Mails belasten britische Notenbank im Libor-Skandal
publiziert: Montag, 9. Jul 2012 / 16:25 Uhr / aktualisiert: Montag, 9. Jul 2012 / 20:00 Uhr
Barclays hatte als erstes Geldhaus in den weltweiten Untersuchungen ein Fehlverhalten eingeräumt.
Barclays hatte als erstes Geldhaus in den weltweiten Untersuchungen ein Fehlverhalten eingeräumt.

London/Brüssel - In der Affäre um die Manipulation von Marktzinsen durch Grossbanken sind neue E-Mails aufgetaucht, die die britische Notenbank belasten könnten. Demnach kontaktierte deren Vize-Gouverneur Paul Tucker im Oktober 2008 mehrmals den damaligen Chef-Investmentbanker und späteren Vorstandschef von Barclays, Bob Diamond.

Finanzdienstleistungen und Vermögensberatung
7 Meldungen im Zusammenhang
In einem Fall monierte Tucker offen den hohen Preis eines von Barclays begebenen Bonds, wie aus dem Schriftverkehr hervorgeht. Die Mails wurden am Montag von einem britischen Abgeordneten veröffentlicht - wenige Stunden vor dem mit Spannung erwarteten Auftritt Tuckers vor einem Parlamentsausschuss in London (17.30 Uhr MESZ).

Die Abgeordneten wollen Licht ins Dunkel des Manipulationsskandals bringen. Barclays hatte als erstes Geldhaus in den weltweiten Untersuchungen ein Fehlverhalten eingeräumt und wurde zu einer Strafzahlung von fast einer halben Milliarde Dollar verdonnert. Diamond ist inzwischen vom Chefposten zurückgetreten.

Ermittlungen gegen UBS und CS

Rund um den Globus laufen in der Sache Ermittlungen gegen mehr als ein Dutzend Grossbanken, darunter auch die UBS und CS. Die Deutsche Bank sieht sich sogar mit einer Sonderprüfung der deutschen Finanzaufsicht BaFin konfrontiert, wie die Nachrichtenagentur Reuters in der vergangenen Woche erfahren hatte. Zwei Mitarbeiter hat das Geldhaus Finanzkreisen zufolge bereits suspendiert.

Den Grossbanken wird vorgeworfen, von 2005 bis 2009 den Zinssatz Libor und andere Marktzinsen mit falschen Angaben manipuliert zu haben, um ihre wahren Refinanzierungskosten zu verschleiern und Handelsgewinne einzustreichen. Der Libor wird einmal täglich in London ermittelt und zeigt an, zu welchen Konditionen sich Banken untereinander Geld leihen.

(fest/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Kommentieren Sie jetzt diese wirtschaft.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
London - Nach Manipulationen bei der Ermittlung des im internationalen Finanzverkehr wichtigen Libor-Zinssatzes, soll das System ... mehr lesen 1
Verstösse sollen in Zukunft als Straftat behandelt werden. (Symbolbild)
London - Die Affäre um gefälschte Zinssätze bei der britischen Grossbank Barclays und möglicherweise bei anderen Banken wird nun auch strafrechtlich aufgearbeitet. Das teilte die zuständige Behörde Serious Fraud Office (SFO) am Freitag mit. mehr lesen 
London - Der weltweite Skandal um Zinsmanipulationen stürzt die britische Grossbank Barclays in ein ... mehr lesen
Nach einem Nachfolger für Bob Diamond wird gesucht.
London - Im Skandal um manipulierte Zinssätze ist der Präsident der britischen Grossbank Barclays, Marcus Agius, zurückgetreten. Es tue ihm aufrichtig Leid, dass Kunden, Mitarbeiter und Aktionäre «im Stich gelassen» worden seien, erklärte Agius am Montag in einer Stellungnahme auf der Internetseite der Bank. mehr lesen 
Weitere Artikel im Zusammenhang
London - Die britische Grossbank Barclays muss den Behörden in den USA und Grossbritannien 290 Mio. Pfund (434,7 Mio. Franken) zahlen, weil sie versucht hat, die Zinsen im Interbanken-Verkehr zu manipulieren. mehr lesen 
Finanzdienstleistungen und Vermögensberatung
Individuelle Vermögensverwaltung - Unabhängig, Transparent, Zuverlässig
Die UBS hat scheinbar eine Klage am Hals. (Symbolbild)
Die UBS hat scheinbar eine Klage am Hals. (Symbolbild)
Um reiche Kunden geworben  Paris - Die französische Justiz hat gegen die Schweizer Grossbank UBS ein Anklageverfahren wegen Geldwäscherei in Zusammenhang mit Steuerhinterziehung eingeleitet. Die Bank soll reichen Kunden dabei geholfen haben, Gelder vor dem französischen Fiskus zu verstecken. 
Verluste aus Währungsspekulationen  Bern - Hilfswerke legen auf dem Finanzmarkt Gelder an, die sie für langfristige Projekte benötigen. Doch solche Anlagen sind heikel. Nicht alle ...
Sich auf den Falschen verlassen - ein Risiko, das fast jeder einmal eingeht. (Symbolbild)
Glückskette sammelte 2013 über 52 Millionen Franken Zürich - Die Glückskette hat 2013 über 52 Millionen Franken für weltweite Hilfsprojekte gesammelt. ...
52 Millionen Franken kam für die Glückskette zusammen.
Mehr als eine Million lebt in prekären finanziellen Verhältnissen Luzern - In der Schweiz leben mehr als eine Million Menschen in prekären finanziellen ...
Immer mehr, immer weniger Geld.
Titel Forum Teaser
  • keinschaf aus Wladiwostok 2501
    Oettinger's Märchen "Das Ziel ist höher als in einem vorherigen Entwurf. Allerdings halten ... heute 05:46
  • keinschaf aus Wladiwostok 2501
    Es wird nur noch absurder.. 30% Energie sparen... Offenbar will die EU ihren Bürgern 30% Energie ... heute 05:31
  • zombie1969 aus Frauenfeld 2319
    Um... die totale Lächerlichkeit der Embargowindungen der EU zu verstehen, ... Do, 17.07.14 09:00
  • keinschaf aus Wladiwostok 2501
    Höhere Fachschulen oder Fachhochschulen? Das ist ein Unterschied: "höhere Fachschulen (HF)" sind keine ... Mi, 16.07.14 07:15
  • keinschaf aus Wladiwostok 2501
    Euphemismus Normalerweise müssen technische Fortschritte nicht zeilenweise in ... Mi, 16.07.14 06:33
  • LinusLuchs aus Basel 17
    Familienkompatible Lösungen notwendig Fach- und Führungskräfte arbeiten Vollzeit. Solange in den ... Fr, 11.07.14 18:15
  • jorian aus Dulliken 1462
    Danke Seite 3! ... Do, 10.07.14 06:42
  • kubra aus Port Arthur 2996
    Dä Näbi wieder mal auf den Punkt gebracht. Mi, 09.07.14 01:37
Natural Born Grillers
Green Investment Grillieren ohne Feinstaub ganz einfach Ein Team der University of California hat einen ...
Jetzt gibt es das Selfie mit Fernauslöser.
Startup News «GoCam»-App ermöglicht Selfies ohne Klick Selfie-Fans können dank der sogenannten «GoCam»-App Fotos von sich schiessen, ohne dabei den Bildschirm direkt berühren zu müssen. Als Auslöser fungiert eine ...
Jedes dritte KMU in Deutschland hat 2011-2013 Energie eingespart.
KMU-Magazin Research Energiewende ist im Mittelstand angekommen Die kleinen und mittleren Unternehmen sind auf ...
Stellenmarkt.ch
Wirtschaft Marken
   Marke    Datum
22.07.2014
22.07.2014
21.07.2014
20.07.2014
19.07.2014
    Information zum Feld
Bitte geben Sie hier einen Markennamen ein wie z.B. 'Nespresso'
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
DO FR SA SO MO DI
Zürich 14°C 19°C leicht bewölkt leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
Basel 12°C 21°C leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen
St.Gallen 14°C 23°C leicht bewölkt leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
Bern 15°C 25°C leicht bewölkt leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
Luzern 16°C 25°C leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen
Genf 17°C 25°C leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
Lugano 19°C 24°C leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen
mehr Wetter von über 6000 Orten