Neu am WEF: Teilnehmer haben Mitspracherecht
publiziert: Montag, 17. Jan 2005 / 13:10 Uhr

Bern - Das WEF 2005 beginnt mit einer Neuerung: Die Reichen und Mächtigen, die sich ab dem 26. Januar in Davos versammeln, treffen sich zu Beginn des Weltwirtschaftsforums zu einer Art Gemeindeversammlung.

Klaus Schwab, Gründer des Weltwirtschaftsforums, sieht das Forum an einem Scheideweg.
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Dort bestimmen sie in Abstimmungen, welche sechs Themen im Zentrum des diesjährigen WEF stehen sollen. Die Organisatoren präsentieren eine Auswahl von zwölf Vorschlägen, wie WEF-Mediensprecher Mark Adams gegenüber der Nachrichtenagentur sda sagte.

Das neue Vorgehen sei ein Echo auf das Schweizer System der direkten Demokratie erklärte Adams. Und die Diskussionen der nachfolgenden WEF-Tage entsprächen auf diese Weise besser den Wünschen der Teilnehmenden.

Liste für die globale Agenda

Das diesjährige WEF-Motto ist Verantwortung übernehmen für schwierige Entscheide. Entsprechend soll gemäss Adams gleich zu Beginn des WEF eine Prioritätenliste für die globale Agenda für das Jahr 2005 gesetzt werden. Die Abstimmungsergebnisse vom Eröffnungstag würden das gesamte offizielle Programm beeinflussen.

Folgende zwölf Themen stehen zur Auswahl: China, Klimawandel, gerechtere Globalisierung, Europa, Weltwirtschaft, Global Governance, Nahost, Armut, der US-Führungsanspruch, Massenvernichtungswaffen, Welthandel und Islam.

An einer Weggabelung

Wir stehen an einer Weggabelung, erklärt WEF-Gründer und Präsident Klaus Schwab im Vorfeld der Veranstaltung. Das vergangene Jahr habe viele Rückschlage gebracht und gezeigt, wie verletzlich wir seien. Schwab plädiert laut Adams dafür das Jahr 2005 mit pragmatischem Optimismus anzugehen.

Jetzt sei nicht die Zeit von irrational exuberance (irrationalen Übermut, Ausgelassenheit), sagt Schwab, der damit ein Zitat des US-Notenbankchefs Alan Greenspan aus den boomenden Neunziger Jahren aufgreift. Auch heute gebe es jedoch politische Konstellationen, die genutzt werden könnten.

(fest/sda)

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