Systemwechsel in der Agrarpolitik
Nationalrat will Tierbeiträge abschaffen
publiziert: Mittwoch, 26. Sep 2012 / 14:24 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 26. Sep 2012 / 14:40 Uhr
Nach Ansicht der Regierung sorgen Tierbeiträge für Ineffizienz und Überproduktion.
Nach Ansicht der Regierung sorgen Tierbeiträge für Ineffizienz und Überproduktion.

Bern - Der Nationalrat stellt sich hinter das Herzstück der Agrarreform. Die grosse Kammer will die umstrittenen Tierbeiträge abschaffen. Sie folgte am Mittwoch mit 100 zu 80 Stimmen dem Vorschlag des Bundesrates im Rahmen der Agrarpolitik 2014-2017.

7 Meldungen im Zusammenhang
Der Bundesrat schlägt vor, die neuen Beiträge für die Versorgungssicherheit nach der Fläche auszuzahlen und nicht über tiergebundene Beiträge, wie es heute bei den Direktzahlungen geschieht. Nach Ansicht der Regierung sorgen Tierbeiträge für Ineffizienz und Überproduktion. Alle Lager waren sich einig, dass es sich um wichtigste Änderung der Agrarpolitik handelt.

Die bürgerlichen Bauernvertreter und der Bauernverband forderten weiterhin eine Abstufung: Zwischen einer Mindest- und einer Maximaltierzahl sollten die Beiträge steigen. Die Befürworter bezeichneten dies als Kompromiss, für die Gegner handelte es sich dagegen um den Versuch, das alte System ins neue zu retten.

Mehr Geld für mehr Tiere

Der Bundesrat gehe mit seiner Änderung zu weit, sagte der Emmentaler Landwirt Andreas Aebi (SVP/BE): Wer 20 Kühe halte, werde gleich viel erhalten wie jemand, der nur 10 Kühe halte, obwohl der Aufwand für 20 Kühe deutlich höher sei. Die tierbezogenen Beiträge seien zudem nötig, um Milch und Fleisch zu produzieren.

Gemäss diesem Vorschlag könnte der Bundesrat entscheiden, wie hoch der abgestufte Beitrag sein werde, doppelte Markus Ritter (CVP/SG) nach. «Niemand will die Tierbeiträge fortführen.»

Steigende Milchmenge befürchtet

Dagegen verteidigte Landwirtschaftsminister Johann Schneider-Ammann zusammen mit SP, den Grünen, Grünliberalen, BDP und der FDP den Systemwechsel. «Der Vorschlag des Bauernverbandes kommt einer Fortführung der heutigen Tierbeiträge gleich - und es würden gar noch mehr Beiträge dafür eingesetzt», sagte Schneider-Ammann.

Die Folge wäre laut Schneider-Ammann, dass die Milchmenge weiter steigen würde und die Preise nochmals sänken. Das würde dazu führen, dass der Bauernstand ein tieferes Einkommen hätte. Der Bauernverband bestreitet dies. Die Beibehaltung hätte rund 300 Millionen Franken gekostet, die an einem anderen Ort fehlen würden.

(bert/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Kommentieren Sie jetzt diese wirtschaft.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Bern - Die umstrittenen Tierbeiträge ... mehr lesen
Künftig gibt es keine Tierbeiträge mehr.
Wohlwollen für Schneider-Ammanns Agrarpolitik im Ständerat
Bern - Der Ständerat hat die ... mehr lesen
Bern - Der Bundesrat will in den ... mehr lesen
Ein Sparpaket von 700 Millionen Franken hat der Bundesrat verabschiedet.
Nationalrat hält an den Landschaftsqualitätsbeiträgen fest.
Bern - Die Reform des Direktzahlungssystems in der Landwirtschaft hat im Nationalrat im Grundsatz eine Mehrheit gefunden. Die grosse Kammer brachte geringfügige Änderungen am bundesrätlichen Vorschlag ... mehr lesen
Gümmenen BE - Der Bauernverband ist dagegen, dass ... mehr lesen
Bauern wollen nicht auf Landschaftspflege angewiesen sein.
Weitere Artikel im Zusammenhang
Landwirte sollen umwelt -und landschaftsschonend produzieren.
Bern - Die Direktzahlungen in der ... mehr lesen
Bern - Der Bauernverband und ... mehr lesen
Der Bauernverband fordert mehr «Planungssicherheit».
Ein männliches und ein weibliches Tier wurden bereits im vergangenen Jahr in dieser Gegend registriert.
Ein männliches und ein weibliches Tier wurden ...
Abschuss noch kein Thema  Sitten - Seit Anfang Jahr wurden im Oberwallis mehrere Schafe von Wölfen gerissen. Zur letzten Attacke kam es in der Nacht auf Montag. Das Rissmuster deutet auf einen Wolf hin. mehr lesen 
«Milchgipfel»  Bern - Die Schweizer Milchproduzenten schlagen Alarm. Kostendeckend Milch zu produzieren, sei bei den tiefen Preisen nicht mehr möglich. Als Massnahmen schlägt die Branche eine zusätzliche Absatzförderungsoffensive und Exportsubventionen vor. mehr lesen  
Titel Forum Teaser
  • keinschaf aus Wladiwostok 2826
    grüezi Wie lasterhaft Mitleid mitunter sein kann, beweisen Sie doch gerade ... Mo, 26.12.16 20:05
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Vom Tode träumt ein negrophiles Schäfchen doch ständig. Wenn tausende Frauen in England ... Mi, 28.09.16 11:58
  • HentaiKamen aus Volketswil 1
    Kommt wieder Aber leider eine RIESEN Verlust für Leser wie mich die nicht mit dem ... Sa, 13.08.16 01:13
  • keinschaf aus Wladiwostok 2826
    sogar nach dem Tode hat die Kassandra noch die grösste Schnauze... jaja, diese ... Fr, 12.08.16 16:30
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Wow, wie hat sich die gute Kubra gemausert! Ich danke auch Ihnen ganz persönlich für die vielen harten und ... Mi, 20.07.16 20:25
  • Pacino aus Brittnau 731
    Übrigens, wusstet ihr schon . . . . . . dass die Foren von AZ (Wanner), 20min. und Schweizer Fernsehen ... Mi, 29.06.16 15:20
  • PMPMPM aus Wilen SZ 235
    Und jetzt? Ist noch online...? Liebes news-Team, schade ist die Situation so, dass etwas aufhören ... Di, 28.06.16 22:43
  • kubra aus Berlin 3232
    Danke für die gelebte Pressefreiheit. Damit mein ich durchaus auch den ... Di, 28.06.16 16:09
.
Green Investment news.ch geht in Klausur Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in ... 21
Energie sparen, Elektroauto
Startup News So spart man mit dem Elektroauto Die Anschaffung eines Elektroautos mag sich für manche immer noch ein wenig futuristisch anhören, sind sie ja tatsächlich in der Form, wie wir sie heute kennen, erst ...
Jedes dritte KMU in Deutschland hat 2011-2013 Energie eingespart.
KMU-Magazin Research Energiewende ist im Mittelstand angekommen Die kleinen und mittleren Unternehmen sind auf ...
 
Publinews
         
Das rege Messegeschehen aus der Vogelperspektive.
Publinews SOM & Swiss eBusiness Expo  Am 5. und 6. April trifft sich die Online-Branche in Zürich. Rund 80 Programmpunkte werden eindrucksvoll beweisen, ... mehr lesen
Was sind die Hausaufgaben für Schweizer Unternehmen bei der Digitalisierung?
Publinews Swiss Online Marketing & Swiss eBusiness Expo  Google, Post, Handel Schweiz, VSV, GS1: Am Mittwoch, den 5. April diskutieren Big Player und Marktexperten über das «Schreckgespenst Digitalisierung - ... mehr lesen
saleduck.ch, Luc van der Blij
Publinews Ziel: die teure Schweiz günstiger machen!  Das Affiliate Marketing ist heute ein nicht mehr wegzudenkender Teil eines jeden erfolgreichen e-Commerce Unternehmens. ... mehr lesen
Die Garage wird inzwischen auch gerne als Hobbywerkstatt genutzt.
Publinews Unglaublich, aber wahr: Die Entwicklung macht selbst vor Garagen und Torantrieben keinen Halt. Wer sich früher aufgrund eines geringen Budgets noch mit ... mehr lesen
Das Leben ist gut - auch mit Velo?
Publinews Verträumt und sinnlich verklärend mag da der eine oder andere (vermutlich) ältere Zeitgenosse in den notorisch beschworenen «guten alten Zeiten» schwelgen, als ein Velo noch ... mehr lesen
Eine Hütte in den Schweizer Bergen - doch bis man sie erst einmal gefunden hat...
Publinews Pauschalreisen, klassische Hotelzimmer mit Zimmerservice, Essenspaketen und Getränke inklusive à Pauschalreisen, klassische ... mehr lesen
Die Besucher erwarten zwei kompakte Tage, an denen sich alles um Digital Marketing und E-Business dreht.
Publinews Swiss Online Marketing und Swiss eBusiness Expo  Swiss Online Marketing und Swiss eBusiness Expo sind das jährliche Gipfeltreffen für Digital Marketing und E-Business. Am 5. und 6. April ... mehr lesen
Publinews Mehr Wissen - Grosses bewegen  Die WKS KV Bildung ist mit rund 5900 Absolventinnen und Absolventen in der Grund- und Weiterbildung das grösste Bildungsunternehmen im ... mehr lesen
Publinews Enabling new business  Von besser informierten GL bis zum E-Commerce im Exportmarkt - digitale Tools nutzen in der ganzen Wertschöpfungskette. Netcetera-CEO Andrej Vckovski ... mehr lesen
Erfolg durch zielgerichtete Planung.
Publinews CRM  In einer Zeit übersättigter Märkte ist nicht mehr die Suche nach einem Produkt oder Lieferanten der Flaschenhals, sondern das Aufspüren von Bedarf und neuen ... mehr lesen
Stellenmarkt.ch
Wirtschaft Marken
   Marke    Datum
21.04.2017
21.04.2017
21.04.2017
21.04.2017
SCHWARZBART Logo
21.04.2017
    Information zum Feld
Bitte geben Sie hier einen Markennamen ein wie z.B. 'Nespresso'
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Di Mi
Zürich 1°C 20°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig bewölkt, etwas Regen starker Schneeregen
Basel 1°C 20°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig stark bewölkt, Regen starker Schneeregen
St. Gallen 1°C 17°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig stark bewölkt, Regen starker Schneeregen
Bern 1°C 20°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig stark bewölkt, Regen starker Schneeregen
Luzern 3°C 20°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig stark bewölkt, Regen starker Schneeregen
Genf 3°C 22°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig bewölkt, etwas Regen trüb und nass
Lugano 13°C 16°C wechselnd bewölktleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig trüb und nass anhaltender Regen
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten