Nahrungsmittelkrise: Senegal beschuldigt FAO
publiziert: Montag, 5. Mai 2008 / 11:53 Uhr

Dakar - Senegals Staatschef Abdoulaye Wade hat der UNO-Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation (FAO) die Hauptschuld an der weltweiten Nahrungsmittel- und Hungerkrise gegeben und ihre Abschaffung gefordert.

Abdoulaye Wade fordert die Abschaffung der FAO.
Abdoulaye Wade fordert die Abschaffung der FAO.
Entwicklung von Exportmärkten für die Food Industrie
9 Meldungen im Zusammenhang
Trotz der Verdienste ihres senegalesischen Chefs Jacques Diouf sei es «die Institution FAO, die in Frage gestellt werden muss», sagte Wade am Sonntagabend in einer im Radio und Fernsehen übertragenen Ansprache zur Krise. «Die derzeitige Lage beruht weitgehend auf ihrem Versagen.»

Wade erinnerte daran, dass er wiederholt eine Verlegung des FAO-Sitzes von Rom nach Afrika gefordert habe. «Dieses Mal gehe ich weiter: Wir müssen sie abschaffen.»

Die Aktivitäten der FAO, die sich mit denen vieler, offenbar wirkungsvollerer Institutionen überschnitten, seien «Geldverschwendung», sagte Wade weiter. So habe die FAO 1,7 Millionen Dollar für ein Notfallprogramm gefordert, bei dem Saatgut und Dünger an arme Landwirte verteilt werden sollen.

«Zunehmende Marginalisierung»

Der internationale Agrar-Entwicklungsfonds (Fida), ebenfalls eine UNO-Institution, habe für solche Zwecke jedoch schon 200 Millionen Dollar zugesagt. Dies zeige die «zunehmende Marginalisierung» der FAO.

Die Organisation solle daher abgeschafft und die Fida zu einem weltweiten Landwirtschaftshilfsfonds mit Sitz in Afrika ausgebaut werden. Ein Weltfonds zur Unterstützung der Landwirtschaft wäre besser geeignet, der weltweiten Lebensmittelkrise zu begegnen, sagte Wade.

In Senegal gab es Anfang des Jahres Proteste und Unruhen wegen der Preissteigerungen. In der vergangenen Woche startete Wade im Senegal ein Programm zur Förderung der Landwirtschaft, das Senegal langfristig unabhängiger von Nahrungsmittelimporten machen soll.

Auch in anderen westafrikanischen Ländern gab es in den vergangenen Wochen und Monaten ähnliche Proteste.

(rr/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Kommentieren Sie jetzt diese wirtschaft.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Rom - Die weltweite Produktion von Nahrungsmitteln wird sich nach einer Schätzung der UNO bis zum Jahr 2021 ... mehr lesen
Dem steigenden Nahrungsbedarf müssten Investitionen in die Landwirtschaft entgegengesetzt werden.
Der Mais verteuerte sich wegen der Dürre im Juli um fast 23 Prozent.
Rom - Die UNO hat angesichts eines ... mehr lesen 7
Genf/Rom/Strassburg - Die UNO-Unterorganisation FAO, der UNO-Menschenrechtsrat sowie das ... mehr lesen
Viele Lebensmittelpreise, wie zum Beispiel für Reis, sind zu Jahresanfang explodiert.
Die Demonstranten fordern Preisreduktionen und eine regelmässige Versorgung der Bevölkerung.
Ouagadougou - In Burkina Faso sind zehntausende Menschen aus Protest gegen die hohen Lebenshaltungskosten auf die ... mehr lesen
New York - Am UNO-Hauptsitz in New York hat zum ersten Mal der Krisenstab getagt, der Auswege aus der weltweiten ... mehr lesen
Ban hat den Kampf gegen die Lebensmittelkrise zur Chefsache erklärt.
Weitere Artikel im Zusammenhang
Die Konsumenten in den Industrieländern haben die Nachfrage nach Biotreibstoffen in die Höhe getrieben.
London - Steigende Preise für Grundnahrungsmittel bedrohen derzeit die Existenz von Millionen Menschen auf ... mehr lesen
Bangkok - Unter dem Eindruck der weltweiten Nahrungsmittelkrise haben in Südostasien die Demonstrationen zum Tag der ... mehr lesen
Mehr als 40'000 Demonstranten sollen in Jakarta auf den Strassen sein. (Archivbild)
Ban Ki-Moon tagt mit der obersten Koordinationsbehörde der UNO, des Chief Executives Board, hinter verschlossenen Türen.
Bern - Die Chefs von 27 in der Schweiz ansässigen UNO-Institutionen haben sich am Sitz des Weltpostvereins in Bern ... mehr lesen
Etschmayer «Krise» ist im Moment wohl eines der am häufigsten benutzten Worte: Nahrungskrise, Energiekrise, Klimakrise, Flüchtlingskrise... Und die meisten diese ... mehr lesen 
Entwicklung von Exportmärkten für die Food Industrie
Verarbeitete Lebensmittel sind laut WHO oft «Zuckerbomben».
Verarbeitete Lebensmittel sind laut WHO oft ...
Sollten nicht mehr sein  Genf - Täglich sechs Teelöffel Zucker aus Cola, Ketchup, Tiefkühl-Pizza oder anderen verarbeiteten Lebensmitteln - mehr sollten es laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) nicht sein, wenn man gesund leben will. 
Callcenter unter der Lupe  Bern - Mehrere Callcenter in der Deutschschweiz haben Lebensmittel auf illegale Weise als Heilmittel angepriesen. Die Behörden reichten Strafanzeige ...  
Mehrere Callcenter stehen im Visier.
News.ch erklärt die Schweiz  Wer die feinen Schokoladen-Waffeln aus dem Toggenburg liebt, ist damit in bester Gesellschaft. So soll auch Marilyn Monroe ein grosser Fan der «Swiss-frets» gewesen sein, welche die ...  
Titel Forum Teaser
  • zombie1969 aus Frauenfeld 2837
    China... ist in 20-30 Jahren wieder da, wo es 1980 angefangen hat. Die Probleme, ... heute 10:19
  • antischwurbel aus uetikon 1
    echte information? eine weitere mutlose aktion der atom"aufsicht". schade! was wirklich ... Mo, 02.03.15 16:14
  • Kassandra aus Frauenfeld 1212
    Serbische Asylsuchende wird es bald schon nicht mehr geben, da macht sich der zombie zu ... Mo, 02.03.15 14:20
  • zombie1969 aus Frauenfeld 2837
    "serbische Asylsuchende" AsylbewerberInnen aus dem EU-Beitrittskandidat Serbien! Und dann ... Mo, 02.03.15 12:36
  • Kassandra aus Frauenfeld 1212
    Eine ganz faule Tour! Nichtwissen schützt nun doch vor Strafe! Und die Frau Fehr ist ... Mo, 02.03.15 11:30
  • HeinrichFrei aus Zürich 363
    Kriegsmaterialexporte an Staaten die Kriege führen und foltern Die so genannte „Schweizer Rüstungsindustrie“ hat im letzten Jahr 22 ... Mo, 02.03.15 03:46
  • Kassandra aus Frauenfeld 1212
    Na, was habe ich gesagt! Sogar ein Zitat aus Deutschland, wo viele ja weniger Freiheit als ... Fr, 27.02.15 19:33
  • Kassandra aus Frauenfeld 1212
    Asche über mein Haupt! Ich bin einer Plagiatorin aufgesessen! Dank Jorian weiss ich das jetzt ... Fr, 27.02.15 19:03
Dirk Hebel ist Assistenzprofessor für Architektur am Singapore ETH Centre (SEC).
Green Investment Bioplastik und eine Müllabfuhr für die Weltmeere Das Umweltproblem Plastik hat erschreckende ...
Es ist wichtig, den richtigen Umgang mit den eigenen Daten zu lernen.
Startup News Eigene Daten richtig schützen - Methoden und Programme zum Datenschutz Das Internet hat die wichtigsten Bereiche des alltäglichen Lebens übernommen, sei es Online Banking, Familienerinnerungen, soziales ...
Jedes dritte KMU in Deutschland hat 2011-2013 Energie eingespart.
KMU-Magazin Research Energiewende ist im Mittelstand angekommen Die kleinen und mittleren Unternehmen sind auf ...
Stellenmarkt.ch
Wirtschaft Marken
   Marke    Datum
Creative~Business~Solutions Logo
02.03.2015
FRONTLINE COMMANDO Logo
27.02.2015
Oh! YOGURT GREEK STYLE Logo
26.02.2015
25.02.2015
INVENT INNOVATIVE SYSTEME Logo
25.02.2015
    Information zum Feld
Bitte geben Sie hier einen Markennamen ein wie z.B. 'Nespresso'
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
MI DO FR SA SO MO
Zürich -1°C 0°C leicht bewölkt, wenig Schneefall leicht bewölkt, wenig Schneefall leicht bewölkt, wenig Schneefall leicht bewölkt, wenig Schneefall leicht bewölkt, wenig Schneefall leicht bewölkt, wenig Schneefall
Basel -1°C 1°C leicht bewölkt, wenig Schneefall leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
St.Gallen 0°C 2°C bewölkt, Schneefall bewölkt, wenig Schneefall bewölkt, wenig Schneefall bewölkt, wenig Schneefall bewölkt, wenig Schneefall bewölkt, wenig Schneefall
Bern 2°C 5°C leicht bewölkt, wenig Schnee, Schneeregen oder Regen leicht bewölkt, wenig Schneefall leicht bewölkt, wenig Schneefall leicht bewölkt, wenig Schneefall leicht bewölkt, wenig Schneefall leicht bewölkt, wenig Schneefall
Luzern 3°C 5°C bewölkt, wenig Schnee, Schneeregen oder Regen bewölkt, wenig Schneefall bewölkt, wenig Schneefall bewölkt, wenig Schneefall bewölkt, wenig Schneefall bewölkt, wenig Schneefall
Genf 4°C 6°C leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
Lugano 5°C 11°C leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
mehr Wetter von über 6000 Orten