Bundesamt lädt Nagra-Führung vor
Nagra-Führungstrio vor Bundesamt für Energie zitiert
publiziert: Montag, 8. Okt 2012 / 17:12 Uhr
Nur noch zwei von sechs Atom-Endlagern sicher?
Nur noch zwei von sechs Atom-Endlagern sicher?

Bern - Noch in dieser Woche soll es zu einem Treffen zwischen der Geschäftsleitung der Nagra und dem Bundesamt für Energie (BFE) kommen. Das Bundesamt hat das Führungstrio zu einem klärenden Gespräch vorgeladen. Personelle Konsequenzen schliesst das BFE nicht aus.

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Ein am Sonntag publik gewordenes Nagra-Papier nennt nur noch zwei Orte, wo dereinst Schweizer Atomabfälle vergraben werden sollen. Offiziell stehen sechs zur Auswahl.

Die Sache werde vermutlich Massnahmen nach sich ziehen, sagte BFE-Sprecherin Marianne Zünd am Montag auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda. Zuvor wolle das Bundesamt den Verantwortlichen der Nagra aber Gelegenheit geben, sich zu erklären.

Das Gespräch soll noch diese Woche stattfinden, ein Datum wurde allerdings noch nicht festgelegt. Eingeladen sind neben dem Vorsitzenden der Geschäftsleitung, Thomas Ernst, auch die beiden weiteren Mitglieder der Geschäftsleitung, Markus Fritschi und Piet Zuidema.

Das BFE kritisiert nicht nur, dass die Nagra statt Platzhalter konkrete Namen von Standorten in ihr Papier aufgenommen hat. Es entspreche auch nicht dem geplantem Vorgehen, dass die Nagra entscheide, zu welchen Szenarien sie finanzielle Berechnungen mache und zu welchen nicht, sagte Zünd.

Bundesrat soll entscheiden

Denn: Der Prozess müsse ergebnisoffen bleiben. Die Einengung auf weniger als sechs Standorte erfolge alleine durch den Bundesrat, sagte Zünd. Dazu müsse die Nagra dem Bundesrat bis im Jahr 2014 Vorschläge für mindestens zwei Standorte pro Abfallkategorie abgeben.

Ob das Vertrauen in die Nagra noch vorhanden ist, um die Standortsuche durchzuführen, wollte Zünd nicht sagen. Zuerst müsse die Sache so schnell und so umfassend wie möglich geklärt werden. Bisher sei das Vertrauensverhältnis zwischen Bundesamt für Energie und Nagra gut gewesen, sagte Zünd.

Im BFE sei man aber auch froh um kritische Beobachter wie Walter Wildi. Der Geologieprofessor hatte im September das BFE über das Nagra-Papier informiert, welche die «SonntagsZeitung» publik gemacht hatte. Das Papier erweckt den Eindruck, dass bereits eine Auswahl von zwei Standorten getroffen worden sei.

(fest/sda)

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Zwei Seelen wohnen, ach!
in meiner Schweizer Brust:
Einmal bin ich für die "alternativlose Kernenergie" und hätte auch gerne möglichst vielen und billigen Strom, aber nur ja keine radioaktive Abfälle unter meinem Haus.
Und die Nagra? Ja, die hat auch zwei Seelen in der Brust. Sie will ein Endlager finden und hofft, dass sich das Volk dagegen erfolgreich wehrt!
Wie das? Na, ganz einfach, das Suchen lohnt sich tausendmal mehr, als endlagern!
Wie ist das denn mit den Windrädern, ach ja, die verschandeln die schöne Schweiz und machen fürchterlichen Lärm und töten Vögel, aber klar bin ich für saubere Energie!
Und so ziehen endlos hin die Tage und das Geld fliesst ohne Ende in die Taschen der Nagra und der Atomkraftwerkbetreiber und wieder zahlt es der kleine Mann, weil der Reiche ja nicht belangt werden kann, der würde ja fluchtartig die Schweiz verlassen und dann hätten wir ja keine Arbeitsplätze mehr.
Was für ein schönes Land wir doch haben! Bohren wir unter den Alpen durch und versorgen unseren Atommüll unter ausländischem Territorium! Die merken das eh zu spät.

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