Nachhaltigkeit im E-Commerce: kein Ding der Unmöglichkeit
publiziert: Mittwoch, 3. Feb 2021 / 09:00 Uhr
Nachhaltigkeit im E-Commerce
Nachhaltigkeit im E-Commerce

Nebst einer nachhaltigen Produktion rückt auch die Logistik immer stärker ins Zentrum. Von Online Shops wird in puncto Verpackung und Versand verlangt, dass nachhaltige Optionen angeboten werden. Wir helfen dir, einen guten Überblick zu erhalten, damit dein Online Shop nachhaltiger wird und du die Kundenerwartungen vom 21. Jahrhundert erfüllst.

Nachhaltigkeit ist bei den Schweizer Online Shops kein Fremdwort mehr. Laut der Onlinehändlerbefragung der Fachhochschule Luzern bieten die Hälfte aller Shops nachhaltige Produkte an. Aktiv vermarktet wird dies jedoch nur von 14 % aller Shops. Hier gibt es für viele Händler noch Optimierungspotential. 79 % der Konsumentinnen und Konsumenten wollen über die Herkunft der Produkte informiert werden. Die Herstellungsbedingungen sind auch für 65 % der Kundschaft wichtig. Wir empfehlen dir daher, die Herstellungsbedingungen sowie die Herkunft der Produkte im Online Shop klar zu kommunizieren (HSLU, 2020).

Die Nachhaltigkeit macht auch bei der Logistik keinen Halt. Nachhaltige Verpackung wird gemäss der Onlinehändlerbefragung bei acht von zehn Online Shops in den nächsten Jahren immer wichtiger (HSLU, 2020). Wir empfehlen dir, dich an den Zero-Waste Stichwörtern zu orientieren:

Reduce, Reuse und Recycle - Doch was heisst das konkret?

Reduziere dein Verpackungsmaterial auf die absolut notwendige Grösse

Wir empfehlen dir, die Aussenverpackung deiner Sendung optimal an dein Produkt anzupassen, so dass du nicht unnötig viel Innenverpackungsmaterial benötigst. Oftmals wird dies nicht weiter genutzt und somit weggeworfen. Indem du nicht unnötig viel Luft durch die Welt schickst schonst du zudem die Umwelt und ein weiterer Pluspunkt, du kannst durch ein kleineres Format Versandkosten sparen.

Reuse: Verpackungen wiederverwenden

Deine Lieferanten senden dir sicherlich reichlich Verpackungsmaterial zu. Indem du dieses Verpackungsmaterial wiederverwendest, anstelle wegzuwerfen, kannst du dir unnötiges Material ersparen und tust etwas Gutes für die Umwelt. Oder hast du schon mal von einer Verpackungspolstermaschine gehört? Mit dieser Maschine kannst du aus alten Kartons Füllmaterial herstellen.

Recycle: Plastikverpackungsmaterial ade

Nicht nur E-Commerce Kunden reagieren sensibel auf Plastikverpackungen. Hast du gewusst, dass es unzählige Alternativen gibt, die deine Kunden begeistern und gleichzeitig dein Portemonnaie schonen? Anstelle von Polystrol-Chips (Verpackungsflocken) eignen sich Füllmaterialien aus Mais, Kartoffel- oder Weizenstärke hervorragend und sind noch 100 % biologisch abbaubar. Plastikbeutel kannst du durch umweltfreundliche Papierversandtaschen ersetzen. Es gibt noch unzählige weitere Alternativen wie Holzwolle, Luftkissenpolster aus HDPE-Folie oder Rollwellpappe, die nicht nur günstig sondern auch umweltschonend sind.

CO2 kompensierter Versand mit der Schweizerischen Post

Nebst der Verpackung kann auch deine Versandart die Umwelt negativ beeinflussen. Wir zeigen dir, wie du in deinem internationalen Versand einen möglichst kleinen Fussabdruck hinterlässt.

Hast du gewusst, dass die Schweizerische Post alle nationalen und internationalen Postsendungen für ihre Kunden CO2 kompensiert? Seit dem 01.01.2021 übernimmt die Schweizerische Post nicht nur die CO2 Kompensation für inländische Briefe sondern für alle Postsendungen, egal ob Paket, Kleinware oder Brief im In- und Ausland. Informiere deine Kunden aktiv über die nachhaltigen Versandmethoden. Viele Online Shops verpassen diese Gelegenheit, obwohl sich die Kunden darüber mehr Informationen wünschen. Mehr Informationen über umweltschonende Verpackungsmöglichkeiten findest Du bei uns auf dem Blog.

Es gibt aber noch weitere Möglichkeiten, wie du in Bezug auf den Versand als Online Shop nachhaltig agieren kannst.

Slow Delivery als CO2 schonende Versandmethode

Kuriersendungen werden aufgrund der Dringlichkeit fast ausschliesslich per Flugzeug transportiert und nicht konsolidiert. Economy Sendungen hingegen werden oftmals gesammelt und auch mal per Strasse transportiert. Wir empfehlen dir, deinen Kunden verschiedene Versandoptionen zur Verfügung zu stellen. Für viele Cross Border E-Commerce Kunden ist die Laufzeit nicht kritisch. Der voraussichtliche Liefertermin ist den E-Commerce Kunden wichtiger. In der Schweiz sind beispielsweise 39 % aller Kunden bereit, ihr Paket später zu erhalten, wenn dadurch die Lieferung nachhaltiger wird (IPC, 2020).

Teillieferungen - die unnötige Umweltsünde

Bestellst du Online bei den grossen chinesischen Plattformen, erhältst du oftmals jeden Artikel einzeln zugeschickt. Dies hat den Hintergrund, dass direkt ab der Produktion geliefert wird. Falls möglich, empfehlen wir dir, auf Teillieferungen zu verzichten. Wieso? Auf die unnötig ausgestossenen CO2 Emissionen, die bei einer Teillieferung entstehen, kannst du der Umwelt und deinem Portemonnaie zuliebe verzichten. Oder falls ein Teil deiner Kundschaft darauf besteht, wieso nicht die Kunden belohnen, die eine gebündelte Lieferung wählen? Oder nutze den Nugging-Effekt und wähle die Gesamtlieferung im Checkout Prozess als Opt-In bereits an. Der Kunde kann individuell entscheiden, ob er trotzdem eine Teillieferung wünscht.

Auch dein Versandpartner beeinflusst deinen CO2-Fussabdruck

Wie du dir vorstellen kannst, sind mehrere Zustellversuche nicht gerade toll fürs Klima. Auch die gewünschte Zustelloption, ob mit oder ohne Unterschrift solltest du bei deinen Kunden erfragen. Denn die bevorzugten Zustellmethoden variieren von Land zu Land stark. Wird in Nordeuropa beispielsweise eine Zustellung ohne Unterschrift oder in einer Packstation bevorzugt, sieht dies in Südeuropa ganz anders aus.

Nebst der Zustellmethode kann der gewählte Versandpartner einen starken Einfluss auf die CO2 Emissionen nehmen. Bei einer schlechten Zustellqualität wird die Umwelt unnötig belastet, wohingegen ein zuverlässiger Versandpartner mit einer hohen Erstzustellquote das Gegenteil erzielt.

Sobald du deine Sendungen aus der Schweiz exportierst, kommt eine weitere Herausforderung auf dich zu. Ab einem Warenwert von EUR 22.- werden die meisten Sendungen in den europäischen Destinationen mehrwertsteuerpflichtig. Was heisst das konkret? Wählst du keine Verzollungslösung und verschickst Waren über einen Warenwert von EUR 22.-, wird die Sendung beim Empfänger mehrwertsteuerpflichtig. Dein Kunde muss also für den Erhalt der Sendung noch Mehrwertsteuer sowie allfällige Verzollungsgebühren und teilweise auch Zölle bezahlen. Dies führt zu unzufriedenen Kunden und schlussendlich zu unnötigen Retoursendungen, weil Kunden die Sendung nicht annehmen. Wenn du eine geeignete Verzollungslösung wählst, kannst du dies verhindern und begeisterst deine Kunden. Als positiven Nebeneffekt schonst du zudem die Umwelt, weil keine unnötigen Retouren durch die Welt transportiert werden. Mehr zu dieser Verzollungslösung findest Du auf unserem Blog über die DDP Verzollung.


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