Kienbaum-Vergütungsstudie: Kadersaläre Schweiz 2008
Moderate Salärsteigerungen in der Schweiz
publiziert: Montag, 7. Jul 2008 / 07:04 Uhr

Die Grundsaläre schweizerischer Kadermitglieder stiegen 2008 um durchschnittlich 3,8 Prozent. Die festgestellte Steigerung fiel damit genauso hoch aus wie im Vorjahr.

Bei gleicher Position verdienen Frauen knapp ein Drittel weniger als ihre männlichen Kollegen.
Bei gleicher Position verdienen Frauen knapp ein Drittel weniger als ihre männlichen Kollegen.
«Das Wirtschaftswachstum war mit 2,5 Prozent im Jahr 2007 etwas geringer als im Vorjahr. Die relativ konstante Entwicklung der Saläre überrascht daher nicht», sagt Fabiola Eyholzer, Bereichsleiterin und Projektverantwortliche der Studie bei Kienbaum.

Ähnlich in Österreich

Eine ähnliche Gehaltsentwicklung ist auch in Österreich zu beobachten: 2008 stiegen die Jahresgrundgehälter von Führungskräften um durchschnittlich 3,3 Prozent. Die Steigerungsrate blieb auch hier etwa auf Vorjahresniveau. Die Kienbaum AG führte die Kadersalärstudie Schweiz in Kooperation mit der Handelszeitung Zürich durch. Es beteiligten sich 443 Unternehmen der verschiedensten Grössenklassen und Branchen. Sie meldeten insgesamt 9335 Funktionen der ersten bis dritten Führungsebene.

Grosse Unterschiede

In schweizerischen Unternehmen gibt es zwischen der ersten und zweiten Managementebene deutliche Vergütungsunterschiede. Ein Kadermitglied der ersten Ebene erhält ein Jahresgesamtsalär zwischen 80’000 und 1,5 Millionen Franken. Auf der zweiten Ebene liegen die Saläre im Minimum bei 60’000 Franken und reichen im Maximum bis zu über einer halben Million Franken. «Neben der hierarchischen Einstufung eines Mitarbeiters hat die Unternehmensgrösse wesentlichen Einfluss auf das Salär. Dadurch ergeben sich derart grosse Gehälterspannen», sagt Projektverantwortliche Eyholzer. Das durchschnittliche Jahresgrundsalär einer Führungskraft der ersten Ebene beträgt 247’000 Franken. Eine Führungskraft der zweiten beziehungsweise dritten Ebene verdient 170’000 beziehungsweise 134’000 Franken.

Variable Vergütungspläne verbreitet

Rund 85 Prozent aller erfassten Positionsinhaber erhalten heute zusätzlich zu ihren Grundsalären eine variable Entlöhnung. Auf der ersten Führungsebene werden 84 Prozent variabel vergütet, eine Hierarchieebene darunter sind es sogar drei Prozent mehr. Während im Vorjahr auf der dritten Ebene etwa drei Viertel der Kadermitglieder leistungs- und erfolgsabhängig vergütet wurden, sind es aktuell 83 Prozent. «In Unternehmen wächst die Erkenntnis, dass Mitarbeiter nicht primär Kostenverursacher, sondern vor allem Gewinnproduzenten sind. Damit wandelt sich die Vergütung vom Kostenfaktor zum Führungsinstrument», sagt Eyholzer.

Besonders hohe Gehälter in Zürich

Neben der Unternehmensgrösse und der konjunkturellen Lage beeinflusst der Firmenstandort die Gehaltshöhe massgeblich. So werden die höchsten Gesamtsaläre auf der zweiten Ebene in der Agglomeration Zürich erzielt. Dort verdient eine solche Führungskraft im Durchschnitt 215’000 Franken. Es folgen Bern (CHF 202'000.–), Basel (CHF 197'000.–) und Genf/Lausanne (CHF 187'000.–). An der unteren Gehaltsgrenze liegen Kadermitglieder in Graubünden und dem Tessin mit 151’000 Franken. Weiterhin entscheidend ist die Position: Besonders gut bezahlt auf der ersten Ebene sind die kaufmännische Gesamtleitung mit einem Grundsalär in Höhe von 193’000 Franken und die Gesamtleitung Forschung und Entwicklung (CHF 192'000.–). In dieser Kategorie belegen Verkaufsinnendienstler und Verkaufsadministratoren mit jeweils 134’000 Franken die letzten Plätze der Gehaltstabelle.

Frauen: Unterbezahlt und schwach vertreten

Bei gleicher Position verdienen Frauen knapp ein Drittel weniger als ihre männlichen Kollegen. Im Management schweizerischer Unternehmen sind sie zudem unterrepräsentiert. So beträgt der Frauenanteil bei Führungskräften der ersten Ebene lediglich acht Prozent. Auf der zweiten Ebene sind es 13 Prozent. «Hier bleibt ein enormes Potenzial ungenutzt. Um langfristig erfolgreich zu sein, müssen Unternehmen Frauen aktiv fördern – beispielsweise mit besonderen Programmen, um Familie und Beruf miteinander vereinbar zu machen», sagt Eyholzer. Im mittleren Management sind Frauen in den Bereichen Gesamtleitung Personalwesen, Personal und PR/Öffentlichkeitsarbeit jedoch überdurchschnittlich gut vertreten – jeweils gut die Hälfte der Positionen ist mit Frauen besetzt.

(eb/KMU Magazin)

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