Mobilfunk-Firmen freuen sich über zusätzliche Frequenzen
publiziert: Dienstag, 21. Feb 2012 / 16:10 Uhr
Das Wachstum bis 2010 habe frühere Schätzungen der ITU um mehr als ein Fünffaches übertroffen.
Das Wachstum bis 2010 habe frühere Schätzungen der ITU um mehr als ein Fünffaches übertroffen.

Auf der am vergangenen Freitag zu Ende gegangenen Weltfunkkonferenz 2012 (WRC-12) haben die Teilnehmer die Forderung nach der Reservierung eines zusätzlichen Frequenzspektrums, dem so genannten 700-MHz-Band des UHF-Bereichs, für den Mobilfunk verabschiedet. Erwartungsgemäss unterschiedlich haben Mobilfunkunternehmen und Rundfunkanbieter auf die Ergebnisse reagiert.

1 Meldung im Zusammenhang
Diese Frequenzen nutzt in Europa bisher exklusiv das terrestrische Fernsehen (UHF-Kanäle 49 bis 60). Künftig soll es hier eine Co-Nutzung, sowohl durch Rundfunkanbieter als auch Mobilfunkbetreiber, geben.

Der Mobilfunkverband GSM Association (kurz GSMA) freut sich, dass die auf der WRC anwesenden Regierungsvertreter die Bedeutung eines Funkspektrums anerkannt haben, um das riesige Potenzial der mobilen Breitbandtechnik für die gesamte Weltbevölkerung zu erschliessen. Die Internationale Fernmeldeunion (ITU) habe laut GSMA zugesagt, die zusätzlichen Frequenzanforderungen für die weltweite Einführung der mobilen IMT (International Mobile Telecommunications)-Breitbandtechnik zu ermitteln. Die ITU werde zudem in naher Zukunft ein mehrjähriges Arbeitsprogramm einleiten, um die Möglichkeiten für weitere Frequenzbereiche für Mobilfunk und terrestrisches Breitband-Internet zu untersuchen. Die Ergebnisse sollen auf der WRC-15 vorgelegt und erörtert werden.

«Die GSMA stellt mit grosser Freude fest, dass viele Länder die Notwendigkeit einer gesicherten Zukunft für die mobile Breitbandtechnologie erkannt haben. Zusammen mit unseren Mitgliedern sind wir entschlossen, der Arbeit der ITU zum Erfolg zu verhelfen», sagte Anne Bouverot, Generaldirektorin der GSMA. «Indem wir jetzt handeln, um einen breiteren Frequenzbereich zu reservieren, werden die Mobilnetzbetreiber auf längere Sicht besser in der Lage sein, den Bedürfnissen einer Milliardenzahl von Konsumenten nach mobiler Datenübertragung gerecht zu werden.»

Nachfrage nach mobiler Datenübertragung steigt massiv

Die Zukunft der mobilen Breitbandtechnik hänge davon ab, dass Mobilfunkbetreiber zeitgerechten und angemessenen Zugang zu den notwendigen Spektrumsressourcen haben. Die Prognosen der Nachfrage nach mobiler Datenübertragung hätten sich dabei laut GSMA immer als zu konservativ erwiesen. Das Wachstum bis 2010 habe frühere Schätzungen der ITU um mehr als ein Fünffaches übertroffen. Heute gebe es weltweit mehr als 1,7 Milliarden Teilnehmer; diese Zahl werde sich bis 2015 mehr als verdoppeln und auf über 3,6 Milliarden ansteigen, ausserdem werde die Mobilfunktechnik ihr exponentielles Wachstum fortsetzen.

IRT: Drastische Folgekosten bei weiterer Frequenzabtretung an Mobilfunk

Das Institut für Rundfunktechnik (IRT) warnt dagegen vor den Auswirkungen der WRC 2012: Eine Co-Existenz von Rundfunk und Mobilfunk werde es aufgrund erwarteter Störproblematik nicht geben. In Deutschland und Europa müsse daher die politische Diskussion geführt werden, welcher der beiden Dienste zukünftig im 700-MHz-Band senden darf. Sollte der Rundfunk den Bereich abtreten müssen, wäre eine langwierige Frequenz-Umplanung mit drastischen Folgekosten die Konsequenz, so das IRT.

Eine unreflektierte Übernahme der Mobilfunkzuweisung in Europa, die für Afrika möglicherweise durchaus geeignet sein kann, würde in Europa zu erheblichen Verwerfungen beim digitalen terrestrischen Fernseh-Rundfunk und beim Einsatz drahtloser Mikrofone führen, ganz abgesehen von den damit einhergehenden Kosten für die Fernsehzuschauer und die Nutzer von Funkmikrofonen, so das IRT.

Bemerkenswert ist das Statement des deutschen Privatfunkverbandes VPRT zur WRC 2012: Dieser sieht laut seinem Vizepräsidenten Tobias Schmid «die Terrestrik als Übertragungsweg für Fernsehinhalte politisch erneut in Frage gestellt». Die Möglichkeiten der Beibehaltung und der Weiterentwicklung des terrestrischen Rundfunks in Europa würden durch die Digitale Dividende schon heute massiv eingeschränkt.

Hiervon ist beim VPRT jedoch keine Rede, ganz im Gegenteil: «Wir plädieren an die deutsche und europäische Politik, endlich die politische Planungssicherheit für den privaten Rundfunk zu schaffen, die für den langfristigen Erhalt von DVB-T zwingend notwendig ist», unterstreicht Tobias Schmid.

(Michael Fuhr/teltarif.ch)

Lesen Sie hier mehr zum Thema
Die professionelle SMS-Businesslösung
«Die Telecom-Anbieter veräppeln ihre Kunden» meint der Telecom-Experte Jean-Claude Frick.
«Die Telecom-Anbieter veräppeln ihre ...
Comparis-Umfrage bei Telecom-Providern  Die Betreiber des öffentlichen Verkehrs, Fitness-Studios und Anbieter diverser im Lockdown verbotener Veranstaltungen zeigen sich kulant und verlängern die Abos oder erstatten Geld zurück. Nicht so die Telecom-Provider: Wegen der Grenzschliessungen nicht nutzbare Roaming-Guthaben müssen sich die Kunden ans Bein streichen. Einzig Salt erstattet den Kaufpreis für nicht verwendete Datenpakete zurück - aber nur auf Anfrage. «Die Telecom-Anbieter veräppeln ihre Kunden», kritisiert Comparis-Telecomexperte Jean-Claude Frick. Er fordert die Anbieter auf, flächendeckend Roaming-Guthaben zu erstatten. mehr lesen 
Ausbau der Praxis im Daten- und Technologierecht  Mit David Rosenthal gewinnt die Daten- und Technologierechtspraxis von VISCHER prominente Verstärkung. Das schon bisher etablierte und anerkannte ... mehr lesen  
David Rosenthal übernimmt die Leitung der Bereiche Data & Privacy und eDiscovery
Bernard Maissen, designierter Direktor des BAKOM
BAKOM mit neuer Führung  Bern - Der Bundesrat hat an seiner Sitzung vom 27. Mai 2020 ... mehr lesen  
Event-Marketing  Are you a club-owner, an event marketer ... mehr lesen
.
Titel Forum Teaser
  • keinschaf aus Wladiwostok 2826
    grüezi Wie lasterhaft Mitleid mitunter sein kann, beweisen Sie doch gerade ... Mo, 26.12.16 20:05
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Vom Tode träumt ein negrophiles Schäfchen doch ständig. Wenn tausende Frauen in England ... Mi, 28.09.16 11:58
  • HentaiKamen aus Volketswil 1
    Kommt wieder Aber leider eine RIESEN Verlust für Leser wie mich die nicht mit dem ... Sa, 13.08.16 01:13
  • keinschaf aus Wladiwostok 2826
    sogar nach dem Tode hat die Kassandra noch die grösste Schnauze... jaja, diese ... Fr, 12.08.16 16:30
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Wow, wie hat sich die gute Kubra gemausert! Ich danke auch Ihnen ganz persönlich für die vielen harten und ... Mi, 20.07.16 20:25
  • Pacino aus Brittnau 731
    Übrigens, wusstet ihr schon . . . . . . dass die Foren von AZ (Wanner), 20min. und Schweizer Fernsehen ... Mi, 29.06.16 15:20
  • PMPMPM aus Wilen SZ 235
    Und jetzt? Ist noch online...? Liebes news-Team, schade ist die Situation so, dass etwas aufhören ... Di, 28.06.16 22:43
  • kubra aus Berlin 3232
    Danke für die gelebte Pressefreiheit. Damit mein ich durchaus auch den ... Di, 28.06.16 16:09
.
Green Investment news.ch geht in Klausur Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in ... 21
EasyGov am Laptop
Startup News EasyGov.swiss vereinfacht die nötigen Behördengänge Das Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) baut den Online-Schalter für Unterneh-men EasyGov.swiss bereits zum zweiten Mal in diesem Jahr aus. Mit ...
Jedes dritte KMU in Deutschland hat 2011-2013 Energie eingespart.
KMU-Magazin Research Energiewende ist im Mittelstand angekommen Die kleinen und mittleren Unternehmen sind auf ...
 
News
         
Geduld und Zeit.
Publinews Einige Fragen werden gestellt, die wohl so alt wie die Börse selbst sind. Dazu gehört etwa die (fast schon traditionelle) Frage, die gerne von Anfängern ... mehr lesen
2,6 Prozent der Rendite lassen sich auf die Dividenden.
Publinews Wer sein Geld gewinnbringend veranlagen möchte, der muss sich heute gegen das klassische Sparbuch oder Tages- wie Festgeld entscheiden. Denn die ... mehr lesen
Geräte im Homeoffice
Publinews In einigen Betrieben wurde die Arbeit im Homeoffice bereits teilweise als Option bereitgestellt. Spätestens seit der Corona-Krise musste ... mehr lesen
Mit dem neuen IFJ Mutationsservice können Handelsregistereinträge schnell und einfach geändert werden.
Publinews Das IFJ Institut für Jungunternehmen bietet seit kurzem einen praktischen Online-Mutationsservice an. Handelsregistereinträge können ganz einfach in wenigen Klicks geändert ... mehr lesen
Kryptowährung
Publinews Staaten in aller Welt diskutieren aktuell über die Einführung einer nationalen Kryptowährung der Schweiz. Hier soll mit einem E-Franken eine ... mehr lesen
Auf bewährte Mittel zurückgreifen.
Publinews Egal, ob es um die Reinigung der eigenen vier Wände oder auch des Unternehmens geht - Sauberkeit ist nur einer der vielen Punkte, der hier im Vordergrund ... mehr lesen
Interessenten das Gefühl geben, die richtige Wahl zu treffen.
Publinews Der Beruf des Immobilienmaklers ist eine vielfältige Tätigkeit, die in Zeiten wachsender Märkte lukrative Gehaltsaussichten bietet. ... mehr lesen
Der grosse Durchbruch.
Publinews Immer mehr Menschen wollen sich angesichts günstiger Zinsen ihren Wohntraum erfüllen. Das Eigenheim im Grünen erscheint dadurch erschwinglich zu sein. mehr lesen
Können Art und Weise der eigenen Lebensführung stark beeinflussen.
Publinews CBD Produkte werden mittlerweile in einer Vielzahl angeboten. Doch um was handelt es sich bei diesem pflanzlichen Produkt eigentlich genau? Welche Eigenschaften ... mehr lesen
Startup Forum Graubünden 2020
Publinews Trotz Corona Ausnahmezustand durften die Organisatoren des diesjährigen Startup Forum Graubünden am 02. Juni 2020 über 200 Gäste auf ... mehr lesen
Stellenmarkt.ch
Wirtschaft Marken
   Marke    Datum
07.08.2020
BINKERT Logo
07.08.2020
07.08.2020
Hyper-Cube Logo
07.08.2020
07.08.2020
    Information zum Feld
Bitte geben Sie hier einen Markennamen ein wie z.B. 'Nespresso'
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Mo Di
Zürich 15°C 32°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig sonnig
Basel 18°C 34°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig wolkig, aber kaum Regen
St. Gallen 16°C 29°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig vereinzelte Gewitter
Bern 15°C 31°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich sonnig
Luzern 16°C 31°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig vereinzelte Gewitter
Genf 17°C 33°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich wolkig, aber kaum Regen
Lugano 22°C 33°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig vereinzelte Gewitter
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten