Studie: Internationales Recruiting nur in Einzelfällen interessant
Mitarbeiter aus dem Ausland nicht gefragt
publiziert: Donnerstag, 11. Sep 2008 / 08:04 Uhr

Offene Stellen mit internationalen Fachkräften zu besetzen, ist in Unternehmen noch nicht sehr verbreitet. Dies ist ein Ergebnis des aktuellen Workplace Surveys, der über Trends auf dem Arbeitsmarkt für das Finanz- und Rechnungswesen informiert. Das Personaldienst- leistungsunternehmen Robert Half befragte über 6000 Personal- und Finanzmanager in 17 Ländern zum internationalen Recruiting.

38 Prozent der Befragten kritisieren, dass Bewerber den lokalen Markt und die lokalen Besonderheiten zu wenig kennen.
38 Prozent der Befragten kritisieren, dass Bewerber den lokalen Markt und die lokalen Besonderheiten zu wenig kennen.
Die Studienergebnisse belegen das zögerliche Verhalten vieler Arbeitgeber, wenn es darum geht, qualifizierte neue Mitarbeiter auf dem internationalen Arbeitsmarkt anzuwerben.

Im Trend

Fast drei Viertel der befragten Unternehmen aus der Schweiz (73 Prozent) ziehen es vor, ihre Bewerber in der Heimat zu rekrutieren. Mit diesem Verhalten liegen die Eidgenossen im internationalen Trend: Weltweit gaben 74 Prozent der Befragten an, dass sie aktiv keine Mitarbeiter aus dem Ausland suchen. Nur 27 Prozent der Schweizer und 26 Prozent der Firmen weltweit bemühen sich gezielt um Kandidaten aus anderen Ländern. Zudem ist bei einer grossen Mehrheit der Unternehmen die Abwanderung ihrer Angestellten ins Ausland im Vergleich zu den Jahren davor unverändert.

Leerer Arbeitsmarkt im Inland

Zwar gestaltet sich für viele Unternehmen in der Schweiz die Suche nach geeigneten Arbeitskräften auf dem lokalen Markt zunehmend schwierig, doch gleichzeitig gibt es etliche Hürden bei der Rekrutierung von Mitarbeitern im Ausland. Für 52 Prozent der Schweizer Personalverantwortlichen ist die Hauptursache für eine weltweite Suche, kein adäquates Personal im Inland zu finden. Die internationale Erfahrung der Kandidaten ist für die Befragten hingegen nur zweitrangig (28 Prozent). Dieses Ergebnis gilt jedoch nur für die Schweiz. Im internationalen Vergleich rekrutieren nur 38 Prozent der Unternehmen weltweit, weil sie auf dem lokalen Arbeitsmarkt nicht fündig werden. 44 Prozent hingegen schätzen die Weltläufigkeit der global angeworbenen Mitarbeiter.

Online-Jobbörsen vorne

Bei der Suche nach ausländischen Arbeitskräften nutzen 48 Prozent der Schweizer Unternehmen Online-Jobbörsen, 31 Prozent stellen die zu besetzenden Stellen auf ihre Webseite. Auch die Niederlassungen im Ausland helfen bei der Suche nach neuen Mitarbeitern, denn 34 Prozent der Befragten wurden darüber fündig.

Hürden für internationale Bewerber

Unternehmen in der Schweiz sehen das aktive Recruiting internationaler Kandidaten in mehrerlei Hinsicht als Herausforderung: 38 Prozent der Befragten kritisieren, dass Bewerber den lokalen Markt und die lokalen Besonderheiten zu wenig kennen. Unzureichende Sprachkenntnisse, langwierige bürokratische Prozesse und das fehlende berufliche Netzwerk werden ebenso als Gründe angegeben, warum nicht nach ausländischen Mitarbeitern gesucht wird. Mit diesen Schwierigkeiten haben die hiesigen Personaler genauso zu kämpfen wie ihre internationalen Kollegen.

«Keine Normalität»

«Mitarbeiter im Ausland zu rekrutieren, ist trotz globaler Tätigkeit immer noch keine Normalität», kommentiert Beatrix Kollmann, Country Manager Robert Half Schweiz, die Ergebnisse der Umfrage. «Momentan werden Arbeitskräfte hauptsächlich dann weltweit angeworben, wenn die Suche auf dem lokalen Markt erfolglos blieb oder wenn für die Stelle internationale Erfahrung besonders wichtig ist. Wollen Unternehmen aber internationale Arbeitskräfte ansprechen, sind eine professionelle Darstellung der Firma und eine ansprechende Präsentation der Stellenanzeige für den Erfolg im Kampf um die Talente unerlässlich.»

(bk/KMU Magazin)

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