Milliardär Vekselberg wirbt um Vertrauen
publiziert: Donnerstag, 22. Mai 2008 / 19:48 Uhr

Thun - Nach der Machtübernahme beim Industriekonzern OC Oerlikon wirbt der russische Milliardär Viktor Vekselberg um Vertrauen: Die Investments seiner Renova-Gruppe bei der ehemaligen Unaxis wie auch bei Sulzer seien langfristig.

Vekselberg lag viel daran, mit gängigen Vorurteilen aufzuräumen: Seine Firma sei Kreml unabhängig und weltweit akzeptiert.
Vekselberg lag viel daran, mit gängigen Vorurteilen aufzuräumen: Seine Firma sei Kreml unabhängig und weltweit akzeptiert.
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Er sehe sich als industriellen Investor, betonte Vekselberg am Donnerstag am 10. Swiss Economic Forum in Thun. Er sei kein kurzfristig orientierter Spekulant. «Jeder Geschäftsbereich ist für mich wie ein Kind», sagte Vekselberg und verwies darauf, dass die Renova-Gruppe bislang noch keine Unternehmensteile abgestossen habe.

Tiefer in seine Karten blicken liess sich Vekselberg aber nicht. Konkrete Aussagen zu seiner Strategie bei OC Oerlikon und Sulzer machte er nicht. Auf eine entsprechende Frage verwies er auf das «hochprofessionelle Management» von OC Oerlikon und Sulzer, das für die Entwicklung der Unternehmen zuständig sei.

Hingegen lag Vekselberg viel daran, mit gängigen Vorurteilen aufzuräumen: Russland wie auch seine Renova-Gruppe wollten als vollwertige und gleichberechtigte Teilnehmer an den internationalen wirtschaftlichen Beziehungen akzeptiert sein. Die Renova-Gruppe bilde einen Teil der schweizerischen Geschäftswelt.

Vom Kreml unabhängig

Die Renova-Gruppe sei eine private Gesellschaft ohne jegliche staatliche Beteiligung, sagte Vekselberg weiter. Das Unternehmen sei unabhängig. Es handle sich nicht um den verlängerten Arm des Kreml, und er werde auch nicht von den Machthabern in Moskau instruiert. Solche Unterstellungen seien «völliger Quatsch».

Mehrfach sprach Vekselberg in Thun von der Bedeutung von Partnerschaften, um erfolgreich wirtschaften zu können. Es brauche Allianzen, die auf Vertrauen und Achtung beruhten. In diesem Zusammenhang ermunterte er die Schweizer Geschäftsleute auch auf, in Russland zu investieren. Das Potenzial sei enorm.

Kampf gegen Korruption

Vekselberg machte aber kein Hehl draus, dass Russland noch mit einigen Problemen zu kämpfen habe. Konkret nannte er die Korruption. Der «Kampf gegen diese Krankheit» sei von grosser Bedeutung, auch wenn er nicht sofort gelinge. «Doch unsere Kinder werden in einer anderen Gesellschaft leben», prophezeite Vekselberg.

Beim Aufbau des heutigen, modernen Russlands seien Fehler begangen worden, räumte Vekselberg ein. Das hänge aber nicht zuletzt damit zusammen, dass sich das Land sehr schnell entwickelt habe. Europa und die USA hätten ihre Marktwirtschaften in zwei Jahrhunderten aufgebaut, Russland habe dafür gerade mal 15 Jahre Zeit gehabt.

Vekselberg plädierte für engere Beziehungen zwischen Russland und der Schweiz: Er wolle «alles tun, um die kulturellen und historischen Eigenheiten der Schweiz zu begreifen». Im Gegenzug wolle er «ein bisschen russische Verrücktheit» in die Schweiz tragen.

(fest/sda)

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