Misere im Milchmarkt entschärfen
Milchbauern wollen Butterberg abbauen
publiziert: Mittwoch, 13. Apr 2011 / 13:58 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 14. Apr 2011 / 07:17 Uhr
Der Milchpreis wird um 3 Rappen erhöht.
Der Milchpreis wird um 3 Rappen erhöht.

Bern - Die Delegierten des Schweizer Milchproduzentenverbands (SMP) haben sich am Mittwochmorgen in Bern mit den Umwälzungen im Milchmarkt beschäftigt. Beschlüsse dazu wurden keine gefasst. Die Verbandsspitze warb jedoch für die geplanten Massnahmen zur Entlastung.

Entwicklung von Exportmärkten für die Food Industrie
8 Meldungen im Zusammenhang
Um die Misere im Milchmarkt zu entschärfen, sieht die Branchenorganisation Milch (BOM), in der Milchproduzenten und - verarbeiter vertreten sind, einen Strauss an Massnahmen vor. Unter anderem soll der Butterberg abgebaut werden.

Der Beschluss sei ein «echter Kompromiss, weil er keine eigentlichen Gewinner und keine eigentlichen Verlierer hervorbrachte», sagte Albert Rösti, Direktor des Milchproduzentenverbandes SMP, vor den 158 Delegierten. Er rief die SMP-Mitglieder, die Teil der BOM sind, auf, den Massnahmen zuzustimmen.

Die Abstimmung über die Beiträge von Bauern und Verarbeitern findet am 3. Mai anlässlich einer BOM-Delegierteversammlung statt. Nötig ist eine Dreiviertel-Mehrheit. Verbunden sind die Massnahmen mit einer Erhöhung des Milchpreises um 3 Rappen.

Mehr liege kaum drin, sagte Rösti. Im Gegenteil: Ohne Marktentlastung würde der Preis aufgrund der internationalen Entwicklung eher noch sinken. Die Massnahmen kosteten zwar, doch die Milchbauern könnten damit «etwas beruhigter in die Zukunft blicken». Der Bund habe signalisiert, dass er die BOM-Beschlüsse allgemeinverbindlich erklären würde.

Knacknuss neue Agrarpolitik

Der Druck der Politik auf die Milchproduzenten werde anhalten, sagte SMP-Präsident Peter Gfeller. Mit der Agrarpoliitk 2014-2017, die derzeit in der Vernehmlassung steckt, wolle der Bund mehr ökologische Leistungen und auch mehr Produktion.

«Für uns Milchproduzenten ist das betriebswirtschaftlich eine Knacknuss. Denn dies bedeutet einfach gesagt mehr Leistung für gleich viel Geld», sagte Gfeller.

Kampf gegen Freihandel

Weiter äusserte sich die SMP-Spitze ablehnend zu einem Agrarfreihandelsabkommen mit der EU und zum einseitig eingeführten Cassis-de-Dijon-Prinzip. «Unsere skeptische Haltung zu Cassis-de-Dijon hat sich bestätigt», sagte Rösti. Die Importe von Produkten mit EU-Standard führten zu einer schlechteren Qualität. Einsprachen sind für Rösti Pflicht. Der Ausgang sei aber offen, räumte er ein.

 

(fkl/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Kommentieren Sie jetzt diese wirtschaft.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Bern - Ein gutes Pflanzenjahr, aber Probleme auf dem Milch- und Schweinemarkt: Auf diesen Nenner lässt sich der am Freitag ... mehr lesen
Milchpreis unter Druck.
Die Milchbauern protestieren gegen eine «organisierte Überproduktion».. (Symbolbild)
Riehen BS/Genf - Rund 60 Milchbauern aus der Schweiz und Deutschland haben ... mehr lesen
Zürich - Milchbauern aus der ganzen Schweiz haben am Montag in Gossau ZH ihrem Unmut über die aktuellste ... mehr lesen 5
Die Milchpreissenkung sei unhaltbar.
Bern - Der Bundesrat kommt den Milchproduzenten entgegen: Er hat am Mittwoch beschlossen, gewisse Punkte in Milchverträgen für alle verbindlich zu erklären. Zudem müssen alle Milchbauern 1 Rappen pro Kilo Milch für Entlastungsmassnahmen zahlen. mehr lesen 
Der Bauernverband fordert mehr «Planungssicherheit».
Bern - Der Bauernverband und economiesuisse haben sehr unterschiedliche ... mehr lesen
Weitere Artikel im Zusammenhang
Bern - Exporte von Butter und weiteren Produkten werden finanziell gestützt. Die Delegierten der Branchenorganisation ... mehr lesen
Die verabschiedeten Massnahmen sind der jüngste Versuch, Ordnung in den Milchmarkt zu bringen.
Mit Produkten wie Caffè Latte steigerte Emmi den Umsatz auch im Ausland.
Luzern - Emmi ist 2010 wieder gewachsen. Der Umsatz nahm gegenüber 2009 von ... mehr lesen 1
Bern - Die Branchenorganisation Milch unternimmt einen neuen Anlauf zur Regulierung und Entlastung des liberalisierten Schweizer Milchmarktes. Die am Freitagabend beschlossenen Massnahmen gegen den Preiszerfall der Milch müssen jedoch von den Delegierten Anfang Mai noch abgesegnet werden. mehr lesen 
Entwicklung von Exportmärkten für die Food Industrie
Die Liste der sichergestellten Waren ist lang.
Die Liste der sichergestellten Waren ist lang.
«Sichere Weihnachten»  Rom - Verschimmeltes Gemüse und Parasiten in Trockenfrüchten: Kurz vor Weihnachten hat die italienische Polizei tonnenweise Gammel-Nahrungsmittel sichergestellt. Insgesamt 120 Tonnen Back- und Milchwaren, Fisch, Obst und Gemüse sowie Süssigkeiten wurden beschlagnahmt. 
Sicherheitszertifikat erhalten  Basel - Der Agrarchemie- und Saatgut-Hersteller Syngenta darf einen umstrittenen Genmais nach China exportieren. Syngenta habe von den chinesischen Regulierungsbehörden das Sicherheitszertifikat für Agrisure Viptera erhalten, teilte das Basler Unternehmen am Montag mit.  
Genmais - erneute Klage gegen Syngenta Chicago - Der Schweizer Agrochemiekonzern Syngenta wird in den USA erneut wegen Problemen mit Genmais verklagt. ...
Syngenta muss sich schweren Vorwürfen gegenüber stellen. (Symbolbild)
Achtens Asien Der chinesische Weinmarkt bewegte sich in den letzten drei Jahrzehnten stetig nach oben. Obwohl mittlerweile etwas abgeflacht, sind die Aussichten gut. Sowohl für heimische wie für ausländische Kellereien und Gewächse. mehr lesen  
1. Dezember 2. Dezember 3. Dezember 4. Dezember 5. Dezember 6. Dezember 7. Dezember 8. Dezember 9. Dezember 10. Dezember 11. Dezember 12. Dezember 13. Dezember 14. Dezember 15. Dezember 16. Dezember 17. Dezember 18. Dezember 19. Dezember 20. Dezember 21. Dezember 22. Dezember 23. Dezember 24. Dezember
Adventskalender nachhaltige Entwicklung 2014
Adventskalender 24 Fenster zur Nachhaltigkeit, von innovativen Unternehmen, NGOs und weiteren Partnern.
Titel Forum Teaser
  • Kassandra aus Frauenfeld 1106
    So, Italien will? Ein paar Populisten sind noch lange nicht Italien! Welch ein ... Sa, 20.12.14 00:52
  • Kassandra aus Frauenfeld 1106
    Hör ich recht? Der KGB Beamte, der sich hinter der Mauer offensichtlich recht wohl ... Do, 18.12.14 22:41
  • zombie1969 aus Frauenfeld 2638
    Die... Sanktionen gegen Russland mögen kurzfristig wirken. Langfristig sind ... Do, 18.12.14 13:55
  • Kassandra aus Frauenfeld 1106
    Mittelalter Deutlicher kann es nicht zu Tage treten, die Gold-Initianten leben noch ... Mo, 01.12.14 13:37
  • Kassandra aus Frauenfeld 1106
    Die Dummen sind die Besucher der chinesischen Restaurants, nicht die Köche aus China oder ... Mo, 01.12.14 01:28
  • PMPMPM aus Wilen SZ 166
    Hoffentlich... ...werden diese Kontingente endlich vernünftig eingesetzt und nicht wie ... Fr, 28.11.14 19:54
  • Kassandra aus Frauenfeld 1106
    Die Finanzwelt lacht! Hier eine Meinung einer Bank und eine angesehen Börsenzeitung: "Statt ... Do, 27.11.14 18:56
  • Kassandra aus Frauenfeld 1106
    Teilweise hat er ja Recht, der Jordan Der Wert des Frankens wird in der Finanzwelt durch Nachfrage und ... Mi, 26.11.14 20:30
Es ist wichtig, den richtigen Umgang mit den eigenen Daten zu lernen.
Startup News Eigene Daten richtig schützen - Methoden und Programme zum Datenschutz Das Internet hat die wichtigsten Bereiche des alltäglichen Lebens übernommen, sei es Online Banking, Familienerinnerungen, soziales ...
Jedes dritte KMU in Deutschland hat 2011-2013 Energie eingespart.
KMU-Magazin Research Energiewende ist im Mittelstand angekommen Die kleinen und mittleren Unternehmen sind auf ...
Stellenmarkt.ch
Wirtschaft Marken
   Marke    Datum
G S Logo
G S
23.12.2014
22.12.2014
19.12.2014
19.12.2014
OLTNER TAGBLATT Logo
19.12.2014
    Information zum Feld
Bitte geben Sie hier einen Markennamen ein wie z.B. 'Nespresso'
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
DO FR SA SO MO DI
Zürich 3°C 3°C leicht bewölkt, wenig Schnee, Schneeregen oder Regen leicht bewölkt, wenig Schneefall leicht bewölkt, wenig Schneefall leicht bewölkt, wenig Schneefall leicht bewölkt, wenig Schneefall leicht bewölkt, wenig Schneefall
Basel 2°C 3°C leicht bewölkt, wenig Schnee, Schneeregen oder Regen leicht bewölkt, wenig Schneefall leicht bewölkt, wenig Schneefall leicht bewölkt, wenig Schneefall leicht bewölkt, wenig Schneefall leicht bewölkt, wenig Schneefall
St.Gallen 5°C 5°C bedeckt, wenig Schnee, Schneeregen oder Regen bewölkt, wenig Schneefall bewölkt, wenig Schneefall bewölkt, wenig Schneefall bewölkt, wenig Schneefall bewölkt, wenig Schneefall
Bern 4°C 6°C leicht bewölkt, wenig Schnee, Schneeregen oder Regen leicht bewölkt, wenig Schneefall leicht bewölkt, wenig Schneefall leicht bewölkt, wenig Schneefall leicht bewölkt, wenig Schneefall leicht bewölkt, wenig Schneefall
Luzern 4°C 5°C bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Schneefall bewölkt, wenig Schneefall bewölkt, wenig Schneefall bewölkt, wenig Schneefall bewölkt, wenig Schneefall
Genf 3°C 8°C leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
Lugano 4°C 8°C sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos
mehr Wetter von über 6000 Orten