Merkel lobt Montis Sparbemühungen
publiziert: Mittwoch, 11. Jan 2012 / 13:58 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 11. Jan 2012 / 16:03 Uhr
Mario Monti feilt an einem umfangreichen Liberalisierungspaket.
Mario Monti feilt an einem umfangreichen Liberalisierungspaket.

Rom - Die deutsche Kanzlerin Angela Merkel hat die Reform- und Sparbemühungen der neuen Regierung in Italien gewürdigt. Unter der Regierung des neuen Ministerpräsidenten Mario Monti habe Italien «ausserordentlich wichtige und bemerkenswerte Massnahmen» eingeleitet, was die Haushaltskonsolidierung und die Strukturreformen« angehe.

7 Meldungen im Zusammenhang
Das sagte Merkel nach einem Treffen mit Monti in Berlin. Sie verfolge «mit grossem Respekt», wie schnell das umgesetzt werde. «Ich glaube, dass die Arbeit der italienischen Regierung auch honoriert wird.»

Monti hielt sich zu seinem Antrittsbesuch in Berlin auf. Der ehemalige EU-Kommissar hatte das Amt des Regierungschefs in Rom im November angetreten, nachdem sich sein Vorgänger Silvio Berlusconi mit seinem Management der Schuldenkrise unglaubwürdig gemacht hatte und zurücktreten musste.

Die italienischen Staatsschulden belaufen sich auf 1900 Milliarden Euro, was ungefähr 120 Prozent des Bruttoinlandproduktes (BIP) entspricht.

Monti will Reformen bald präsentieren

Die Regierung Monti will bis Ende kommender Woche ein umfangreiches Dekret zur schrittweisen Liberalisierung verschiedener Branchen verabschieden. Die Pläne betreffen etwa den Gas- und Energiesektor, das Transportwesen, Versicherungen, Banken, Apotheken und Tankstellen.

Die Lockerungen sind Teil eines Pakets wachstumsfördernder Massnahmen, die auf das bereits beschlossene Sparprogramm folgen sollen, sagte Staatssekretär Antonio Catricalá am Mittwoch. Ziel sei es, den Wettbewerb anzukurbeln und ungerechtfertigte Privilegien abzubauen und die Wirtschaft auf Trab zu bringen.

Monti pocht auch auf eine rasche Umsetzung der Deregulierung im lokalen Transportwesen und Arzneimittelbereich. Dies sind Massnahmen, die kaum Geld kosten, behauptet der Premier.

Fort mit Mindesttarifen

Die Regierung Monti plant unter anderem Schritte zur Reform der Berufsverbände. Die Mindesttarife von Ärzten, Notaren, Steuerberatern und Rechtsanwälten sollen aufgehoben werden. So soll stärkere Konkurrenz entstehen, was zu einer Senkung der Konsumentenpreise führen würde. Die Ladenöffnungszeiten sind bereits mit Jahresbeginn liberalisiert worden.

Die Konsumentenschutzverbände, die sich seit Jahren für einen umfangreichen Liberalisierungsprozess in Italien stark machen, befürchten heftigen Widerstand im Parlament gegen Montis Reformpläne.

Daher drängten sie die Regierung, im Parlament die Vertrauensfrage zu stellen, damit sie das Dekret unverändert unter Dach und Fach bringen könne.

(bert/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Kommentieren Sie jetzt diese wirtschaft.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Rom/Mailand - Zehntausende Gewerkschafter haben in Rom für Wachstum, mehr Arbeitsplätze und eine sozialere Verteilung der ... mehr lesen
Mario Monti verteidigt das Sparprogramm als notwendig.
Barack Obama verspricht Italien, dass die USA alles tun würde, um die Eurozone zu stabilisieren.
Washington - US-Präsident Barack Obama hat Italiens Regierungschef Mario Monti sein Vertrauen für eine Lösung der ... mehr lesen
Washington - Der italienische Ministerpräsident Mario Monti sieht die anhaltende Finanzkrise auch als Möglichkeit für eine ... mehr lesen
Der italienische Ministerpräsident Mario Monti.
Nach den Abgeordneten haben jetzt auch Italiens Senatoren beschlossen, ihre Gehälter zu kürzen. Die 315 Senatoren nehmen eine Kürzung ihres Gehalts um 1300 Euro hin. Damit ... mehr lesen
Senatoren müssen zukünftig, wie die Abeordnetenkammer, die Spesenabrechnungen für Parlamentsmitarbeiter vorlegen.
Weitere Artikel im Zusammenhang
Italiens Regierungschef, Mario Monti, kümmert sich jetzt um die ehrgeizige Reform des italienischen Arbeitsmarkts.
Rom - Nachdem sie im Dezember ihr ... mehr lesen
Mailand - An einer Pressekonferenz erklärte der italienische Ministerpräsident Mario Monti, die Lage der italienischen Wirtschaft ... mehr lesen
Der italienische Ministerpräsident Mario Monti.
Schöne Ferien war gestern
Schöne Ferien war gestern
Wirtschaftskrise  Die anhaltende Wirtschafts- und Finanzkrise macht sich zunehmend beim Ferienverhalten der Italiener bemerkbar. Laut einer von Trademark Italia durchgeführten Umfrage bei 2'000 in Berggebieten tätigen Hotel-, Residenz- und Reisbürobesitzern werden rund 60 Prozent der Italiener in diesem Sommer ihre Ferien zuhause verbingen. 
Banken  Madrid - Die spanische Grossbank BBVA ...
Hauptsitz der Bank in Barcelona
Insgesamt bleibt die Bankenrettung riskant: Seit seiner Gründung häufte der Soffin einen kumulierten Verlust von rund 21,5 Milliarden Euro an. (Symbolbild)
Banken  Frankfurt - Fast sechs Jahre nach dem ...  
Banken  New York - Goldman Sachs macht seinem Ruf als Geldmaschine der Wall Street mal wieder ...
Goldman Sachs ist eine der wenigen reinen Investmentbanken, welche die Finanzkrise überlebt haben.
Titel Forum Teaser
  • keinschaf aus Wladiwostok 2501
    Oettinger's Märchen "Das Ziel ist höher als in einem vorherigen Entwurf. Allerdings halten ... Do, 24.07.14 05:46
  • keinschaf aus Wladiwostok 2501
    Es wird nur noch absurder.. 30% Energie sparen... Offenbar will die EU ihren Bürgern 30% Energie ... Do, 24.07.14 05:31
  • zombie1969 aus Frauenfeld 2323
    Um... die totale Lächerlichkeit der Embargowindungen der EU zu verstehen, ... Do, 17.07.14 09:00
  • keinschaf aus Wladiwostok 2501
    Höhere Fachschulen oder Fachhochschulen? Das ist ein Unterschied: "höhere Fachschulen (HF)" sind keine ... Mi, 16.07.14 07:15
  • keinschaf aus Wladiwostok 2501
    Euphemismus Normalerweise müssen technische Fortschritte nicht zeilenweise in ... Mi, 16.07.14 06:33
  • LinusLuchs aus Basel 17
    Familienkompatible Lösungen notwendig Fach- und Führungskräfte arbeiten Vollzeit. Solange in den ... Fr, 11.07.14 18:15
  • jorian aus Dulliken 1463
    Danke Seite 3! ... Do, 10.07.14 06:42
  • kubra aus Port Arthur 3000
    Dä Näbi wieder mal auf den Punkt gebracht. Mi, 09.07.14 01:37
Jetzt gibt es das Selfie mit Fernauslöser.
Startup News «GoCam»-App ermöglicht Selfies ohne Klick Selfie-Fans können dank der sogenannten «GoCam»-App Fotos von sich schiessen, ohne dabei den Bildschirm direkt berühren zu müssen. Als Auslöser fungiert eine ...
Jedes dritte KMU in Deutschland hat 2011-2013 Energie eingespart.
KMU-Magazin Research Energiewende ist im Mittelstand angekommen Die kleinen und mittleren Unternehmen sind auf ...
Stellenmarkt.ch
Wirtschaft Marken
   Marke    Datum
GOLD | DESK Mining makes Money a business unit of AgaNola AG Logo
24.07.2014
22.07.2014
22.07.2014
22.07.2014
22.07.2014
    Information zum Feld
Bitte geben Sie hier einen Markennamen ein wie z.B. 'Nespresso'
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
SA SO MO DI MI DO
Zürich 15°C 17°C leicht bewölkt, Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen
Basel 13°C 19°C leicht bewölkt, Gewitter, Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen
St.Gallen 16°C 19°C bewölkt, Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen
Bern 16°C 23°C leicht bewölkt, Gewitter, Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen
Luzern 16°C 22°C bewölkt, Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen
Genf 16°C 24°C leicht bewölkt, Gewitter, Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen
Lugano 18°C 23°C leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
mehr Wetter von über 6000 Orten