KPMG-Studie: Outsourcing als strategisches Zukunftsmodell
Mensch als Erfolgskomponente vernachlässigt
publiziert: Dienstag, 19. Jun 2007 / 07:50 Uhr

Eine von KPMG neu veröffentlichte Studie zeigt auf, dass weltweit viele grosse Unternehmen die Vorteile, die sie aus ihren Outsourcing-Vereinbarungen ziehen, nicht konkret beziffern können.

Unternehmen haben Mühe, Nutzen und Aufwand ihres Outsourcings zu bestimmen.
Unternehmen haben Mühe, Nutzen und Aufwand ihres Outsourcings zu bestimmen.
Zudem werden 42 Prozent der Outsourcing-Vereinbarungen nicht durch ein strategisches Messsystem überprüft. Die von KPMG International durchgeführte Studie belegt jedoch, dass sich Outsourcing mittlerweile zu einer allgemein anerkannten Geschäftspraxis entwickelt hat und künftig noch stärker eingesetzt werden wird.

Unternehmen intensiv prüfen

Der harte, globale Konkurrenzkampf zwingt Unternehmen, ihre Betriebsabläufe einer intensiven Prüfung zu unterziehen, um wettbewerbsfähig bleiben zu können. So überrascht es nicht, dass Führungskräfte ihre Geschäftsfunktionen dahingehend überprüfen, wie Geschäftsziele schneller erreicht werden, Kosten gesenkt und Effektivität und Qualität von Dienstleistungen und Prozessen verbessert werden können. Outsourcing ist zu einer globalen Angelegenheit geworden und ist keine vorübergehende Erscheinung. Der richtige Einsatz von Outsourcing eröffnet ungeahnte Chancen und Vorteile, wenn es richtig eingesetzt wird.

Sourcing ist ein Zukunftsmodell

89 Prozent der befragten Unternehmen planen den Erhalt oder die Steigerung ihres derzeitigen Sourcing-Anteils, während nur 13 Prozent der Aussage zustimmen, dass bis zu 50 Prozent der Outsourcing-Verträge ein Fehlschlag seien. Der strategische Wert von Sourcing wird jedoch kaum gemessen. 42 Prozent der Outsourcing-Vereinbarungen werden nicht durch ein Validierungssystem unterstützt. 72 Prozent der Unternehmen haben zudem keine Kriterien für die Erfolgsmessung ihrer Sourcing-Vereinbarungen eingerichtet. Ferner konnten 79 Prozent der Studienteilnehmenden die internen Kosten des Auswahlprozesses nicht beziffern. Bei 50 Prozent der Kunden dauerte der Auswahlprozess sechs Monate oder mehr.

Menschen werden vernachlässigt

60 Prozent der befragten Unternehmen berichteten, dass Probleme mit ihren Verträgen immer oder meistens im direkten Zusammenhang mit der menschlichen Chemie stehen. Thomas Sutter, Partner bei KPMG Schweiz, hebt hervor: «Bei der Analyse der Antworten konnten wir deutlich erkennen, dass die Unternehmen Schwierigkeiten haben, den Nutzen und den Aufwand ihres Outsourcing genügend zu bestimmen. Viele der Befragten äusserten sich dahingehend, dass das Outsourcing ihnen einen Nutzen bringe, obwohl keine strategische Steuerung und Messung des Erfolgs vorhanden ist. Ganz offensichtlich haben wir es hier mit einem Paradoxon zu tun.»

Quantitative und qualitative Kriterien

Mit einer verstärkten Konzentration auf den strategischen Erfolg von Sourcing-Verträgen ist die Frage nach dem Vorhandensein einer besseren Methodik (vor und nach dem Vertrag) von entscheidender Bedeutung. Eine Weiterentwicklung der derzeitigen Praktiken ist ausschlaggebend für den langfristigen Erfolg von Outsourcing. Der Erfolg von Outsourcing muss sowohl mit quantitativen als auch mit qualitativen Kriterien messbar sein, und die externen Partner sollten unbedingt aktiv in die regelmässige Überprüfung der Zielerreichun einbezogen werden. Entscheidend für eine effiziente Zusammenarbeit sind zudem ein flexibler und rascher Selektionsprozess sowie langfristige und transparente Lieferantenbeziehungen.

Umfrage bei 650 Unternehmen

Für diese Studie wurden über 650 Unternehmen in 32 Ländern befragt. Über 80 Prozent der Verträge beziehen sich auf IT-Outsourcing, 18 Prozent auf das Outsourcing von Geschäftsprozessen und zwei Prozent auf das Outsourcing von Wissensprozessen. Die Studie erfolgte über persönlich geführte Interviews.

(pd)

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