Mehr Arbeitslose in allen Kantonen, Branchen und Altersklassen
publiziert: Mittwoch, 19. Feb 2003 / 11:43 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 19. Feb 2003 / 12:10 Uhr

Bern - Die anhaltende Wirtschaftsflaute in der Schweiz ist überall spürbar. In sämtlichen Kantonen, Wirtschaftszweigen und Altersklassen nahm die Arbeitslosigkeit im Januar 2003 zu.

Mehr Arbeitslose.
Mehr Arbeitslose.
Das Staatssekretariat für Wirtschaft (seco) veröffentlichte die Detailzahlen zur Arbeitslosigkeit. Die Arbeitslosenquote stieg bei den Frauen um 0,2 Prozentpunkte auf 4,1 Prozent. Bei den Männern wurde ein Plus von ebenfalls 0,3 Punkte auf 3,7 Prozent registriert.

Vom Anstieg der Arbeitslosigkeit waren im Januar alle Kantone betroffen. Am deutlichsten nahmen die Zahlen in Zürich (+2210/+8,1 Prozent) und Bern (+1337/+10,2) zu, gefolgt von Waadt (+816/+6,1), Aargau (+643/+7,1), Genf (+517/+4,0), Freiburg (+445/+14,6), St. Gallen (+428/ +6,7), dem Wallis (+410/+7,6) und Thurgau (+344/+11,0).

Bei den Wirtschaftszweigen musste das Baugewerbe mit einem Anstieg von 17,7 Prozent auf 1669 Arbeitslose die grösste Zunahme verbuchen, gefolgt vom Handel (+1649/+9,0 Prozent) und dem Bereich Beratung/Planung/Informatik (+1597/+9,4).

Ebenfalls keine Ausnahme macht Arbeitslosigkeit bei den Altersklassen. Auch hier sind alle Gruppen von der Zunahme betroffen. Dabei entfielen mehr als zwei Drittel des Anstiegs auf die Altersgruppen der 20- bis 44-Jährigen.

Die Zahl der Langzeitarbeitslosen stieg auf 17 544. Das sind 69 oder 0,4 Prozent mehr als im Vormonat. Damit waren im Januar 12,6 Prozent aller Arbeitslosen langzeitarbeitslos. Die Zahl der bei den Regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) gemeldeten offenen Stellen nahm um 1265 auf 7936 Einheiten zu.

Die Zahl der Arbeitslosen erhöhte sich im Januar - wie bereits gemeldet - um 7 Prozent zum Vormonat. Das entspricht 9135 Personen. Die Quote erhöhte sich dadurch um 0,2 auf 3,8 Prozent.

(bert/sda)

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