Medikamentenpreise geraten ins Wanken
publiziert: Samstag, 21. Apr 2007 / 13:34 Uhr

Bern - Der Preis von Medikamenten gerät ins Wanken. Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) hat die Kriterien festgelegt, unter welchen parallel importierte Medikamente von den Krankenkassen bezahlt werden sollen.

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Krankenkassen können vermehrt importierte Medikamente vergüten.
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Parallelimporte von patentgeschützten Medikamenten sind in der Schweiz verboten.

Das BAG bietet nun Hand, dass Krankenkassen vermehrt parallel importierte Medikamente vergüten dürfen, wie BAG-Sprecherin Sabina Helfer einen Bericht der «Mittelland Zeitung» bestätigte.

Dies sei dann zulässig, wenn ein Präparat mindestens 15 Prozent billiger sei als das vom Hersteller verkaufte Original.

Ein weiteres Kriterium ist die Packungsgrösse, die in einem sinvollen Verhältnis zur Behandlung stehen muss.

Selbstbehalt gleich hoch

Der Selbstbehalt schliesslich ist gleich hoch wie beim Original, nämlich 20 Prozent, bei Generika 10 Prozent, wie Helfer sagte. Liegt der Preis des Originalprodukts bereits auf Generikaniveau gelten laut Helfer ebenfalls 10 Prozent Selbstbehalt.

Für Preisüberwacher Rudolf Strahm konnte die Pharmaindustrie die Preise auf dem Medikamentmarkt künstlich hoch halten. Er hatte daher die schnelle Zulassung von Parallelimporten gefordert.

Auch die Krankenkasse Helsana drängte darauf: Sie hatte im Februar angekündigt, eigenmächtig für billigere Originalpräparate aufzukommen, die parallel importiert wurden.

(rr/sda)

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