Madoff-Skandal weitet sich aus - KPMG verklagt
publiziert: Mittwoch, 21. Okt 2009 / 11:04 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 21. Okt 2009 / 13:20 Uhr

New York - Der grösste Betrugsfall an der Wall Street weitet sich aus: Betrogene Anleger des Milliardenschwindlers Bernard Madoff verklagen nun auch die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG sowie die Geldhäuser JP Morgan Chase und Bank of New York Mellon.

JP Morgan soll Madoff geholfen haben.
JP Morgan soll Madoff geholfen haben.
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Die bei einem New Yorker Gericht eingereichte Klageschrift beschuldige die drei Unternehmen, eine zentrale Rolle in dem Betrugsfall gespielt zu haben, hiess es in einer Mitteilung der Anwaltskanzlei Cotchett, Pitre and McCarthy.

Die Anzeige basiere auf einem Interview der Kanzlei mit dem inhaftierten Madoff im Juli, Gesprächen mit ehemaligen Angestellten und monatelangen Recherchen.

Der Klageschrift zufolge soll JP Morgan Chase Madoff geholfen haben, fast sechs Milliarden Dollar an Anlegergeldern zu waschen. KPMG werde vorgeworfen, das betrügerische Verhalten in Madoffs britischer Firma nicht auffliegen gelassen zu haben. KPMG hatte die Bücher von Madoff Securities International Ltd geprüft.

KPMG und JP Morgan Chase lehnten eine Stellungnahme ab. Die Bank of New York Mellon war zunächst nicht zu erreichen. Madoff war im Dezember aufgeflogen und hatte sich im März schuldig bekannt, ein gigantisches Schneeballsystem betrieben zu haben. Damit soll er Anleger um bis zu 65 Mrd. Dollar geprellt haben. Ende Juni wurde er zu einer Haftstrafe von 150 Jahren verurteilt.

(ht/sda)

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