Machtkampf bei der Post: Wolfgang Werlé tritt zurück
publiziert: Dienstag, 5. Jan 2010 / 17:45 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 6. Jan 2010 / 09:23 Uhr

Bern - Im Verwaltungsrat der Post kommt es zu einem weiteren Wechsel: Wolfgang Werlé hat seinen sofortigen Rücktritt aus dem Gremium erklärt. Nach dem dritten Rücktritt an der Post-Spitze in drei Wochen will der Bund die Zusammensetzung des Rats «überdenken».

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Turbulenzen bei der Post: Wolfgang Werlé hat seinen sofortigen Rücktritt aus dem Verwaltungsrat erklärt.
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Er habe Bundesrat Moritz Leuenberger seinen sofortigen Rücktritt in einem Brief mitgeteilt, schreibt Wolfgang Werlé in einem Communiqué. Der 62-jährige Betriebsökonom gehörte dem Verwaltungsrat seit 2002 an. Als Grund für seinen Rücktritt gab Werlé «unterschiedliche Auffassungen» mit Verwaltungsratspräsident Claude Béglé an.

Diese Differenzen betreffen laut Werlé die Führung und Organisation des Verwaltungsrates und die Auslandstrategie, welche Béglé für die Post angekündigt hat. Die Strategie habe der Gesamt-Verwaltungsrat nie abgesegnet, und aus seiner Sicht berge sie grosse Risiken. Weiter wolle er sich nicht zu seinem Entscheid äussern.

Machtkampf bei der Post mit neuem Höhepunkt

Der Machtkampf bei der Post setzt sich damit fort. Ebenfalls wegen Differenzen mit Béglé war Rudolf Hug erst vor zwei Wochen aus dem Gremium zurückgetreten. Auch Hug war sich nach eigenen Angaben mit Béglé nicht über Strategie und Führung der Post einig.

Nur eine Woche davor, am 14. Dezember, hatte Michel Kunz den Hut als Konzernchef nehmen müssen. Nach offizieller Angabe musste Kunz gehen, weil er «unterschiedliche Auffassungen in grundlegenden Fragen» zum Verwaltungsrat hatte. In Béglés Worten war Kunz nicht «kompatibel» mit den Visionen der Post.

Zusammenarbeit grundsätzlich überdenken

Bei Hugs Rücktritt hatte das UVEK noch gelassen reagiert, nun kündigte das Departement von Bundesrat Moritz Leuenberger an, es werde die Zusammensetzung des Verwaltungsrates grundsätzlich überdenken, wie es in einer Mitteilung schreibt.

Anlass dafür seien die ordentlichen Erneuerungswahlen des Post-Verwaltungsrates im Frühling 2010. Dann sollen auch die Vakanzen besetzt werden. Nach den Rücktritten werde das UVEK die Ereignisse analysieren, aufarbeiten und daraus die nötigen Schlüsse ziehen.

Werlés Rücktritt bedauere er, liess Leuenberger zudem in der Mitteilung ausrichten. Er danke ihm für seine engagierte Arbeit für die Post.

(fest/sda)

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Der Richtige
Der einzig richtige Rücktritt, der von Leuenberger, lässt immer noch auf sich warten.
wie bei uns
genau so läuft es momentan bei uns in der Bude.. bin echt froh, dass wir nicht die Einzigen sind.. :-) denn seit bei uns der total unfähige Buchhalter angefangen hat und gleich schon am ersten Tag alles auf den Kopf gestellt hat, ist nichts mehr so wie es war.. und die Kündigungswelle rollt unaufhörlich aber die Quittung bekommen solche Patriarchen die das Gefühl haben ohne sie ginge es nicht, irgendwan schon mal
denn das gemeine Fussvolk ist nicht mehr so empfänglich für solche Eskapaden wie auch schon.. Hauptsache einen grossen Lohn kassieren fürs Nichtstun und fürs Gejammere dass er froh (Direktor) dass er bald in Pension kann

und unser gute Kollege Moritz tut da rein gar nichts, nein im Gegenteil der findet es sogar ok was Béglé bei der Post momentan abzieht
der letzte Streich?
aus dem vierten Streich von Max & Moritz:

Also lautet ein Beschluß,
Dass der Mensch was lernen muss. -
Nicht allein das Abc
Bringt den Menschen in die Höh';
Nicht allein in Schreiben, Lesen
Übt sich ein vernünftig Wesen;
Nicht allein in Rechnungssachen
Soll der Mensch sich Mühe machen,
Sondern auch der Weisheit Lehren
Muss man mit Vergnügen hören. -

und aus dem letzten Streich:

Max und Moritz, wehe euch!
Jetzt kommt euer letzter Streich! -

Es bleibt zu hoffen, dass dies der letzte Streich des Verwaltungsrats(präsidenten) war und dass Moritz aus dem Busch kommen und handeln wird, und zwar im richtigen Leben, nicht bloss im Märchen.
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