Rund 0,8 Prozent mehr Einkünfte
Löhne steigen 2013 real kaum
publiziert: Freitag, 26. Okt 2012 / 12:48 Uhr / aktualisiert: Freitag, 26. Okt 2012 / 16:54 Uhr
Die Löhne steigen 2013 laut UBS-Umfrage um rund 0,8 Prozent.
Die Löhne steigen 2013 laut UBS-Umfrage um rund 0,8 Prozent.

Zürich - In der Schweiz müssen sich die Arbeitnehmenden für 2013 im Schnitt mit einer Erhöhung der Löhne um 0,8 Prozent begnügen. Dies zeigt eine Umfrage der Grossbank UBS. Angesichts des erwarteten Inflationsanstiegs bleibt real nur wenig mehr in der Tasche.

Die Gewerkschaft
syna
Römerstrasse 7
4601 Olten
2 Meldungen im Zusammenhang
Die Ökonomen der UBS rechnen mit einer Teuerung von 0,6 Prozent. Real bleibt so 0,2 Prozent mehr Verdienst. Darin noch nicht eingerechnet sind allerdings steigende Gebühren und Krankenkassenprämien.

Im laufenden Jahr blieb den Angestellten laut der Umfrage bei Lohnerhöhungen von rund 1 Prozent und einer Teuerung von -0,5 Prozent real 1,5 Prozent mehr.

Grosse Unterschiede

Die Unterschiede der Lohnrunde 2013 sind je nach Branche beträchtlich. Die Angestellten im Tourismus stehen vor einer Nullrunde.

Dies liege nicht nur an den Problemen der Branche wegen der Frankenstärke. Auch seien die Mindestlöhne im Gastgewerbe mit dem neuen Gesamtarbeitsvertrag 2012 bereits stark angehoben worden, schreibt die UBS im Communiqué vom Freitag.

Tief sind die Lohnerhöhungen mit 0,3 Prozent voraussichtlich auch bei den Konsumgüterfirmen. Nur knapp die Teuerung ausgleichen dürften die Branchen Elektro, Uhren, Medien, Detailhandel, Textil und auch Banken sowie Versicherungen (je +0,5 Prozent).

Dämpfend auf die Lohnerhöhungen wirkten neben branchenspezifischen Problemen die negative Teuerung im laufenden Jahr und die wachsende Unsicherheit über die wirtschaftliche Entwicklung vor allem in Europa, erklärte die UBS.

Chemie und Pharma an der Spitze

Am höchsten sind die Lohnerhöhungen voraussichtlich bei den Informatik- und Telekomdiensten mit 1,2 Prozent und in der Chemie- und Pharmabranche mit 1,3 Prozent.

Insgesamt dürfte die Erhöhung der Löhne dem Wachstum der Schweizer Wirtschaft hinterher hinken. Auch gemäss neuesten Prognosen erwarten die Ökonomen weiterhin eine robuste Zunahme des Bruttoinlandproduktes um real 1,2 bis 1,5 Prozent.

Die Binnenwirtschaft erfreue sich weiter einer sehr guten Verfassung und der Franken-Mindestkurs von 1,20 Euro habe den Exportfirmen etwas Luft verschafft, schreibt die UBS.

Gewerkschafter enttäuscht

Die in der Umfrage genannten Lohnerhöhungen seien enttäuschend, sagte Thomas Zimmermann, Sprecher des Schweizerischen Gewerkschaftsbundes (SGB), auf Anfrage. Angesichts des erwarteten Wirtschaftswachstums und des aufgelaufenen Nachholbedarfs gebe es Spielraum für Lohnerhöhungen zwischen 1,5 bis 2,5 Prozent.

Die Debatte über Negativteuerung werde missbraucht, um berechtigte Lohnforderungen abzuwehren. «Dies ist stossend, denn die negative Inflation war ein kurzfristiges Phänomen. Bereits in zwei Monaten ist wieder Teuerung angesagt», sagte Zimmermann. So würden die «mageren Nominallohnerhöhungen» fast aufgezehrt.

Thomas Daum, Direktor des Schweizerischen Arbeitgeberverbandes sprach dagegen von einem erklärbaren und vernünftigen Resultat. Das breite Spektrum entspreche der unterschiedlichen Lage der Branchen und dem unsicheren Umfeld.

Verschiedene Wirtschaftszweige litten weiter unter der Franken-Überbewertung und einer nachlassenden internationalen Nachfrage. So stehe mit Deutschland auch der wichtigste Handelspartner vor einer Konjunkturabkühlung.

Einwanderung hat kaum Auswirkungen

Die Einwanderung infolge der Personenfreizügigkeit mit der EU dämpfe die Entwicklung der tieferen Löhne nicht. Einzig bei höheren Löhnen gebe es vereinzelt Anzeichen für solche Effekte.

Laut der Umfrage haben zwar einzelne Unternehmen in letzter Zeit mehr Bewerbungen aus dem grenznahen Ausland oder auch aus Spanien und Portugal verzeichnet. Dies habe aber nicht im gleichen Masse zu mehr Anstellungen aus diesem Raum geführt.

Die UBS befragte für ihre Lohnstudie, welche sie seit 1989 jährlich durchführt, 378 Unternehmen sowie Arbeitgeber- und Arbeitnehmerverbände aus 22 Branchen.

(bg/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Zürich - Die Arbeitnehmenden in der Schweiz sind mobil: 56 Prozent der Schweizer und 63 Prozent der ausländischen ... mehr lesen
Stellensuchende sind bereit, für einen neuen Job den Wohnort zu wechseln.
Anwaltskanzlei für Arbeitsrecht
Anwaltspraxis A. Gantenbein
Sonnhaldenstrasse 28
9536 Schwarzenbach
Die Suchmaschine für Jobs und Stellenangebote
x28 AG
Seestrasse 40
8800 Thalwill
Schweizer Presse.
Schweizer Presse.
Schweizer Presse  Bern - Die Kommentatoren der Schweizer Presse zeigen Verständnis für den Plan der Schweizer Nationalbank, Negativzinsen einzuführen. Der Schritt wird als unschön, aber notwendig beurteilt. Einige vermuten, dass weitere Massnahmen gegen die Frankenstärke folgen könnten. 
Schweizerische Nationalbank führt Negativzinsen ein Zürich/Bern - Gut drei Jahre nach Einführung des Euro-Mindestkurses ...
Befristete Stellen verlängert  Bern - Der Druck auf das Schweizer Asylwesen dürfte im kommenden Jahr noch einmal zunehmen. Das Bundesamt für Migration (BFM) rechnet ...   1
Die Asylgesuche dürften ansteigen.
295 eritreische Staatsangehörige stellten im November ein Asylgesuch. (Symbolbild)
November - fast ein Drittel weniger Asylgesuche Bern - In der Schweiz sind im November 1711 Asylgesuche eingereicht worden, knapp 30 Prozent weniger als im Oktober. Vor ...
1. Dezember 2. Dezember 3. Dezember 4. Dezember 5. Dezember 6. Dezember 7. Dezember 8. Dezember 9. Dezember 10. Dezember 11. Dezember 12. Dezember 13. Dezember 14. Dezember 15. Dezember 16. Dezember 17. Dezember 18. Dezember 19. Dezember 20. Dezember 21. Dezember 22. Dezember 23. Dezember 24. Dezember
Adventskalender nachhaltige Entwicklung 2014
Adventskalender 24 Fenster zur Nachhaltigkeit, von innovativen Unternehmen, NGOs und weiteren Partnern.
Titel Forum Teaser
  • Kassandra aus Frauenfeld 1095
    Hör ich recht? Der KGB Beamte, der sich hinter der Mauer offensichtlich recht wohl ... gestern 22:41
  • zombie1969 aus Frauenfeld 2627
    Die... Sanktionen gegen Russland mögen kurzfristig wirken. Langfristig sind ... gestern 13:55
  • Kassandra aus Frauenfeld 1095
    Mittelalter Deutlicher kann es nicht zu Tage treten, die Gold-Initianten leben noch ... Mo, 01.12.14 13:37
  • Kassandra aus Frauenfeld 1095
    Die Dummen sind die Besucher der chinesischen Restaurants, nicht die Köche aus China oder ... Mo, 01.12.14 01:28
  • PMPMPM aus Wilen SZ 165
    Hoffentlich... ...werden diese Kontingente endlich vernünftig eingesetzt und nicht wie ... Fr, 28.11.14 19:54
  • Kassandra aus Frauenfeld 1095
    Die Finanzwelt lacht! Hier eine Meinung einer Bank und eine angesehen Börsenzeitung: "Statt ... Do, 27.11.14 18:56
  • Kassandra aus Frauenfeld 1095
    Teilweise hat er ja Recht, der Jordan Der Wert des Frankens wird in der Finanzwelt durch Nachfrage und ... Mi, 26.11.14 20:30
  • jorian aus Dulliken 1531
    Die Finanzwelt zittert! Allerdings nur bis zum Sonntag und dann ist Ruhe. Da es immer noch ... Mi, 26.11.14 06:56
Es ist wichtig, den richtigen Umgang mit den eigenen Daten zu lernen.
Startup News Eigene Daten richtig schützen - Methoden und Programme zum Datenschutz Das Internet hat die wichtigsten Bereiche des alltäglichen Lebens übernommen, sei es Online Banking, Familienerinnerungen, soziales ...
Jedes dritte KMU in Deutschland hat 2011-2013 Energie eingespart.
KMU-Magazin Research Energiewende ist im Mittelstand angekommen Die kleinen und mittleren Unternehmen sind auf ...
Richtig anstellen leicht gemacht
quitt.ch
Badenerstrasse 141
8004 Zürich
Die Gewerkschaft
syna
Römerstrasse 7
4601 Olten
Übrigens: Hier könnte auch Ihr Unternehmen gefunden werden.
Erfassen Sie zuerst Ihr kostenloses Firmenporträt! Mit dem Firmenporträt präsentieren Sie Ihr Unternehmen und Ihre wichtigsten Dienstleistungen schnell und einfach auf dem wichtigsten KMU-Marktplatz der Schweiz.
Stellenmarkt.ch
Wirtschaft Marken
   Marke    Datum
17.12.2014
15.12.2014
ALARME securityalarms Logo
15.12.2014
15.12.2014
15.12.2014
    Information zum Feld
Bitte geben Sie hier einen Markennamen ein wie z.B. 'Nespresso'
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
FR SA SO MO DI MI
Zürich 5°C 6°C leicht bewölkt leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen
Basel 5°C 8°C bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen
St.Gallen 6°C 10°C leicht bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen
Bern 6°C 11°C leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen
Luzern 7°C 14°C leicht bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen
Genf 7°C 12°C leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen
Lugano 2°C 12°C leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
mehr Wetter von über 6000 Orten