Umstieg «eine gewaltige Anstrengung»
Leuthard warnt vor überstürztem Atomausstieg
publiziert: Samstag, 19. Mrz 2011 / 16:14 Uhr / aktualisiert: Sonntag, 20. Mrz 2011 / 11:11 Uhr
Doris Leuthard.
Doris Leuthard.

Zürich - Energieministerin Doris Leuthard warnt davor, in der Atomdebatte «unreflektierte Forderungen» aufzustellen. Ein Umstieg von der Atomenergie auf erneuerbare Energien wäre «eine gewaltige Anstrengung», sagte sie am Samstag an der DV der CVP-Frauen in Zürich.

13 Meldungen im Zusammenhang
Zwar räumte Leuthard in ihrer Rede ein, gewisse Risiken der Atomenergie seien vielleicht «tatsächlich unterschätzt» worden. Sie wolle jedoch Fakten und Konzepte abwarten, um «faktenbasiert» darüber zu diskutieren, was eine Zukunft ohne Atomenergie für die Stromversorgung in der Schweiz bedeuten würde.

Denn heute - so die Vorsteherin des Umwelt, Verkehrs- und Energiedepartements (UVEK) - würden in der Schweiz etwa 6 Prozent des gesamten Energiekonsums über sogenannt neue erneuerbare Energien wie Wind, Solar oder Biogas gedeckt.

Diesen Anteil verfünffachen zu wollen, würde laut Leuthard eine gewaltige Anstrengung bedeuten. «Ich sage nicht, dass das unmöglich ist» - doch es gebe Zielkonflikte.

Erneuerbare Energien: «Nicht wenig gemacht»

Die Schweiz habe in der Vergangenheit «nicht wenig» für erneuerbare Energien und neue Energieträger wie Wind, Solar oder Biogas gemacht, entgegnete Leuthard am Rande der DV auf Journalistenfragen. Widerstände und Verfahrensprobleme hätten aber dazu geführt, dass Projekte auf der Strecke geblieben seien.

Die Schweiz habe 40 Jahre lang gut mit der Atomenergie gelebt, und im Moment seien alle Schweizer AKW sicher. Die einzige offene Frage sei die, ob die Ausrichtung der Schweizer Werke auf Erdbeben der Stärke 7 noch sicher sei.

Die CVP-Frauen verzichteten angesichts der Katastrophe in Japan darauf, über ihre Strategien für die Wahlen im Herbst zu diskutieren. «Unsere Anliegen treten völlig in den Hintergrund», sagte Präsidentin Babette Sigg Frank. Stattdessen gedachten die Delegierten in einer Schweigeminute der Opfer von Erdbeben und Tsunami.

Solidarität mit Opfern

Rund 500 Menschen haben am Samstagnachmittag auf dem Berner Münsterplatz an einer stillen Kundgebung ihre Solidarität mit den Menschen in Japan ausgedrückt. Mit Fahnen und Transparenten forderten sie gleichzeitig die Abkehr von der Atomenergie.

An der Kundgebung wurde aber keine einzige Rede gehalten. Initiant Amadeus Wittwer rief einzig per Megafon die Teilnehmer auf, während einiger Minuten der Opfer des Erdbebens in Japan und seiner Folgen zu gedenken.

(bert/sda)

Kommentieren Sie jetzt diese wirtschaft.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Brugg AG - Bundesrätin Doris ... mehr lesen
Bundesrätin Leuthard warnt vor Polarisierung in Atom-Debatte.
Martin Bäumle will keine unrealistische Diskussion.
Bern - Der Verteilkampf im grünen ... mehr lesen
Neuenburg - Das Neuenburger ... mehr lesen
Atomkraftwerk.
Wasser von hier: Das Kraftwerk Eglisau-Glattfelden.
Michael Köpfli Die Frage der Woche lautet: AKW-Desaster in Japan - Welches müssen die ... mehr lesen
Bern - Der Bundesrat lässt einen ... mehr lesen 1
Ausstieg aus der Kernenergie?
Weitere Artikel im Zusammenhang
Das Kernkraftwerk Gösgen in Däniken.
Bern - Die Schweizer Atomkraftwerke müssen nach dem Unfall in Japan zwar erste neue Auflagen erfüllen. Sie sollen dafür jedoch Zeit erhalten, wie der Direktor des ... mehr lesen
Bern - Eine weitere Partei wendet ... mehr lesen 13
BDP-Präsident Hans Grunder: Für ihn ist klar, dass keine neuen AKW gebaut werden dürfen.
74 Prozent der Umfrageteilnehmer ist gegen den Bau neuer Atomkraftwerke.
Bern - Die Atomenergie wird derzeit von der Schweizer Bevölkerung klar abgelehnt. In einer Isopublic-Umfrage stellen sich 73,9 Prozent gegen den Bau neuer AKW. 77 Prozent wollen ... mehr lesen 9
Bern - Die fünf Schweizer ... mehr lesen
Das KKW Leibstadt.
Ueli Leuenberger, Präsident der Grünen.
Bern - Die Grünen wollen den ... mehr lesen 5
Berlin - Die SPD will gemeinsam mit ... mehr lesen
Sigmar Gabriel.
Atomkraftwerk in Leibstadt.
Bern - Das Bundesamt für Energie (BFE) entwirft nach der Atomkatastrophe in Japan drei Szenarien für die Zukunft der Atomenergie in der Schweiz. Eines davon ist der totale Ausstieg, ... mehr lesen 1
Bern - Bundesrätin Doris Leuthard ... mehr lesen
Bundesrätin Doris Leuthard.
Grosse Preisunterschiede je nach Gemeinde.
Grosse Preisunterschiede je nach Gemeinde.
Publinews Die Strompreise für 2020 steigen um 1 Prozent  Die Strompreise für 2020 steigen laut der Aufsichtsbehörde Elcom um 1 Prozent. Eine wichtige Komponente sind die Netztarife - sie werden im Monopol verrechnet. Die «Handelszeitung» hat sie nach Kantonen und Stromverteilern ausgewertet. mehr lesen  
Ständerat schwenkt auf Linie des Nationalrats  Bern - Grosswasserkraftwerke sollen Subventionen erhalten, wenn sie den Strom zu tiefen Preisen ... mehr lesen  
Finanzhilfen für bestehende Grosswasserkraftwerke waren im ersten Massnahmenpaket zur Energiestrategie ursprünglich nicht vorgesehen.
Auch das AKW Mühleberg, das 2019 stillgelegt werden soll, ist von der Regelung nicht ausgenommen.
Nachweis bis 2020 gefordert  Brugg AG - Die Atomaufsichtsbehörde ENSI hat die Erdbebengefährdung für die Schweizer AKW-Standorte festgelegt; Die Betreiber müssen erneut nachweisen, dass ihre Anlagen einem sehr ... mehr lesen  
Höhere Effizienz als Hauptziel  Schon minimale Defekte von Perowskit-Kristallstrukturen können die Umwandlung von Licht in ... mehr lesen  
Solarmodule: Forscher wollen defektfreie Zellen.
Der Remoteserver hat einen Fehler zurückgegeben: (500) Interner Serverfehler.
Source: http://www.wirtschaft.ch/ajax/top5.aspx?ID=1&col=COL_2_1
Titel Forum Teaser
  • keinschaf aus Wladiwostok 2826
    grüezi Wie lasterhaft Mitleid mitunter sein kann, beweisen Sie doch gerade ... Mo, 26.12.16 20:05
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Vom Tode träumt ein negrophiles Schäfchen doch ständig. Wenn tausende Frauen in England ... Mi, 28.09.16 11:58
  • HentaiKamen aus Volketswil 1
    Kommt wieder Aber leider eine RIESEN Verlust für Leser wie mich die nicht mit dem ... Sa, 13.08.16 01:13
  • keinschaf aus Wladiwostok 2826
    sogar nach dem Tode hat die Kassandra noch die grösste Schnauze... jaja, diese ... Fr, 12.08.16 16:30
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Wow, wie hat sich die gute Kubra gemausert! Ich danke auch Ihnen ganz persönlich für die vielen harten und ... Mi, 20.07.16 20:25
  • Pacino aus Brittnau 731
    Übrigens, wusstet ihr schon . . . . . . dass die Foren von AZ (Wanner), 20min. und Schweizer Fernsehen ... Mi, 29.06.16 15:20
  • PMPMPM aus Wilen SZ 235
    Und jetzt? Ist noch online...? Liebes news-Team, schade ist die Situation so, dass etwas aufhören ... Di, 28.06.16 22:43
  • kubra aus Berlin 3232
    Danke für die gelebte Pressefreiheit. Damit mein ich durchaus auch den ... Di, 28.06.16 16:09
.
Green Investment news.ch geht in Klausur Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in ... 21
3 Gründe, im Ausland zu verkaufen
Startup News Der Schritt ins Ausland birgt Herausforderungen, doch die Chancen überwiegen. Um etwas vorweg zu nehmen: Grenzüberschreitender E-Commerce ist komplex und wird nicht selten unterschätzt. Die nationalen ...
Jedes dritte KMU in Deutschland hat 2011-2013 Energie eingespart.
KMU-Magazin Research Energiewende ist im Mittelstand angekommen Die kleinen und mittleren Unternehmen sind auf ...
 
News
         
Viele spannende Möglichkeiten, ein Start-up zu finanzieren. Am Ende kommt es ganz wesentlich auf zwei Dinge an: Sich nicht entmutigen zu lassen und immer wieder nach neuen Lösungen suchen.
Publinews Die beste Idee nutzt nicht viel, wenn kein Kapital vorhanden ist, um sie umzusetzen. Start-ups stehen in der Beliebtheitsskala der Banken jedoch nicht gerade ... mehr lesen
Schlüsseldienste versprechen bei einer Aussperrung schnelle und kompetente Hilfe.
Publinews Binnen weniger Sekunden ist es passiert: Die Tür fällt hinter Ihnen ins Schloss, und der Schlüssel befindet sich im Inneren des Hauses. ... mehr lesen
Eine Haustür kann mit Zusatzschlössern, Querriegeln und Schutzbeschlägen nachgerüstet werden.
Publinews Nach dem Erwerb einer Immobilie ist eine Bestandsaufnahme sinnvoll, um zu ermitteln, ob Sanierungsbedarf vorhanden ist. Für die betroffenen ... mehr lesen
Weltweite Einsetzbarkeit, hohe und bargeldlose Zahlungssicherheit - die Kreditkarte überzeugt seit jeher mit vielseitigen Vorteilen.
Publinews Immer häufiger kommt sie in Alltag, Urlaub oder bei der Arbeit zum Einsatz. Kein Wunder, denn sie bietet eine Vielzahl an Leistungen und Extras. Die Kreditkarte existiert ... mehr lesen
Wer sich als Unternehmen der Online-Welt verschliesst, der grenzt damit auch wichtige Kunden und Absatzkanäle aus.
Publinews Dass sich grosse Unternehmen es sich nicht nehmen lassen, umfangreichen Online-Aktivitäten nachzugehen, ist heute selbstverständlich. Kleinere und mittlere Unternehmen, ... mehr lesen
Wohnung putzen? Gönnen Sie sich eine professionelle Reinigungsfirma.
Publinews Es mag tatsächlich Menschen geben, die meinen, dass das Putzen der Wohnung oder des Hauses ihnen einen grossen Spass bereitet. Wenn man zu diesen Menschen ... mehr lesen
Damit man herausfinden kann, welche Sanierungsarbeiten getätigt werden müssen, muss man einen Sachverständigen beauftragen.
Publinews Wenn der Putz bröckelt und der Wind durch die alten Fenster pfeift, dann wird es so langsam an der Zeit das Haus zu sanieren. Unter Sanierung wird die Wiederherstellung des Bauwerks ... mehr lesen
Schulkids
Publinews Vielleicht kennen Sie den Klassiker aus den 1980 er Jahren, in dem der österreichische Popsänger Falco den Titel «Nie mehr Schule» anklingen liess. Damals wie heute für viele Kinder und ... mehr lesen
Videos werden in Zeiten der Digitalisierung immer wichtiger - der User favorisiert dieses Medium.
Publinews Die Digitalisierung ist auf dem Vormarsch und bringt den Menschen wie den Unternehmen wunderbare Möglichkeiten. Viele Tätigkeiten werden ... mehr lesen
Stellenmarkt.ch
Wirtschaft Marken
   Marke    Datum
16.10.2019
16.10.2019
16.10.2019
BEDOPHI Logo
16.10.2019
DASOLAR Logo
16.10.2019
    Information zum Feld
Bitte geben Sie hier einen Markennamen ein wie z.B. 'Nespresso'
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Sa So
Zürich 11°C 18°C wolkig, aber kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wolkig, aber kaum Regen freundlich
Basel 12°C 18°C wechselnd bewölkt, Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig trüb und nass wolkig, aber kaum Regen
St. Gallen 11°C 16°C wechselnd bewölktleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt freundlich
Bern 10°C 17°C wolkig, aber kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wolkig, aber kaum Regen wechselnd bewölkt
Luzern 11°C 18°C wolkig, aber kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt freundlich
Genf 12°C 17°C wolkig, aber kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt, Regen wolkig, aber kaum Regen
Lugano 13°C 16°C bedeckt, wenig Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig anhaltender Regen anhaltender Regen
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten